2025 wurde in Deutschland der Bau von 238.500 Wohnungen genehmigt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen mitteilt, waren das 10,8 Prozent mehr als im Jahr zuvor, als die Zahl genehmigter Wohnungen auf den niedrigsten Stand seit 2010 gesunken war. Damit stieg die Zahl der Baugenehmigungen für Wohnungen im Jahr 2025 erstmals seit 2021 wieder an. Die Zahl der genehmigten Wohnungen im Neubau stieg um 12,6 Prozent, die Zahl genehmigter Wohnungen in umgebauten Gebäuden dagegen nur um 2,7 Prozent. Die gemeldeten Baugenehmigungen gelten als wichtiger Frühindikator für die zukünftige Bauaktivität.
Aufwärtstrend bei Ein- und Mehrfamilienhäusern zu verzeichnen
Dabei entwickelten sich die einzelnen Gebäudearten unterschiedlich. So stieg die Zahl der Baugenehmigungen für neue Einfamilienhäuser im Vorjahresvergleich deutlich um 17,2 Prozent auf 44.500. Dieser Anstieg gegenüber dem Vorjahresniveau erstreckte sich über das gesamte Jahr 2025. Bei den neu genehmigten Zweifamilienhäusern blieb die Zahl mit 12.600 dagegen mehr oder weniger auf dem niedrigen Niveau des Vorjahres (minus 1,1 Prozent). Zusammen machten die im Allgemeinen von Privatpersonen errichteten Ein- und Zweifamilienhäuser 28,8 Prozent der im Jahr 2025 genehmigten Neubauwohnungen aus.
In neuen Mehrfamilienhäusern, der zahlenmäßig stärksten und vorrangig von Unternehmen errichteten Gebäudeart, genehmigten die Bauaufsichtsbehörden 128.100 Wohnungen (plus 12,1 Prozent). Sie machen 64,6 Prozent aller im Jahr 2025 in Deutschland genehmigten Neubauwohnungen aus. Dieser Anstieg bei den Mehrfamilienhäusern zeigte sich ab der zweiten Jahreshälfte. Weiterhin stieg die Zahl der genehmigten Wohnungen in neuen Wohnheimen im Jahr 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 34,2 Prozent auf 9.100.
In neuen Nichtwohngebäuden wurden im Jahr 2025 insgesamt 3.900 Wohnungen genehmigt (plus 10,3 Prozent. Hierunter fallen zum Beispiel Hausmeisterwohnungen in Schulgebäuden oder Wohnungen in Innenstadtlagen über Gewerbeflächen. Als Umbaumaßnahme in bestehenden Wohn- und Nichtwohngebäuden wurden 40.400 Wohnungen genehmigt (plus 2,7 Prozent).
Öffentliche Hand lässt nach
Rund 95 Prozent der insgesamt 198.100 erteilten Genehmigungen für Neubauwohnungen im Jahr 2025 entfielen auf Unternehmen und Privatpersonen. Entsprechend prägen diese beiden Bauherrengruppen die Gesamtentwicklung. Unternehmen traten bei 14,6 Prozent der Baugenehmigungen für Neubauwohnungen als Bauherren auf. Auf Privatpersonen entfielen 14,9 Prozent. Die Zahl der Baugenehmigungen für Wohnungen im Neubau, die auf Bauanträge der öffentlichen Hand zurückgehen, sank dagegen um 23,2 Prozent auf 6.900.
Weniger umbauter Raum bei Nichtwohngebäuden
Bei Nichtwohngebäuden waren die neuen Bauvorhaben im Jahr 2025 rückläufig. Wichtige Gebäudearten sind zum Beispiel Fabrikgebäude und Lagerhallen, Büro- und Verwaltungsgebäude oder landwirtschaftliche Betriebsgebäude. Der zentrale Indikator zur Messung der Bauaktivität bei Nichtwohngebäuden ist der umbaute Raum. Dieser verringerte sich bei den im Jahr 2025 genehmigten Nichtwohngebäuden gegenüber 2024 um 5,2 Prozent auf 183,1 Millionen Kubikmeter. Das war der niedrigste Wert seit 2014. Dabei verringerte sich der umbaute Raum bei Warenlagergebäuden im Vorjahresvergleich um 17,1 Prozent, bei Fabrik- und Werkstattgebäuden um 13 Prozent und bei Anstaltsgebäuden, zum Beispiel Krankenhäuser oder Alten- und Pflegeheime, um 37,8 Prozent. Demgegenüber vergrößerte sich der umbaute Raum bei Handelsgebäuden um 24,9 Prozent und bei Landwirtschaftlichen Betriebsgebäuden um 11,8 Prozent. Quelle: Destatis / jb