Am 11. Juni hat die Deutsche Allianz Klimawandel und Gesundheit (www.klimawandel-gesundheit.de) den Hitzeaktionstag veranstaltet, um Bevölkerung und Politik für die Gefahren zu sensibilisieren, die der menschengemachte Klimawandel mit sich bringt. „Hitze ist das größte durch die Klimakrise bedingte Gesundheitsrisiko in Deutschland. Hitzewellen werden in Zukunft häufiger, intensiver und halten länger an“, schreibt die Allianz. Die Klimawissenschaft prognostiziert tatsächlich eine weiter steigende Zahl heißer Tage mit Temperaturen von über 30 Grad (Abb. 1). Das Robert-Koch-Institut erkennt einen klaren Zusammenhang zwischen extrem hohen Temperaturen und erhöhten Sterberaten. Zuletzt ist dies 2018 und 2019 erschreckend deutlich geworden, als man 8.500 beziehungsweise 7.000 hitzebedingte Sterbefälle verzeichnete [1].
Nachweis der Mindestanforderungen
Der Bund Deutscher Baumeister, Architekten und Ingenieure sieht weder unsere Infrastruktur noch unsere Gebäude ausreichend auf die Klimakrise vorbereitet [2]. Wenig verwunderlich: Baulicher Hitzeschutz beziehungsweise sommerlicher Wärmeschutz wurde erst 2007 ordnungsrechtlich in der damaligen Energieeinsaprverordnung verankert [3]. Im noch geltenden Gebäudeenergiegesetz wird er in § 14 mit Verweis auf die DIN 4108-2:2013-03 angesprochen. Im Gebäudemodernisierungsgesetz wird auf die nunmehr neue Ausgabe der DIN 4108-2 verwiesen.
Sie fordert wie die Vorversion den Nachweis des sommerlichen Wärmeschutzes und stellt dazu zwei Verfahren zur Auswahl: ein einfaches Rechenverfahren und die softwaregestützte Simulation. Zum ersteren, dem Sonneneintrags-Kennwertverfahren, bemerkten die Fachbuchautoren Kai Schild und Wolfgang M. Willems 2022, dass es in erster ...
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DIN reicht für Hitzeschutz nicht aus
Klimaresilient über die Norm hinaus
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