Eine ungewöhnliche Bauweise und ein – noch – ungewöhnliches Material wählte man für ein Mehrfamilienhaus in Brühl bei Mannheim. An der Fassade übernimmt eine Luftschicht hinter der Profilverglasung die Dämmfunktion, als konstruktiver Baustoff dient heimisches Holz – auch solches, das früher als sogenanntes Käferholz aussortiert worden wäre. Christine Ryll
Die Ursachen für den Befall von Putzoberflächen mit Algen und Flechten sind vielfältig und, aber nicht unvorhersehbar. Zwar lassen sich nicht alle Risiken wie zum Beispiel klimatische oder umweltbedingte Einflüsse von vornherein ausschließen, aber Planer und Ausführende können den Mikroorganismen durchaus etwas entgegensetzen: Ein bauphysikalisch-konstruktiver Feuchteschutz, die geeignete Materialwahl beim Putzsystem sowie eine überlegte Rezeptur und Farbgestaltung können Fassaden auch ohne den Zusatz von Bioziden algenresistent machen. Silke Sous, Claudia Siegele
Vom Smart Home bis zur Heizungsoptimierung – für viele digitale Anwendungen müssen Informationen aus verschiedenen Systemen zusammengebracht werden. Das ist kompliziert und birgt Sicherheitsrisiken. Im Projekt Smart Living Next wurde ein System entwickelt, das die Daten für alle verfügbar macht und gleichzeitig schützt. Dies eröffnet unter anderem neue Möglichkeiten für die Umsetzung von Effizienzmaßnahmen und die Arbeit von Energieberatenden. Markus Strehlitz
Die Deutschen setzen weiter auf Photovoltaik, besonders beliebt sind aber Batteriespeicher. Komplettsysteme, mit denen Unternehmen Strom flexibler nutzen und Kosten sparen können, sind besonders gefragt, wie die Messe Smarter E Europe gezeigt hat. Ein weiterer Trend: Sowohl im privaten wie im gewerblichen Bereich macht Software die Technik einfach bedienbar und intelligent. Markus Strehlitz
Wissenschaftsjournalist Ranga Yogeshwar hat in der Jubiläumsfolge des Podcast Gebäudewende über seine Sicht auf die Energieberatung gesprochen. Dabei erklärt er, wie Komplexität die Energiewende behindert, warum er das Thema Förderung sehr kritisch sieht und wieso er aus purem Interesse eine Prüfung zum Energieeffizienzexperten absolviert hat. Markus Strehlitz
Anfang Juni hat die GEB-Redaktion mit Partnerorganisationen die Sommerumfrage zu aktuellen Themen der Energieberatung gestartet. In den vergangenen Monaten ist viel passiert, was die Branche bewegt: Das umstrittene Gebäudemodernisierungsgesetz steht vor der Tür, die Energiepreise schießen durch die Decke und KI verändert grundlegend den beruflichen Alltag in der Energieberatung. Claudia Siegele
Wer vor der Entscheidung steht, sein Energieberatungsbüro altersbedingt aufzugeben oder sein Einzelunternehmen aus wirtschaftlichen Gründen nicht weiter zu betreiben, sollte die steuerlichen Konsequenzen kennen und überlegt handeln. Es gibt mehrere Möglichkeiten, die Belastungen aus der Besteuerung des betrieblichen Aufgabegewinns im Rahmen zu halten. Thomas Schneider
Rekordumsätze bei gleichzeitig fallenden Preisen – der Energieberatungsmarkt 2024 steckt voller Widersprüche. Eine neue methodische Bereinigung korrigiert das geschätzte Marktvolumen von 2,3 Milliarden auf ein Mindestvolumen von 1,3 Milliarden Euro. Wer wissen will, wohin sich Preise, Nachfrage und Wettbewerb entwickeln, findet hier die entscheidenden Kennzahlen. Louisa Döpking, Dominik Jessing
Der Trockenbau ist als alleinige oder mit dem Massivbau kombinierte Bauweise aus der Baupraxis nicht mehr wegzudenken – doch wie nachhaltig ist er wirklich? Mit der geplanten Verknappung des REA-Gips durch den Kohleausstieg und der Kritik am Naturgipsabbau rücken Lehmbauplatten als ökologische Alternative ins Rampenlicht. Was genau sind die Vor- und Nachteile beider Baustoffe und was sollten Energieberater bei der Qual der Wahl zwischen Gipskarton- und Lehmbauplatten bedenken? Claudia Siegele
Flachdächer von Gewerbe- und Industriegebäuden bieten reichlich Platz für PV-Anlagen – doch beim nachträglichen Aufständern auf brennbaren Dachaufbauten lauern Brandrisiken, die bislang kaum standardisiert geprüft werden. Das Forschungsprojekt des AIBau soll hierzu konkrete Erkenntnisse liefern und Aussagen zu brandsicheren Flachdachaufbauten unter PV-Anlagen treffen. Bis dahin müssen Bauherren, Behörden, Planungsbüros und Versicherungen mit teils widersprüchlichen Empfehlungen umgehen – und mit dem Risiko. Géraldine Liebert, Claudia Siegele
Die Energiewende kann nur mit einem Mix verschiedener Technologien gelingen. Und eine davon sollte Solarthermie sein, glaubt Torsten Lütten von der DGS. In Folge 49 des Podcast Gebäudewende, erklärt er, was die Technik so effizient macht, welche Einsparmöglichkeiten sie bietet und wo er gute Zukunfts-Chancen für sie sieht. Markus Strehlitz
Die DIN 18017-3 spielt in der Praxis eine deutlich größere Rolle, als viele Planer vermuten. Der Beitrag zeigt, wie Entlüftungsanlagen normgerecht geplant werden, welche Unterschiede zur DIN 1946-6 bestehen und worauf bei Zuluftführung und Brandschutz zu achten ist. Energieberatende erhalten einen kompakten Überblick und das nötige Wissen, um Lüftungskonzepte fachgerecht und rechtssicher bewerten zu können. Thorsten Fiedel
Der obere Abschluss von rund 1,6 Millionen Wohngebäuden in Deutschland ist als Flachdach ausgeführt. Nach dem Zweiten Weltkrieg etablierte sich diese Bauweise vor allem bei Reihenhäusern und Bungalows. Ähnlich wie das Steildach bestehen viele Flachdächer aus belüfteten Holzbalkenkonstruktionen. Durch das Verfüllen des Belüftungsraums mit Einblasdämmung und das Aufbringen einer zusätzlichen Dämmschicht oberhalb der Dachhaut wird aus dem alten Kaltdach eine moderne, dauerhaft feuchtesichere und energetisch effiziente Konstruktion: das Kombidach. Werner Eicke-Hennig
Energetische Sanierungen sind oft Investitionen mit langfristiger Wirkung: Sie kosten heute Geld, zahlen sich aber über viele Jahre aus. Eigentümerinnen und Eigentümer legen mit einer Sanierung fest, wie sich Kosten, Risiken und der Wert ihrer Immobilie in den kommenden Jahrzehnten entwickeln. Wer dabei aber nur auf die Kosten schaut, übersieht wichtige Fragen: Wie entwickeln sich die Energiepreise? Wie viel Förderung gibt es? Kann ich mein Haus für die Zukunft wappnen und den Wert der Immobilie dadurch sogar erhöhen? Beatrice Kuhn
An der Hochschule Bremen können sich Studierende der Architektur, der Energietechnik und vergleichbarer Fachrichtungen seit dem Wintersemester 2023/2024 zusätzlich für die Energieberatung Wohngebäude qualifizieren. Dies soll helfen, das immer drängendere Nachwuchsproblem der Beraterbranche in den Griff zu bekommen. Die GEB-Redaktion sprach mit Lehrenden sowie mit einer Absolventin über die Inhalte, die Besonderheiten und die Herausforderungen des Wahlmoduls.
Im Juni startet die GEB-Redaktion mit Partnerorganisationen zum zwölften Mal die Sommerumfrage zu aktuellen Themen der Energieberatung. In den vergangenen Monaten ist viel passiert, was die Branche bewegt: Das „technologieoffene“ GModG ersetzt das „Heizungsgesetz“, neue kriegerische Konflikte offenbaren fossile Abhängigkeiten und KI verändert den beruflichen Alltag. Claudia Siegele
Der diesjährige Bundeskongress des Energieberatendenverbandes GIH war keine reine Wohlfühlveranstaltung, trotz der Feier zum 25-jährigen Jubiläum. Mit ein Grund war das nach fast einhelliger Meinung der Anwesenden entkernte und verstümmelte Gebäudeenergiegesetz, jetzt Gebäudemodernisierungsgesetz, das die Regierung im Eiltempo durchbringen will. Dennoch gab es daneben auch Gelegenheit und Anlass, zufrieden zurück und mit Zuversicht nach vorne zu blicken. Alexander Borchert
Seit 1881 ist es in Deutschland 2,6 Grad Celsius wärmer geworden, die Zahl der Hitzetage hat sich fast verdreifacht – doch der Nachweis des sommerlichen Wärmeschutzes basiert noch immer auf veralteten Klimadaten. Gerade Energieberater müssen wissen, dass der bauliche Sonnenschutz vom Komfortthema längst zur zentralen Planungsaufgabe geworden ist, welche Rolle Automation, Nachtlüftung und Verglasung dabei spielen und wo das Regelwerk dringend nachziehen muss. Claudia Siegele
Die Nutzung von Abwärme bietet viel Potenzial. Im Interview erklären Patrick Hoffmann und Anna-Lena Freier, Projektleiter und -leiterin im Kompetenzzentrum Abwärme, wie groß dieses ist, welche Hürden noch im Weg stehen und warum das Thema ein interessantes Betätigungsfeld für Energieberatende sein kann.
Warum kommen die energetischen Sanierungen in Deutschland nicht voran, obwohl die Zahl der Beratungen stark gestiegen ist? Dieser Frage geht die aktuelle Folge des Gebäudewende-Podcasts mit Gesprächspartner Klaus Lambrecht nach. Er spricht dabei unter anderem über psychologische Hürden, politische Rahmenbedingungen und die Komplexität der Projekte. Markus Strehlitz
Künstliche Intelligenz und Cloud Computing eröffnen neue Möglichkeiten in der Gebäudeautomation. Die verschiedenen Gewerke werden künftig miteinander kooperieren, um Energieverbräuche zu optimieren und Lastspitzen abzufangen. Die Systeme agieren zunehmend autonomer, der Mensch soll aber weiter die Kontrolle behalten. Markus Strehlitz
In einem seit einigen Jahren laufenden Projekt hat das an der Hochschule Hamm-Lippstadt beheimatete Institut für Sektorenkopplung in der Energiewirtschaft fossil beheizte Häuser auf ihre Eignung für eine Wärmepumpenheizung hin geprüft, allein mittels Messung der Innen- und Außentemperaturen und der Energieverbräuche. So ließ sich auf niederschwellige Art nachweisen, dass der Wechsel bei der Mehrheit der Gebäude die Heizkosten senken dürfte. Das Verfahren könnte die Wärmewende im Wohngebäudebereich beschleunigen. Andreas Lutters, Jan Lebek, Bettina Nocke
Der Artikel beleuchtet die Diskrepanz zwischen einer normgerechten Heizlastberechnung und realen Verbrauchsdaten. Anhand eines Praxisbeispiels werden alternative Bewertungsansätze und deren Genauigkeit diskutiert. Energieberater:innen erhalten eine wertvolle Orientierung für eine realitätsnahe Dimensionierung von Heizsystemen. Norbert Nadler
Selbstnutzende Hauseigentümer mit einem zu versteuernden Einkommen von maximal 40.000 Euro können einen Bonus in Höhe von 30 Prozent erhalten. Dazu müssen sie jedoch einige Hürden meistern. Dies verhindert häufig den Heizungstausch, lautet die Befürchtung von Experten. Energieberatende sollten die Herausforderungen für ihre Kunden im Blick haben. Eva Kafke
Die Messe Digitalbau war wieder ein Branchentreffpunkt für das digitale Planen, Bauen und Betreiben. Auf fast allen Ständen im Mittelpunkt: natürlich KI. Die wichtigsten Neuerungen, Themen und Trends im Überblick. Marian Behaneck