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Denkmal und Altbau

Rund 21,7 Mio. Wohn- und Nichtwohngebäude gibt es in Deutschland, die es zu unterhalten und im Bedarfsfall zu sanieren gilt. Mit einer durchschnittlichen jährlichen Sanierungsrate von einem Prozent kommt die energetische Ertüchtigung des Gebäudebestands zwar stetig, aber nur sehr langsam voran. Die unterschiedlichen Fördermittel und ein Sanierungsfahrplan können Anstöße zur Investition geben, damit Denkmäler nutzbar und uns als Kulturgut erhalten bleiben sowie unsere Nachkriegsbauten in absehbarer Zukunft die klimapolitischen Vorgaben erfüllen.

1  Ausgangspunkt der Betrachtung sind diese beiden Bestandsfenstertypen: Holzfenster aus Weichholz, Profiltiefe zirka 63 mm (links), Aluminiumfenster mit thermisch getrennter Rahmenkonstruktion (rechts).
Ökobilanz von Fenstertausch und -ertüchtigung

Nachhaltige Alternativen zum Austausch

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Ein Forschungsprojekt an der Hochschule für Technik Stuttgart hat untersucht, wie sich der Komplett­austausch von Bestandsfenstern zu verschiedenen Varianten ihrer energetischen Ertüchtigung verhält – in Bezug auf die klimawirksamen Emissionen im Lebenszyklus. Durchgespielt wurde das anhand von für die 1970er bis 1990er typischen Holz- und Aluminiumfenstern. Entstanden ist eine Entscheidungshilfe für Planende und Energie­beratende. Markus Binder, Svenja Schäfer

Im urbanen Raum entschärfen begrünte Dächer Hitzeinseln, speichern Niederschläge, filtern Schadstoffe und schaffen wertvolle ökologische Ausgleichsflächen.
Begrüntes Umkehrdach mit Retention

Flachdächer zu Klimarettern!

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Mit begrünten Flachdächern, die auch Regenwasser zwischenspeichern können, fördert man die Klimaresilienz des Gebäudes, aber darüber hinaus ebenso die der unmittelbaren Umgebung, der Kommune. In diesem Betrag wird erläutert, wie man auch bestehende Dächer für diese neue Aufgabe fit macht und welche technischen, bauphysikalischen und normativen Aspekte man dabei beachten muss. Dirk ­Baune, Marc Niewöhner

1  Verteilung der Vorlauftemperaturen, Auszug aus der Kampagne 2025/26 – Gebäude G26-G53
Prüfung auf Wärmepumpeneignung

Warum kompliziert, wenn’s ­einfach geht?

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In einem seit einigen Jahren laufenden Projekt hat das an der Hochschule Hamm-Lippstadt beheimatete Institut für Sektorenkopplung in der Energiewirtschaft fossil beheizte Häuser auf ihre Eignung für eine Wärmepumpenheizung hin geprüft, allein mittels Messung der Innen- und Außentemperaturen und der Energie­verbräuche. So ließ sich auf niederschwellige Art nachweisen, dass der Wechsel bei der Mehrheit der Gebäude die Heizkosten senken dürfte. Das Verfahren könnte die Wärmewende im Wohngebäudebereich beschleunigen. Andreas Lutters, Jan Lebek, Bettina Nocke

Das Fraunhofer IPM hat ein Messfahrzeug durch die Straßen Freiburgs geschickt, um mit einem Lichtsensor Messdaten zur Energieeffizienz der Gebäude zu erfassen.
Sanierung mit Digitalisierung

Laserscanning im Vorbeifahren

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Künstliche Intelligenz leistet einen wichtigen Beitrag zur digitalen Erfassung von Gebäuden. 3D-Modelle lassen sich automatisiert und in kurzer Zeit erstellen, Start-ups liefern die entsprechenden Systeme. Künftig könnte künstliche Intelligenz in Verbindung mit moderner Sensortechnik sogar einen Überblick über den Sanierungsbedarf ganzer Städte geben, wie ein Forschungsprojekt zeigt. Markus Strehlitz

Der GIH kritisiert mangelnde Verbindlichkeit im GMG  und fordert klare Vorgaben sowie den konsequenten Ausbau erneuerbarer Heiztechnologien.

Gebäudesektor verfehlt Klimaziele: GIH fordert Effizienzmaßnahmen

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Die Treibhausgasemissionen im Gebäudesektor steigen weiter, Klimaziele bleiben unerreicht. Der Energieberatendenverband GIH bewertet das aktuelle Maßnahmenpaket der Bundesregierung als unzureichend.

In Kirchheim-Plochingen entsteht durch serielle Sanierung und moderne Nachverdichtung ein nachhaltiges, energieautarkes Genossenschaftsquartier.

Projekt Badwiesen 2030: Genossenschaftsquartier energieautark saniert

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Die Kreisbaugenossenschaft Kirchheim-Plochingen saniert acht Mehrfamilienhäuser seriell und entwickelt sie zu einem nachhaltigen Quartier weiter. Die Nahverdichtung soll 60 Prozent mehr Wohnraum schaffen. Wie das Projekt flächenschonend und zugleich energieautark funktioniert, zeigt dieser Beitrag.

Mit vorgefertigten Lösungen verkürzt die serielle Sanierung Bauzeiten und beschleunigt Prozesse. So können deutlich mehr Gebäude in kürzerer Zeit modernisiert werden. Hier im Bild wird die Feuerwache in Wannsee seriell saniert.

„Seriell können wir mit jedem eingesetzten Euro maximale Einspareffekte erzielen“

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2023 hat die BIM Berliner Immobilienmanagement die erste Feuerwache in Deutschland seriell saniert. Im Interview mit dem Dena-Kompetenzzentrum Serielles Sanieren erläutert Angelika Hofmann-Nickel, Bereichsleiterin Baumanagement der BIM, warum serielles Sanieren ein unverzichtbarer Baustein ist, um kommunale Bestände klimaneutral zu machen.

Sanierungen sorgen für Begeisterung

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Die Zufriedenheit mit durchgeführten energetischen Sanierungen in Deutschland ist groß. Die Unsicherheit davor allerdings auch. 

Deutschland saniert zu wenig

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Die Sanierungsquote fällt hierzulande weiter ab. Im vergangenen Jahr lag sie bei lediglich 0,67 Prozent. Der BuVEG fordert daher Unterstützung von der Politik. 

Feuchteverhalten von zweischaligem Mauerwerk

Das Trocknungswunder

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Zweischaliges Mauerwerk ist in Nordeuropa ab zirka 1860 die typische Außenwandkonstruktion bei Wohnbauten. In Norddeutschland trifft man sie heute bei 60 Prozent aller Häuser an, viele davon immer noch ohne Kerndämmung. Das hat mit der Angst vor Feuchteschäden zu tun, die sich sogar in der Forderung einer Wandbelüftung in der DIN 1053 niederschlug. Diese Angst aber ist unbegründet, was bereits 1984 wissenschaftlich erwiesen wurde. Werner Eicke-Hennig

Sarah Dungs ist erste Vorsitzende des Verbands Bauen im Bestand sowie Geschäftsführerin und Mitgesellschafterin des Projektentwicklers Greyfield Group.
Sanieren statt Neu bauen

„Die größte Herausforderung ist der Mensch“

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Mit ihrem Verband Bauen im Bestand will Sarah Dungs die Bedingungen für dieses Thema verbessern und der Fokussierung der Branche auf den Neubau etwas entgegensetzen. Im Interview erklärt sie, welche Kernprobleme zunächst gelöst werden müssen, wie auch der Bestand vom Bauturbo profitieren könnte und warum Risiken nicht immer Risiken sein müssen.

GIH und BuVEG wollen gemeinsam Energieeffizienz im Gebäudebestand stärken

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Der Bundesverband für Energieberatende (GIH) und der Bundesverband energieeffiziente Gebäudehülle (BuVEG) haben eine verstärkte Zusammenarbeit beschlossen.

Energetische Sanierung von Gebäuden zahlt sich aus, so der BuVEG, besonders Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz von Fenster, Dach und Fassade.

BuVEG: Effiziente Immobilien erzielen deutlich höhere Marktpreise

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Energetische Sanierung insbesondere von Fassade, Fenster und Dach sorgt für einen erheblichen Wertzuwachs, so der Bundesverband energieeffiziente Gebäudehülle.

Führte durch den Tag: das Moderations-Dreierteam aus Redakteurin Claudia Siegele vom Gebäude-Energieberater, Redakteur Matthias Rehberger von der Glaswelt und Martin Prösler von Proesler Kommunikation
6. Digitale Fachforum „Gebäudehülle im Fokus“

Auch für Turbos gelten Regeln

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Bau-Turbo und Gebäudetyp E heißen die zwei Instrumente, von denen die Politik derzeit sich und anderen die schnelle Schaffung von Wohnraum verspricht. Sie standen im Mittelpunkt des diesjährigen Digitalen Fachforums „Gebäudehülle im Fokus“ des Gentner Verlags. Alle Referenten waren sich einig, dass das Bauen und mehr noch das Modernisieren mehr Tempo brauchen, nicht aber darüber, wie geeignet diese beiden Werkzeuge sind. Auf jeden Fall, das zeigten die Beiträge der Sachverständigen und Vertreter der Hersteller, stehen die erforderlichen Bauverfahren, Bauteile und Baustoffe bereits zur ­Verfügung. ­Alexander Borchert

Tagungsband

Denkmale pflegen

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Der Tagungsband der Hanseatischen Sanierungstage Bauen im Bestand konkret geht zentralen Herausforderungen und innovativen Ansätzen der Denkmalpflege sowie der Sanierung historischer Gebäude auf den Grund. Im Fokus stehen Bauwerksabdichtung und konstruktiver Holzschutz. Ein weiterer Schwerpunkt ist...

Wärmestrahlung vom Bauteil in den Raum
Energetische Sanierung im bewohnten Zustand

Warme Wände

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Die Methode der thermischen Bauteilaktivierung kann vielfältiges bewirken: Sie trägt wesentlich zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen und Primärenergiebedarf bei, schafft ein behagliches Raumklima, schützt
historische Bausubstanz und erlaubt eine energieeffiziente Sanierung im bewohnten Zustand. Katja Biek, Maria Kuzminskaia

1  Ansicht der Backstein-Reihenhaussiedlung in Kiel-Russee, erbaut 1938 als Wohnfürsorgeanstalt
Niedriginvestive serielle Gebäudedämmung

Sanierung geht auch sozial­verträglich

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Gehen Realeinkommen und Baupreise entgegengesetzte Wege, bieten niedriginvestive Dämmmaßnahmen sozialverträgliche Lösungen für die Energieeinsparung in Wohn- und Zweckbauten. Wie die Einblasdämmung, minimalinvasiv und mit kurzen Amortisationszeiten, schnell umsetzbar in Hohlräumen von Außenbauteilen und auf Böden. Rund 60 Prozent der acht Milliarden Quadratmeter opaker Außenbauteile im Bestand eignen sich für diese Dämmtechnik. Mit Erfolg umgesetzt wurde sie zum Beispiel in einer Reihenhaussiedlung von 1938 in Kiel. Werner Eicke-Hennig

Denkmalschutz und Energieeffizienz müssen zum Erhalt unserer Baukultur Hand in Hand gehen – das Kompromisse erfordert auf beiden Seiten.
Denkmalschutz und energetische Sanierung

Wasch mir den Pelz,

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Alte Gebäude haben bereits viel für unser Klima und den Schutz der Ressourcen getan. Mit ihren oft gut reparaturfähigen Konstruktionen haben sie Jahrhunderte überdauert. Damit baukulturell wertvolle Gebäude und Quartiere umfassende Sanierungen unbeschadet überstehen, müssen Fachplaner und Denkmalbehörden kooperieren. Klar ist: Solche Projekte stehen immer im Spannungskonflikt zwischen Bewahren und Modernisieren – doch wie weit gehen die Kompromisse bei der energetischen Effizienz? Wolfgang Hierl, Marina Grießer

Die Warm-Deckenmodule gibt es mit verschiedenen Dämm- und Heizleistungen.
Projekt Wärme 

Von oben herab heizen

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Deckenheizungen bieten eine gleichmäßige Wärmeverteilung und können dazu beitragen, den Komfort und die Energieeffizienz in älteren Gebäuden zu verbessern. Bei der Deckenheizung Warm von Projekt Wärme besteht das Heizmodul aus einer Dämmschicht, einem 5-Schicht-Rohr und einer abschließenden...

Der zementäre Fließestrich des Fußbodenheizsystems Permatop SF 14 ist bereits nach 90 min begehbar.
Blanke Systems

Schnell sanieren

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Mit Permatop SF 14 präsentiert Blanke Systems ein modular aufgebautes, dünnschichtiges Fußbodenheiz- und Kühlsystem. Speziell für Sanierungen und Renovierungen konzipiert zeichnet es sich durch eine minimale Aufbauhöhe, schnelle Reaktionszeit und einfache Verlegung aus. Mit einer Gesamthöhe von nur...

Das Pallasseum in Berlin-Schöneberg ist im Vergleich zum Collosseum in Rom zwar wirklich sehr jung, aber trotzdem schon ein Denkmal.
Nahwärme für ein Baudenkmal

Wärme, die sich errechnet

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Die Dekarbonisierung des Baubestands ist eine komplexe Aufgabe, bei der man an mehreren Punkten ansetzen sollte, vor allem an der Anlagentechnik und an der Gebäudehülle. Im Denkmalbereich jedoch darf die Fassade in der Regel nicht angefasst werden und kommt auch die Innendämmung nicht infrage, muss es die Energieversorgung richten. Glück in diesem Unglück hatte das Pallasseum in Berlin, eine brutalistische Wohnanlage aus den 1970ern. Seit Dezember bezieht sie ihre Wärme zu großen Teilen von einem Rechenzentrum in der direkten Nachbarschaft und zeigt damit, wie Baudenkmäler Teil der Energiewende werden können. Alexander Borchert

Vorgefertigtes Fassadenelement mit Strohdämmung hängt am Kran.

Neue Fassadenlösungen für die serielle Sanierung entwickelt

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Beispiele für die serielle Sanierung von Mehrfamilien- und Gewerbehäusern finden sich inzwischen zuhauf. Vier Projekte zeigen, dass es auch bei Einfamilienhäusern funktioniert.