In Anbetracht der dringend notwendigen flächendeckenden energetischen Sanierung von Bestandsgebäuden und weiter steigender Energiepreisen nimmt der Bedarf an qualifizierter Energieberatung deutlich zu. Die bietet einen hohen Mehrwert für Kundinnen und Kunden. Vor diesem Hintergrund bauen die Fachgemeinschaft für effiziente Energieanwendung (HEA) und das Deutsche Energieberater-Netzwerk (DEN) ihre Zusammenarbeit weiter aus. Ziel ist es, die Qualität und Sichtbarkeit qualifizierter Energieberatung weiter zu stärken und gemeinsam Impulse für eine erfolgreiche Energiewende im Gebäudesektor zu setzen.
Als laut eigener Aussage bundesweit einziges Netzwerk für unabhängige Energieberater:innen bringt das DEN nicht nur umfassende Praxiserfahrung in die Kooperation ein, sondern auch eine ganzheitliche Perspektive auf Gebäude: von der Gebäudehülle über die Anlagentechnik bis hin zu Nutzerverhalten und Wirtschaftlichkeit. Die HEA wiederum engagiert sich seit vielen Jahren für energieeffiziente Anwendungen im Gebäudebereich und bietet unter anderem praxisnahe Fachinformationen sowie Weiterbildungsangebote an.
Bereits heute profitieren beide Organisationen von einem engen fachlichen Austausch: So stellt die HEA kostenfreie Fortbildungsveranstaltungen bereit, die vom DEN aktiv in die Mitgliedschaft kommuniziert werden. Gleichzeitig bringen Expertinnen und Experten des DEN regelmäßig ihre Perspektive in HEA-Veranstaltungen ein und sorgen dort für einen praxisnahen wie ganzheitlichen Blick auf die Herausforderungen von Bauherren und Sanierenden.
HEA-Forum: „Ist das effizient oder kann das weg?“
Ein erstes sichtbares Beispiel der vertieften Kooperation ist die Beteiligung des DEN am HEA-Forum im Rahmen der Berliner Energietage am 5. Mai 2026: „Ist das effizient oder kann das weg? Günstig bauen – teuer wohnen“. In der von der HEA ausgerichteten Präsenzveranstaltung bringen mehrere Expertinnen und Experten aus Politik und Praxis ihre Perspektiven ein. Auch das DEN beteiligt sich mit einem fachlichen Impuls sowie an der Diskussion zu aktuellen politischen Entwicklungen, kosteneffizientem und zukunftssicherem Bauen und Sanieren (kostenfreie Anmeldung hier).
„Der Austausch mit dem Deutschen Energieberaternetzwerk ist für die HEA ein wichtiger Praxischeck. Nur wer die Lösungen und Herausforderungen vor Ort versteht, kann wirksame Empfehlungen für mehr Energieeffizienz im Gebäudesektor erarbeiten. Dafür ist für uns die Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen zentral“, erklärt Dr. Jan Strobel, Geschäftsführer der HEA.
Auch das DEN sieht in der Kooperation einen wichtigen Schritt: „Die Zusammenarbeit mit der HEA ermöglicht es uns, unsere Expertise noch gezielter in fachliche Diskussionen einzubringen. Gemeinsam können wir die Bedeutung qualifizierter Energieberatung stärker herausstellen und weiterentwickeln“, betont Jutta Maria Betz, Vorstandsvorsitzende des DEN.
Angesichts steigender Anforderungen im Gebäudesektor kommt qualifizierter Energieberatung eine Schlüsselrolle zu – insbesondere bei der Umsetzung der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) und der Erstellung individueller Sanierungsfahrpläne. Gleichzeitig fehlt bislang ein geschütztes Berufsbild, das die Qualität der Beratung sicherstellt, jungen Menschen einen direkten Einstieg in die Branche ermöglicht und so langfristig das Vertrauen in die Energie- und Wärmewende stärkt. Deswegen setzen HEA und DEN sich gemeinsam für ein Berufsbild ein, um die Bedeutung hochwertiger, unabhängiger Energieberatung in den Fokus zu rücken und Qualitätsstandards weiter zu schärfen. Quelle: HEA / DEN / ab