In Zukunft wird es bei Projekten der energetischen Bestandssanierung nicht mehr reichen, nur die Umweltwirkung und vor allem die klimawirksamen Emissionen in der Nutzungsphase im Blick zu haben. Es gilt auch die Emissionen einzubeziehen, die durch die Herstellung der verwendeten Baustoffe und der neuen Bauteile entstehen.
Beim Bauteil Fenster fallen diese herstellungsbezogenen grauen Emissionen insbesondere im Zuge der Produktion der Verglasung und der Rahmenprofile aus Aluminium oder Kunststoff an. Doch es muss nicht immer der Komplettaustausch sein, meint die auf denkmalgerechte Instandsetzung von Fenstern spezialisierte Holzmanufaktur Rottweil. Sie hat die Autor:innen mit einer Untersuchung beauftragt, wie sich unterschiedlichste Varianten der Sanierung über den kompletten Lebenszyklus eines Bestandsgebäudes auf die Treibhausgas-bilanz auswirken.
Aufgabenstellung und Methodik der Studie
Nicht nur die Fenster denkmalgeschützter Bauten sind aus der Sicht der Holzmanufaktur Rottweil erhaltenswert, auch solche, wie sie bis in die 1990er eingebaut wurden. Für zwei Typen dieser „Allerweltsfenster“ im Bestand, aus Holz und aus Aluminium, versehen mit einer luftgefüllten Zweifach-Isolierverglasung, haben die Autor:innen neben dem Austausch alternative Verfahren durchgerechnet. Bewertet wurde ein Spektrum von acht möglichen Maßnahmen, von denen sieben für das Holzfenster in Betracht kommen (H1 – H7) und fünf für das Aluminiumfenster (A1 – A5):
Minimalsanierung – H1/A1
Ausbau des Fensters und Ersatz durch ein neues Holzfenster mit Dreifach-Wärmeschutzverglasung (Argonfüllung) – H2
Ausbau des Fensters und Ersatz durch ein neues Kunststofffenster mit Dreifach-Wärmeschutzverglasung (Argonfüllung) â ...
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