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Die Bereitschaft kleiner und mittlerer Unternehmen zu energetischen Sanierungen steigt weiter. Besonders gefragt sind Photovoltaik-Anlagen, Stromspeicher und Wärmepumpen – angetrieben von dem Wunsch nach mehr Unabhängigkeit bei der Energieversorgung und sinkenden Energiekosten.
75 % der nach Wirtschaftskraft gewichteten Kleinst- bis mittleren Unternehmen (KMU) besitzen eine selbstgenutzte Immobilie. Davon plant die Hälfte (50 %) mindestens eine energetische Sanierung in den nächsten fünf Jahren. Vor zwei Jahren waren es noch 45 %.
Vor allem mittlere Unternehmen mit 50 bis 249 Beschäftigten sowie Betriebe mit hohem Energieverbrauch sind an energetische Maßnahmen an ihren Gebäuden interessiert. Unternehmen, die von Klimaschutz und Energiewende überzeugt sind, zeigen eine höhere Bereitschaft, in entsprechende Sanierungen zu investieren.
Im Durchschnitt wollen planende KMU rund 130.000 Euro – natürlich stark größenabhängig – in die Sanierung investieren, die zu rund einem Viertel durch Kredite finanziert werden sollen.
Stromgewinnung steht an erster Stelle
Auch im Rückblick auf die letzten fünf Jahre ist eine etwas höhere Sanierungsaktivität bei KMU zu beobachten. Rund ein Fünftel (18 %) aller nach Wirtschaftskraft gewichteten KMU hat in den letzten fünf Jahren mindestens eine energetische Sanierung umgesetzt (2023: 17 %). Am häufigsten wurden Maßnahmen zur Stromgewinnung, also PV-Anlagen (15 %), gefolgt von Wärmedämmungen (10 %) und effizienteren Heizungsanlagen (7 %) durch KMU realisiert. Anlagen zur regenerativen Warmwasseraufbereitung wurden bisher nur selten installiert (2 %).
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Potenzial für Energy Sharing
Von allen Maßnahmen zur Stromgewinnung und -einsparung sind mit 31 % konkreten Planern sehr beliebt bei den KMU mit selbstgenutzter Immobilie. Davon stehen PV-Anlagen (61 %) mit Stromspeicher (50 %) besonders hoch im Kurs. Auch Wallboxen (47 %) in Verbindung mit geplanter Anschaffung von E-Autos sind ebenfalls auf der Agenda der Investitionsplaner im Bereich Stromgewinnung und -einsparung.
Noch etwas seltener im Fokus bei diesen investitionsbereiten Unternehmen stehen Energiemanagement-Systeme (31 %). „Die neuen Chancen durch regionales Energy Sharing werden erst jetzt mit Wirksamkeit ab 1. Juni allmählich greifbar. Mit sinkenden Preisen für Stromspeicher und passenden Räumlichkeiten können viele Unternehmen nun auch im Zusammenschluss mit benachbarten Unternehmen ihre Stromversorgung optimieren“, gibt Dr. Oliver Gaedeke, Gründer und Geschäftsführer von Sirius Campus, zu bedenken.
Wärmepumpen sind gefragter denn je
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18 % der KMU planen konkret eine effizientere Heizung für selbstgenutzte Immobilien. Davon ziehen inzwischen 85 % eine Wärmepumpe oder andere förderfähige Technologien auf Basis regenerativer Energieträger in Betracht. Vor vier Jahren lag diese Quote noch auf 33 %. „Auffallend sind die breit gestreuten Präferenzen für unterschiedliche Technologien. Das spricht für ein intensives Informationsverhalten und einen elaborierten Entscheidungsprozess. In solchen Märkten gewinnen Herstellermarken und ihre spezifischen Vorteilspositionierungen an Bedeutung“, erläutert Dr. Oliver Gaedeke.
Das sind die Ergebnisse der Sirius Campus Marktuntersuchung „Monitor zur Energiewende 2025 bei kleinen und mittleren Unternehmen“, mit 574 Interviews. Die wertschöpfungsrepräsentative KMU-Stichprobe wurde unter (Mit-)Entscheidern zu Investitionen für Instandhaltung, Kauf oder Neubau in KMU im September 2025 erhoben.
Quelle: Sirius Campus / ml