Am 3. Januar, um zirka sechs Uhr morgens, wurde im Südwesten Berlins durch einen Brandanschlag auf eine wichtige Versorgungsleitung die Stromzufuhr für 45.000 Haushalte unterbrochen, bei Temperaturen von unter null Grad. Erst vier Tage später waren wieder alle Betroffenen am Netz. Unzureichend oder gar nicht gedämmte Gebäude kühlten rasch aus. Vereinzelt froren Wasserleitungen ein und auch an einigen wenigen Wärmepumpen entstanden leichte Schäden. Es handelte es sich um Monoblock-Aggregate, die über die Heizwasserleitungen mit dem Haus verbunden sind.
Die Heizungsbetriebe unterstützten die Betreiber:innen laut SHK-Innung Berlin nach Kräften, entweder vor Ort oder telefonisch. Die Innung half außerdem mit Informationen und Hinweisen auf ihrer Website. Einer ihrer Tipps: „Bewahren Sie Ruhe und lassen Sie sich nicht von im Netz kursierenden Videos über explodierende Heizungen irritieren.“
Manche Beiträge in Publikumsmedien und Posts in sozialen Medien malten entsprechende Horrorszenarien aus, aus der Wärmepumpe wurde da schon einmal die „Wärmebombe“. Konkret ging es um das in vielen Monoblock-Geräten eingesetzte, entzündliche Kältemittel Propan. Fachleute reagierten schnell und teils recht deutlich. Andreas Koch-Martin, Geschäftsführer der SHK-Innung Berlin, nannte solche Gerüchte im Radio-Interview mit dem RBB „hanebüchen“ [1].
Wie gefährlich ist Propan?
Mit dem sogenannten Phase-down von F-Gasen sollen EU-weit klimaschädliche Kältemittel wie die teilfluorierten Kohlenwasserstoffe (HFKW) und die voll- oder perfluorierten Kohlenwasserstoffe (FKW) allmählich aus dem Verkehr gezogen und durch weniger oder komplett unschädliche ersetzt werden. Propan ist eine solche relativ umwelt- u ...
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Propan-Wärmepumpen bei Stromausfall
Härtetest für Monoblock-Geräte
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