Die KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg (KEA-BW) meldet für das Jahr 2025 eine Zunahme der Energieberatungen für Wohngebäude. Im vergangenen Jahr nahmen 17.600 Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer eine solche Beratung in Anspruch.
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Dies entspricht fast einer Verdreifachung der Zahlen im Vergleich zu 2015, als 6.200 Beratungen durchgeführt wurden. Lediglich in den Jahren 2021 bis 2024 war die Nachfrage mit 18.500 bis 26.000 Beratungen höher, was auf die damalige Energiekrise zurückzuführen ist.
Die KEA-BW betont die Bedeutung der Zusammenarbeit regionaler Energie- und Klimaschutzagenturen sowie der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg für die flächendeckende Verfügbarkeit qualifizierter Gebäudeenergieberatungen.
Hohe Fördermittelnutzung im Südwesten
Baden-Württemberg nutzt die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) überdurchschnittlich stark. Bezogen auf die Einwohnerzahl liegen sowohl die Bewilligungszahlen als auch die Fördersummen in allen drei Förderbereichen über dem Bundesdurchschnitt.
Besonders bei energetischen Einzelmaßnahmen, wie dem Heizungstausch, ist der Unterschied deutlich: In den Jahren 2023 und 2024 wurden in Baden-Württemberg pro Million Einwohner 16.127 Auszahlungen für Einzelmaßnahmen verzeichnet, während es in den übrigen Bundesländern 11.732 waren. Bei den ausgezahlten Fördersummen ergibt sich ein Wert von 233 Euro pro Einwohner im Südwesten, gegenüber 147 Euro im Bundesvergleich. Für Sanierungen zum Effizienzhaus liegt die Fördermittelnutzung in Baden-Württemberg um 30 Prozent über dem Durchschnitt, bei energetischen Einzelmaßnahmen um 60 Prozent. Diese Zahlen unterstreichen die Sanierungsaktivität und die Relevanz der BEG für die Wärmewende im Land.
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Regionale Unterschiede bei der Fördernutzung
Innerhalb Baden-Württembergs variiert die Nutzung der Fördermittel für Einzelmaßnahmen. Zwischen 2021 und 2024 war die Fördersumme pro Einwohner in den Landkreisen Waldshut und Rottweil am höchsten, gefolgt von Freudenstadt, Calw und dem Hohenlohekreis. In Stadtkreisen wird dieser Programmteil weniger genutzt. Ein Grund hierfür ist die Eigentumsstruktur: In Städten gibt es oft weniger Gebäude im Eigenbesitz der Bewohnenden und mehr Mehrparteienhäuser, was die Umsetzung energetischer Sanierungen erschwert.
Das KEA-BW Dashboard
Alle genannten Zahlen und weitere Fakten zum kommunalen Klimaschutz in Baden-Württemberg veröffentlicht die KEA-BW in einem fortlaufend aktualisierten Online-Dashboard. Dieses Portal bietet Informationen zu kommunalen Klimaschutzstrategien, Energiemanagement, Wärmeversorgungsstrategien und Wärmenetzen.