Wie in der GEB-Ausgabe 02-2026 aufgezeigt, kann man das Wachstum von Algen, Pilzen und Bakterien auf Fassaden ursächlich nicht nur auf eine energieeffiziente Gebäudehülle schieben. Die entscheidenden Faktoren sind Feuchtigkeit, die Nähe zu Gewässern und zur Vegetation sowie die sich beschleunigende Klimaerwärmung und vor allem die verbesserte Luftqualität. Denn durch den Einsatz von Entschwefelungsanlagen in Kraftwerken und Müllverbrennungsanalgen in den vergangenen Jahrzehnten ist der Gehalt an wachstumshemmendem Schwefeldioxid in der Luft gesunken. Infolgedessen findet man mikrobiellen Befall nicht nur auf Wärmedämm-Verbundsystemen oder anderen wärmedämmenden Wandbaustoffen, sondern auf allen möglichen Materialien und Oberflächen.
Vor jeder Gegenmaßnahme: Fassaden reinigen
Dennoch sind Bauherren und Hausbesitzer nicht völlig machtlos, müssen den als unschön empfundenen Befall nicht einfach hinnehmen, dürfen jedoch auch nicht mit zu großen Erwartungen an die Planung von Gegenmaßnahmen herangehen. Ist ein Bestandsgebäude betroffen, müssen zunächst die Art des Befalls und die möglichen Ursachen festgestellt werden, wie in Teil 1 beschrieben. Danach ist zuerst eine gründliche Reinigung des Untergrundes durchzuführen und eine anschließende Trocknungszeit von mindestens 24 Stunden zu beachten.
Im Zuge der Reinigung muss auch ein eventuell vorhandener Biofilm beseitigt werden. Hierbei handelt es sich um einen Schleim aus Bio-Polymeren, die die Mikroben produzieren und mit denen sie sich gegen zum Beispiel Umweltgifte und Biozide schützen. Dieser Biofilm kann so auch das Eindringen der eventuell zur Verhinderung des Neubefalls eingesetzten Biozide in den Untergrund verhindern.
Konstruktiver F ...
Abo-Inhalt
Algen- und Pilzbefall hinauszögern (2)
Es den Mikroben schwer machen
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