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Praxisbericht

Digitale Zwillinge ­helfen bei der Wärmeplanung

Kommunen, die ihre Wärmeversorgung klimaneutral ausrichten wollen, stehen vor großen Herausforderungen: Sie müssen Gas- und Fernwärmenetze bewerten, künftige Energiebedarfe einschätzen und passende Lösungen für eine CO2-freie Energieversorgung entwickeln. In der Praxis fehlt dabei oft der Überblick. Digitale Zwillinge eröffnen Kommunen neue Möglichkeiten, ihre Wärmeplanung datenbasiert und strategisch zu gestalten. Sie bündeln räumliche, technische und organisatorische Informationen, um Energiebedarfe zu analysieren, bestehende Versorgungsnetze sichtbar zu machen und CO₂-freie Lösungen zu entwickeln. Besonders in den frühen Planungsphasen helfen sie, Bestandsdaten und Potenziale zu bewerten und Zielszenarien zu entwickeln. Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung hat den Praxisbericht Urbane digitale Zwillinge in der kommunalen Wärmeplanung veröffentlicht. Die Handlungshilfe kombiniert eine Untersuchung von 189 Kommunen mit Fallstudien und zeigt, wie digitale Zwillinge schrittweise eingeführt werden können. Neben technischen Aspekten wie Visualisierung und Simulation beleuchtet sie die Bedeutung von Datenhoheit und institutioneller Verankerung, damit die Werkzeuge langfristig handhabbar bleiben. Die Publikation richtet sich an Fachleute aus Verwaltung und Planung und enthält konkrete Empfehlungen zur Sicherung von Schnittstellen und Datenrechten sowie zur Kooperation mit externen Dienstleistern. Die Handlungshilfe ist kostenfrei erhältlich. ar