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DGNB: Geschäftsstelle umgebaut, ausgebaut, erweitert

Nach mehreren Monaten des Umbauens bei laufendem Betrieb ist am 18. Mai die erneuerte und erweiterte Geschäftsstelle der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) in Stuttgart eingeweiht worden.

Wobei man das mit dem Erneuern bei einer Organisation, die sich die Nachhaltigkeit auf die Fahnen geschrieben hat, so eine Sache ist. Während der Führung durch die Räumlichkeiten, die die DGNB angemietet hat, hob Pressesprecher Felix Jansen hervor, dass bei dem Projekt der Kreislaufgedanke im Vordergrund stand – wie schon beim Einzug, als man die Möbel des Vormieters zum Teil übernahm. Das solle auch als Botschaft rüberkommen, die Patchwork-Optik sie gewollt.

Bauteile aus älteren Objekten   

Umbau und Erweiterung im Bestand mussten erfolgen, weil die DGNB seit ihrem Einzug in das Gebäude Tübinger Str. 43 im Jahre 2014 enorm gewachsen ist. Als sich vor einiger Zeit die Gelegenheit bot, Fläche hinzuzumieten, nahm man das als Anlass, aus rund 1.300 gute 1.700 Quadratmeter zu machen und diese nach den eigenen Kriterien neu zu gestalten. Dabei eben nicht den konventionellen Handel für Baustoffe, Bauteile und Büroeinrichtungen glücklich zu machen, sondern viel vom Bestehenden, vom bereits Vorhandenen zu nutzen. Wo man eine Ausnahme machen musste, bediente man sich bei DGNB-Mitgliedern. Die lieferten etwa emissionsarme, wohngesunde Silikatfarben oder Bodenbeläge aus nachwachsenden Rohstoffen, flüssig einzubringen, daher fugenlos und darüber hinaus nach Angaben des Herstellers nicht nur CO2-neutral, sondern CO2-negativ. Ein Unternehmen mit Sitz in Bayern lieferte bereits einmal verwendete Trennwandsysteme aus einem Objekt in München (mit Rücknahmegarantie), ein anderes Möbel aus Spanplatten, für die laut dem Unternehmen ausschließlich recyceltes Altholz zum Einsatz kam, „kein Baum sterben musste“.

Mit einem wertschätzenden Grußwort dabei war unter anderem Ministerialdirigentin Dr. Natalia Jaeckel vom Staatsministerium Baden-Württemberg.

DGNB

Mit einem wertschätzenden Grußwort dabei war unter anderem Ministerialdirigentin Dr. Natalia Jaeckel vom Staatsministerium Baden-Württemberg.

Konzept der Kreislauffähigkeit erfordert eine neue Sichtweise auf Gebautes  

Schon in der Begrüßung hob DGNB-Präsident Prof. Amandus Samsøe Sattler hervor, dass konsequent nachhaltiges Bauen auch bedeute, sich an eine andere Sichtweise auf Gebautes zu gewöhnen: „Wir müssen Gebrauchtes akzeptieren!“ Ministerialdirigentin Natalia Jaekel vom Staatsministerium Baden-Württemberg, Vertreterin der Landesregierung, würdigte die DGNB als „Botschafterin einer Bauwende, die wir heute dringender brauchen als je … “. Jaekel lobte die lange Kooperation zwischen der Landesregierung und der DGNB und erwähnte, dass im neuen Koalitionsvertrag das nachhaltige Bauen verankert sei. Jan Kohlmeyer, Leiter der Abteilung Klimaschutz bei der Stadt Stuttgart, ging auf das Konzept der Kreislauffähigkeit, auf die Kreislaufwirtschaftsstrategie der Landeshauptstadt ein, in der ja gerade nicht alles neu sein müsse. Angesichts der auf die Kommunen zukommenden Klimaextreme sei nachhaltiges Bauen „kein Luxus, sondern eine Lebensnotwendigkeit“.        

In Führungen durch die rund 1.700 Quadratmeter erfuhren die Gäste, wie der Verein bei Material- und Umbaufragen Nachhaltigkeitsthemen mit einbezog.

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In Führungen durch die rund 1.700 Quadratmeter erfuhren die Gäste, wie der Verein bei Material- und Umbaufragen Nachhaltigkeitsthemen mit einbezog.

DGNB-Geschäftsführer Markus Kelzenberg stellte anschließend das Konzept des Projektes vor, bei dem man untern anderem gerne auch die Grenzen der Wieder- und Weiterverwendung zur Sprache kamen, am Beispiel der Brandschutztüren. Die alten seien in einer neuen Einbausituation schlicht nicht genehmigungsfähig gewesen, wären bei entsprechender Anpassung doppelt so teuer ausgefallen (ein Problem, das die Fenster- und Türenbranche schon länger beschäftigt). Hier könne man auf Seiten der Politik sicher noch nachbessern. Quelle: DGNB / ab