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GIH fordert Hitzeschutz bei Sanierungen

Adobe Stock / Average

Die Hitzewelle erhöht den Druck auf Gebäude. Der GIH fordert Klimaanpassung bei Sanierungen. Energieberatung soll Hitzeschutz und Effizienz verbinden.

Die anhaltende Hitzewelle mit neuen Temperaturrekorden zeigt, dass der Klimawandel die Anforderungen an Gebäude verändert. Hitze belastet zunehmend Gesundheit und Wohngefühl.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts wurden seit Jahresbeginn bis zum 19. Juli 2026 bereits rund 9.800 hitzebedingte Todesfälle in Deutschland registriert. Der Energieberatendenverband (GIH) fordert deshalb neben dem Klimaschutz verstärkt Maßnahmen zur Klimaanpassung und eine Energieberatung, die beides zusammen denkt.

Energieberatung denkt Klimaschutz mit

Gebäudebegrünung schützt vor Hitze.

BuGG

Gebäudebegrünung schützt vor Hitze.

Die Energieberatung betrachtet jedes Gebäude ganzheitlich und berücksichtigt mehrere Faktoren. Der GIH zählt außenliegenden Sonnenschutz, Verschattung und Begrünung, eine leistungsfähige Dämmung, intelligente Lüftungskonzepte sowie effiziente Kühllösungen, beispielsweise mit reversiblen Wärmepumpen, zu den wirksamen Maßnahmen. In Kombination mit Photovoltaik und Batteriespeicher lassen sich Wohnqualität und Energieeffizienz zusätzlich steigern.

Das Ergebnis sind angenehmere Raumtemperaturen an heißen Tagen, ein gesünderes Raumklima, geringere Energie- und Kühlkosten sowie eine langfristig zukunftssichere Immobilie.

Vorsitzender des GIH-Vorsitzender Stefan Bolln betont: „Die Klimakrise entscheidet sich nicht nur an der Heizungsanlage, sondern zunehmend auch daran, wie gut unsere Gebäude mit Hitze umgehen können. Moderne Energieberatung verbindet Klimaschutz und Klimaanpassung. Sie zeigt individuelle Lösungen auf, damit Gebäude im Winter weniger Energie verbrauchen und im Sommer angenehm kühl bleiben – für mehr Wohnkomfort, Gesundheit und Zukunftssicherheit. Wer heute in eine gute Beratung investiert, schafft die Grundlage für ein Gebäude, das den Herausforderungen der nächsten Jahrzehnte gewachsen ist“.

GIH fordert mehr Tempo bei der Sanierung

Damit die Potenziale einer klimaangepassten Gebäudemodernisierung besser genutzt werden können, braucht es aus Sicht des GIH mehr Tempo bei der energetischen Sanierung – insbesondere im öffentlichen Gebäudebestand. Schulen, Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen sollten dabei eine besondere Priorität erhalten, denn sie müssen auch unter den Klimabedingungen der Zukunft sichere und gesunde Aufenthaltsorte bleiben.

Bolln erläutert: „Die energetische Sanierung ist seit Jahren ein zentrales Element der Klimapolitik. Jetzt kommt es darauf an, sie konsequent umzusetzen und dabei den sommerlichen Wärmeschutz von Anfang an mitzudenken - gerade dort, wo besonders schutzbedürftige Menschen lernen, arbeiten oder versorgt werden“.

Der GIH appelliert an Politik, Kommunen und Gebäudeeigentümer, Klimaanpassung künftig als festen Bestandteil jeder Sanierung mitzudenken.  Quelle: ar / GIH