Dossier

Gebäude- und Energiekonzepte

Das energetische Konzept ist ein zentraler Baustein im Planungsprozess, das es im Neubau wie im Sanierungsfall sorgsam umzusetzen gilt. Gute Architektur entsteht in dem Zusammenhang nur, wenn Planer und Ausführende das Projekt als Ganzes im Auge behalten. In diesem Dossier finden Sie Beispiele verschiedener Gebäudekonzepte und deren Herausforderung in der Praxis.

GEB 09-2018

Solarthermie und Strom „en bloc“

Solarthermie-Demonstrationsprojekt mit BHKW Mitten in Freiburg wurde für ein denkmalgeschütztes Gebäudeensemble aus der Gründerzeit ein außergewöhnliches Heizkonzept umgesetzt: Ein Mikrowärmenetz, das sowohl von einer großen Solarthermieanlage gespeist wird als auch von einem BHKW, das zugleich Mieterstrom erzeugt. Initiiert hat das Demonstrationsprojekt die Stadt Freiburg im Rahmen der Solarthermie-Initiative mit dem Ziel, das Potenzial der Solarwärme im Mehrgeschosswohnungsbau zu fördern. Claudia Siegele

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GEB 07-2018

Von der Ikone zum Pionier

Sanierung der Uhlandschule in Stuttgart auf Plusenergiestandard  Im Stuttgarter Stadtteil Rot nahmen Schüler und Lehrer dreieinhalb Jahre lang Schulunterricht in Containerbauten in Kauf, bis sie nach umfassender Sanierung wieder in ihre Grund- und Werkrealschule einziehen konnten. Die verkannte Stilikone aus der Nachkriegszeit hat sich nicht nur optisch und hinsichtlich Komfort grundlegend verändert – auch die Effizienz und die regenerative Energieerzeugung im und am Gebäude zeugen von der Ausrichtung in die überfällige Zeit der Energiewende. Ein gewisser Stolz ist beim Bauherrn und den Baubeteiligten unverkennbar, denn die Uhlandschule ist ein Plusenergie-Vorzeigeprojekt und belegt, welches energetische und qualitative Potenzial unsere Bildungsstätten haben. Claudia Siegele

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1 In Ischgl baute die Lebensmittelkette MPREIS auf 1400 m Seehöhe eine neue Filiale im Passivhaus-Standard, die nicht nur energetisch, sondern auch wirtschaftlich die konventionell gebauten Märkte übertrumpft.

GEB 07-2018

Abwärme im Sonderangebot

Wirtschaftlichkeit von Passivhaus-Supermärkten Die Abwärme von Kühlregalen im Supermarkt genügt, um die Heizung zu ersetzen und damit die Verkaufsräume angenehm zu temperieren. Dass derartige Konzepte unterm Strich wirtschaftlich sind, lebt die österreichische Lebensmittelkette MPREIS seit Jahren vor und macht rundum gute Erfahrungen in der betrieblichen Bilanz. Am Beispiel einer Filiale in Ischgl wird deutlich, dass derartige Konzepte auch an Orten mit langen kalten Wintern funktionieren und gegenüber konventionellen Lösungen mit halbiertem Energiebedarf auskommen. Laszlo Lepp

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GEB 07-2018

Grüner Strom schlägt schwarzes Gold

Prognose für elektrisch versorgte Gebäude im Energiewende-Deutschland  Man mag es nicht glauben, aber aktuell wird in Deutschland in den Wintermonaten mehr erneuerbarer Strom erzeugt als im Sommer. Somit steht schon heute, aber vor allem in Zukunft, erneuerbare Energie vor allem in Form von elektrischer Energie zur Verfügung. Höchste Effizienz in Neubau und Sanierung, der Austausch fossiler Heizanlagen durch Wärmepumpen und der konsequente Ausbau der E-Mobilität sind Grundlage und erfordern zugleich die 100-prozentige erneuerbare Stromversorgung, die wir etwa drei Jahre später als im hier beschriebenen Referenzszenario erreichen können. Benjamin Krick

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GEB 07-2018

Yes we can!

Das Passivhaus – der Gebäudestandard der Zukunft  Seitdem Wolfgang Feist in Darmstadt-Kranichstein hierzulande das erste Passivhaus projektierte, sind fast drei Jahrzehnte vergangen, während derer dieser hocheffiziente Standard den Praxistest bestand und sogar zum Exportschlager wurde. Die damit verbundene Bauweise und Technologie vermögen die Balance zwischen Effizienz und Umstieg auf erneuerbare Energiequellen zu wahren, um die politisch gewollte und ökologisch notwendige Klimaneutralität bis 2050 im Gebäudebereich zu erreichen. Wenn wir das Übereinkommen der Weltklimakonferenz in Paris ernst nehmen, wird das „nearly zero energy building“ (nZEB) gemäß EU-Gebäudeeffizienzrichtlinie (EPBD) in etwa den Passivhaus-Standard aufweisen müssen. Burkhard Schulze Darup

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GEB 03-2018

„MyZeil“-2050

Aktiv-Stadthaus im Bestand In Frankfurt-Riederwald zeigt die Sanierung einer Zeilenbebauung aus den Nachkriegsjahren, dass auch diese Sparbauten das Potenzial für ein Effizienzhaus-Plus-Gebäude haben. Das durchdachte Nur-Strom-Haus-Konzept mit bivalenter Wärmepumpenkombination, Abluftanlage und PV wurde beim Ideenwettbewerb „EnEff.Gebäude.2050“ vom BMWi prämiert, weil das beispielhafte und wirtschaftliche Konzept sich auf viele andere Gebäude dieses Typs übertragen lässt, ohne dass deren stadtbild- und quartiersprägende Architektur verloren geht. Claudia Siegele

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GEB 10-2017

Lässt sich Einfach besser anwenden?

Lowtech-Bewertung, Teil 2: Anwendung Nachdem im ersten Teil des Beitrags das Bewertungssystem vorgestellt wurde, sollen nun zwei Praxisbeispiele aufzeigen, wie man damit zur erfolgreichen Lowtech-Lösung bei der Planung kommt. Die Ergebnisse machen deutlich, dass es unabdingbar ist, sämtliche Lowtech-Aspekte auf die verschiedenen Anwendungsgebiete hin zu überprüfen, damit ein Gebäude am Ende tatsächlich so funktioniert, wie es die Lowtech-Überlegungen vorgeben. Jürgen Veit

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GEB 07-2017

Unscheinbarer Leuchtturm

Deutschlands erste Effizienzhaus Plus-Siedlung In einem kleinen Neubaugebiet in Friedberg-Hügelshart nahe Augsburg wagten zwei Projektträger das Experiment, preislich marktfähige Einfamilien- und Doppelhäuser im Effizienzhaus Plus-Standard zu bauen. Daneben war es ihnen wichtig, zu zeigen, dass es dazu keine ausgefallenen Entwürfe braucht, sondern dass sich Energieeffizienz und Alltagsarchitektur gut vertragen. Claudia Siegele

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1 Das Schwimmbad des Hotels Edelweiß im österreichischen Wagrain ist im Passivhausstandard konzipiert und ausgeführt.

GEB 07-2017

Passivschwimmer

Energieeffizienzkonzepte für Schwimmbäder Nicht nur im Sommer lockt Groß und Klein das kühle Nass, auch in der kalten Jahreszeit zählen Schwimmen und Saunieren zu den beliebtesten Freizeitbeschäftigungen. Viele Hotels setzen daher zunehmend auf Wellness, und werben mit großen und kleinen Schwimmbecken nebst Spa-Bereich um Gäste. Der Energiebedarf in solchen Spaßtempeln ist entsprechend hoch – ein Forschungsprojekt in Österreich hat sich der Frage gewidmet, wie sich die energetischen Einsparpotenziale bei Schwimmbädern heben lassen. Herwig Ronacher

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GEB 07-2017

Den richtigen Schalter umlegen

Inbetriebnahme und Betriebsoptimierung energieeffizienter Gebäude Wenn heute ein Gebäude mit der symbolischen Schlüsselübergabe zur Nutzung freigegeben wird, mag der Bauprozess abgeschlossen sein, jedoch beginnt erst dann die Bewährungszeit für die technische Gebäudeausstattung: Bis alle Komponenten reibungslos miteinander kommunizieren und soweit eingeregelt sind, dass die Praxis mit der Planung übereinstimmt, braucht es eine sorgfältige Inbetriebnahme nebst ausführlicher Einweisung der Bewohner bzw. des Hausmeisters oder Facility Managers. Das PHPP ist dafür ein hilfreiches Werkzeug. Søren Peper, Tanja Schulz, Wolfgang Hasper, Dr. Oliver Ottinger

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GEB 07-2017

Zwei Schritte vor, einer zurück

Hürden beim Etablieren energieeffizienter gebäude Seit dem Bau der ersten Passivhäuser in Darmstadt-Kranichstein haben sich die energieeffizienten Gebäudekonzepte stetig weiterentwickelt. Die angepeilten Ziele wurden bislang fast alle erreicht, wenn auch noch nicht in der ersehnten Breite, gerade in der Sanierung. Politik, Industrie und Verbände ringen um Konsens; Baukosten, Vorschriften und Brandschutz wirken als Hürden. Claudia Siegele

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GEB 02-2017

17 und 4

Umbau und Modernisierung eines 50er-Jahre-Wohnhauses Wo vormals zwei ältere Damen auf zwei Etagen jeweils 140 m2 bewohnten und das Erdgeschoss einen leer stehenden Getränke-Abholmarkt beherbergte, sorgen heute vier Familien mit ihren neun Kindern für ein lebhaftes Miteinander. Als GbR kauften die Familien das dreigeschossige Gebäude aus den 1950er-Jahren und bauten es gemeinschaftlich zu einem KfW-55-Effizienzhaus um. Die komplexe Planungs- und Bauphase erforderte einen intensiven Kommunikationsprozess zwischen den Beteiligten, der die Nachbarschaftsgemeinschaft zusammenschweißte und am Ende nahezu ein Nullenergiehaus hervorbrachte. Claudia Siegele

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GEB 11-2016

Abseits vom „Schema F“

Ideen für Quartierskonzepte Stadtplaner und Versorgungsingenieure befassen sich seit der Elektrifizierung der Städte mit der Frage, wie Strom und Wärme sinnvoll zu erzeugen und an die Endverbraucher zu liefern sind – und nach der ersten Ölkrise kam die Minderung des Verbrauchs hinzu. Auf der anderen Seite beschäftigen sich Planer und Energieberater mit der energetischen Bewertung und Optimierung von Gebäuden. Sinnvollerweise werden beide Aspekte miteinander verwoben. Ideen zur strukturierten Erstellung eines Quartierskonzeptes mit überschaubarem Aufwand zeigt die in diesem Beitrag ausgeführte Beispielliegenschaft. Rüdiger Becker, Kati Jagnow, Dieter Wolff

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GEB 11-2016

Am runden Tisch

Energetisches Sanierungsmanagement Der Schweriner Stadtteil Neu Zippendorf ist eines von 63 Pilotprojekten, das im Rahmen des KfW-Programms „Energetische Stadtsanierung“ im Zuge einer Stadtteilerneuerung auch die Energiethematik ins Visier nimmt. Für die Teilnahme an dem Förderprogramm definierte die Stadt Schwerin den geforderten Sanierungsmanager als Team aus Geografen, Stadtplanern und einer Journalistin. Die Kooperationspartner einigten sich für die dreijährige Laufzeit auf fünf Projekte, aus denen wichtige Erfahrungen gesammelt wurden, die für künftige Projekte richtungweisend sind, um Stadtumbau und Energieeffizienz besser zu verzahnen. Claudia Siegele

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GEB 07-2016

Hausmaschine statt Maschinenhaus

Modellfabrik zeigt energetische PotenZiale aus Prozessketten auf Auf dem Campus der Technischen Universität Darmstadt ist mit der ETA-Fabrik ein Modellprojekt entstanden, das der Idee folgt, die energetische Betrachtung in einer Produktion nicht auf die Prozesskette zu begrenzen, sondern das Produktionsgebäude als „Maschine um die Maschine“ zu betrachten. Das Team aus Ingenieuren und Architekten ging unter anderem der Frage nach, wie sich die Abwärme in einem Produktionsgebäude nutzen und auf verschiedenen Temperaturniveaus speichern lässt. Klaus Siegele

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GEB 07-2016

Gemischtes Doppel

Sanierung zweier Zeilenbauten zum Effizienzhaus Plus-Standard Ausgehend von einem Wettbewerb zeigt ein Modellvorhaben an zwei nahezu identischen Wohnzeilen aus den 1930er-Jahren in Neu-Ulm, dass Altbauten auf ganz unterschiedliche Art und Weise in den Effizienzhaus Plus-Standard überführt werden können. Sowohl die energetischen Konzepte als auch der Umgang mit der Bausubstanz erfolgten grundverschieden, und doch gelang es beiden Preisträgern, durch gut gedämmte Hüllen und PV-Strom einen jährlichen Energieüberschuss zu prognostizieren. Die nun beginnende Monitoringphase wird in den nächsten zwei Jahren zeigen, inwieweit sich Theorie und Praxis decken. Klaus Siegele

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GEB 07-2016

Eine Frage der Akzeptanz

Konzepte für das energieeffiziente Bauen Seit den frühen Niedrigenergiehäusern, Ökosiedlungen und mit der Etablierung der Passivhausbauweise hat sich das Bewusstsein um die energie- und ressourcenschonende Bauweise immer mehr festgesetzt. Mit dem Aus für die Kernenergie bekamen regenerative Energieträger den entscheidenden Schub, was die Konzeption der Gebäude in Architektur und Technik spürbar veränderte. Im Eifer des Gefechts um die effizienteste Lösung wird jedoch häufig die wichtigste Komponente unterschätzt oder übersehen: der wohnende Mensch. Klaus Siegele

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GEB 06-2016

Runde Sache mit fünf Ecken

Energieeffizienz-Zentrum Blauhaus  Mit seinem Verwaltungsneubau hat sich der regionale Energieversorger NEW eindeutig in Sachen Klimaschutz und Energiewende positioniert. Das Null-Emissionsgebäude im Passivhausstandard erzeugt seinen jährlichen Strombedarf selbst und spart so pro Jahr rund 110 t CO2 ein. Seinen Namen bezieht das Gebäude von der bläulich schimmernden PV-Fassade, die ebenso Aufsehen erregt wie der Showroom im Keller mit Wärmepumpe, Eisspeicher, BHKW und Adsorptionskältemaschine. Klaus Siegele

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1 Das Forschungsprojekt unter der Federführung des Instituts für Solarenergieforschung in Hameln (IFSH) untersuchte alternative Speichermöglichkeiten für die solaren Erträge von Sonnenhäusern. Ausgehend von Simulationsberechnungen mit TRNSYS mündete die Theorie in einem Experimentalbau, den die HELMA Eigenheimbau AG auf einem Grundstück in Hannover errichtet hat.

GEB 06-2016

Wärmende Decken

Sonnenhaus mit Bauteilaktivierung Das verborgene Markenzeichen von Sonnenhäusern ist der große Pufferspeicher, in dem der solare Ertrag aus den Kollektoren gespeichert wird. Spezialisten am Institut für Solarenergieforschung in Hameln suchten nach Alternativen, indem sie das Speichervolumen des Tanks verkleinerten und dafür massive Bauteile des Gebäudes als Wärmesenke heranzogen. Ein zusammenfassender Vergleich eines konventionellen Konzeptes mit einer ungewöhnlichen Idee, die von der Simulation bis ins gebaute Ergebnis eine marktfähige Lösung hervorbrachte. Klaus Siegele

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GEB 04-2016

Die Kaaba von Lustenau

Ein Bürohaus (fast) ohne Technik – geht das? Als die Vorarlberger Vorzeige-Architekten Baumschlager Eberle vor zwei Jahren in Lustenau ihr selbst konzipiertes Bürogebäude bezogen, ging ein Raunen durch die Branche: Kann man ein Bürohaus bauen und darin ganzjährig in behaglichem Klima arbeiten, das ohne die drei zentralen technischen Bausteine Heizung, Lüftung und Kühlung auskommt? Nach zwei Jahren Betriebserfahrung lässt sich nun eine erste (positive) Bilanz ziehen.  Matthias Hüttmann, Klaus Siegele

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GEB 04-2016

Effiziente Visitenkarte

Nichtwohngebäude in Holzmassivbauweise  Die neue Werkhalle einer Firma für Werbetechnik und Beschriftungen fällt nicht allein wegen ihrer soliden Architektur aus dem Rahmen des Üblichen, was man in deutschen Gewerbegebieten so antrifft: Mit PV-Anlage, Röhrenkollektoren, Sole-Wärmepumpe, Lüftungsanlage und Erdkollektor versteckt sich hinter der mit Lärchenholz und Wellblech bekleideten Fassade ein durchdachtes energetisches Konzept. Der wärmebrückenoptimierte Nichtwohnungsbau erreicht den KfW-55-Standard und versteht sich als erfrischender Gegenpol zu den vielen gesichtslosen Hallenbauten in Sandwichbauweise mit Infrarotheizungsstrahlern an der Decke. Klaus Siegele

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GEB 02-2016

Residieren im Hofstaat

Sanierung der Hohenzollern-Höfe in Ludwigshafen In dem Ludwigshafener Stadtteil Friesenheim entstanden ab 1923 die Hohenzollern-Höfe, eine Blockrandbebauung mit neobarocker und denkmalgeschützter Fassade. Die dreigeschossigen Massivbauten hatte die Badische Anilin- und Soda-Fabrik (BASF) für ihre Mitarbeiter errichtet. Nach eine r umfassenden Sanierung bietet die BASF Wohnen + Bauen GmbH unterschiedlich große, barrierefreie Wohnungen in dem Gebäudeensemble an, das die KfW-Effizienzhausklasse 100 im Denkmal deutlich unterschreitet. Klaus Siegele

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1 Lageplan, Maßstab 1:2500

GEB 09-2015

Der Beelitzer Patient

Historischer Gutshof wird zum Effizienzhaus Plus In dem beschaulichen Beelitz, unweit vor den Toren Berlins, haben ein ambitioniertes Team aus Baufamilie, Planungsbüro und Handwerkern den Wohntrakt eines fast 150 Jahre alten Gutshofes mit Unterstützung von dena und KfW in ein Plusenergiehaus verwandelt. Auf der Basis einer detaillierten Gebäudeanalyse wurde ein Konzept erarbeitet, das ohne überbordende Technik zeigt, welches Potenzial selbst eine stark beschädigte Bausubstanz aufzuweisen hat. Klaus Siegele

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1 Inmitten des Neubaugebiets von Hückeswagen im Bergischen Land steht ein modernes Einfamilienhaus, das bilanziell gesehen übers Jahr mehr Energie erzeugt, als es selbst verbraucht.

GEB 07-2015

Effizient geht auch unspektakulär

Buderus Energie-Plus-Haus Für einen bilanziellen Jahresüberschuss bei End- und Primärenergie für ein Einfamilienhaus braucht es heutzutage keine geförderten Leuchtturmprojekte im siebenstelligen Bereich mehr. Es genügt ein klassischer Massivbau mit guten Dämmwerten, kombiniert mit solider und bewährter Anlagentechnik, die ihre regenerativ erzeugte Energie aus Photovoltaik und Kollektoren bezieht. Das i-Tüpfelchen sind energieeffiziente Beleuchtung und Strom sparende Haushaltsgeräte.

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1 Nur neun Meter schlank, allerdings 150 m lang ist das Aktiv-Stadthaus im Gutleutviertel in Frankfurt – die Bewohner zahlen keine Nebenkosten, denn in der Miete ist ein auskömmliches Budget für Heizung, Warmwasser und Elektrizität enthalten.

GEB 07-2015

Flatiron Building 2.0

Aktiv-Stadthaus in Frankfurt Mitten in Deutschlands Bankenmetropole wurde im Gutleutviertel, unweit vom Hauptbahnhof gelegen, im Juli ein achtgeschossiges Wohnhaus offiziell eingeweiht, dessen Gebäudekonzept aufzeigt, dass die Nullenergiebauweise auch unter schwierigen Randbedingungen funktioniert. Zwar verfehlt das vom Bund geförderte Pilotprojekt bezüglich Heizwärmebedarf knapp den Passivhausstandard, trotzdem erzeugt der Mietwohnungsbau der AGB Frankfurt Holding in der Jahresbilanz mehr regenerative Energie, als er selbst verbraucht. Klaus Siegele

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GEB 07-2015

Von 200 auf Null in 16 Monaten

Aufgestocktes Wohnhochhaus erreicht Nullenergie-Standard Unmittelbar gegenüber des Pforzheimer Hauptbahnhofs baute die Deutsche Bahn für ihre Mitarbeiter 1970 ein Wohnhochhaus, das im Rahmen des Förderprogramms „Zukunft Haus“ grundlegend saniert und um ein Loftgeschoss aufgestockt wurde. Durch ein ausgeklügeltes energetisches Konzept in Kombination mit gut gedämmter Gebäudehülle sank der Energiebedarf von vormals 200 kWh/(m2a) auf nun 14 kWh/(m2a). Dieser wird regenerativ von einem massiven Solar-absorber, PV-Modulen und einer Kleinwindkraftanlage auf dem Dach gedeckt. Klaus Siegele

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GEB 07-2015

Die „Null“ braucht Platz

Nullenergiebauweise bei Nichtwohngebäuden Prinzipiell ist es eine gute Idee, dass Gebäude ihren Energiebedarf selbst erzeugen und sich zumindest bilanziell gesehen übers Jahr keine Unterdeckung ergibt. Was bei einem Einfamilienhaus gut funktioniert, kann jedoch bei einem mehrgeschossigen Gebäude schwierig werden. Die Untersuchung an einem typischen Bürogebäude zeigt, dass der Nullenergiestandard bei Nichtwohngebäuden nur erreichbar ist, wenn auf dem Dach oder an der Fassade ausreichend Fläche für die PV-Anlage vorhanden ist.  Jörn Krimmling, Ondrej Flanderka

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1 Die Feuertaufe bestand das AktivPlus Gebäudekonzept bereits beim Solardecathlon in Washington – das deutsche Team konnte damit seinen Titel verteidigen.

GEB 07-2015

Aktiv versus Passiv

Was leistet der AktivPlus Standard? Auf der Fachmesse Clean Energy Building (CEB) in Stuttgart hat der AktivPlus e. V. die Ergebnisse der einjährigen interdisziplinären Zusammenarbeit verschiedener Netzwerkgruppen vorgestellt. Demnach stehen nun die Standards für das AktivPlus Haus fest und über den Sommer sollen diese in einer Pilotphase auf ihre Praktikabilität hin überprüft werden. Neben den anderen Gebäudestandards wie Passivhaus, Sonnenhaus und Effizienzhaus geht damit ein weiteres Gebäudekonzept an den Start – wo genau liegen die Unterschiede? Klaus Siegele

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GEB 07-2015

Viele Wege führen zur Null

Im Jahr 2021 kommt das Null-Energie-Haus – zwei Ansätze Laut der novellierten EU-Gebäuderichtlinie EPBD (Directive on Energy Performance of Buildings) müssen in der EU ab 2021 nahezu alle neu errichteten Gebäude das Niveau von Null-Energie-Häusern erreichen. Neubauten der öffentlichen Hand müssen diese Anforderung sogar bereits zwei Jahre früher erfüllen. Diese Richtlinie kommt nicht allzu überraschend, bereits 2002 wurde die erste EPBD erlassen. Folglich gibt es bereits mehrere Konzepte, die sich dieser Thematik widmen. Bereits heute ist es möglich, „nearly zero-energy-buildings“ zu bauen. Allerdings ist man sich in der Fachwelt alles andere als einig, wie der richtige Weg für die Zukunft des Bauens aussehen soll. Matthias Hüttmann

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1 In dem 1972 gebauten Einfamilienhaus brummte bis zur Modernisierung eine Ölheizung mit 22 kW Leistung – sie hatte 17 Jahre lang das Haus beheizt. Jetzt steht ein modernes Öl-Brennwertgerät im Keller, und auf dem Dach produzieren 24 PV-Module pro Jahr etwa 5.300 kWhel Solarstrom.

GEB 06-2015

Schwarzes Gold und Grüner Strom

Heizkonzept mit Öl und Solarstrom Mit Power-to-Heat in ölbasierten Hybridheizungen könnten Hausbesitzer ihre Heizkosten durch Einnahmen auf dem Strommarkt und minimierten fossilen Brennstoffbedarf durch intelligent eingekauften Strom um ein gutes Viertel reduzieren. Das zeigen die ersten Ergebnisse einer Referenzanlage des Instituts für Wärme und Oeltechnik (IWO) in Berlin-Spandau. Klaus Siegele

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Bei der Modernisierung eines Berliner Mietshauses spielte der Fenstertausch eine maßgebliche Rolle für das Fassadenbild: Die originalen, einfach verglasten Holz-Kastenfenster wurden durch Kunststofffenster mit Dreifachverglasung und Fensterfalzlüftern ersetzt – die Teilung der Sprossen und Flügel wurde beibehalten, ebenso wie die Stuckprofile unter den Fenstern.

GEB 06-2015

Typisch Berliner Altbau

Sanierung inklusive Fenstertausch bei einer Berliner Wohnanlage Die Bewohner eines viergeschossigen Mietshauses in Berlin Steglitz erlebten hautnah die Metamorphose ihrer Wohnanlage aus den 1930er-Jahren zum KfW-Effizienzhaus 115 mit: Neben der nachträglichen Fassadendämmung stand insbesondere der Austausch der Bestandsfenster im Fokus – sowohl bei den Mietern als auch den Planern. Um den typischen Charakter der verputzten Blockrandbebauung zu bewahren, wurde nicht nur die Teilung der Fensterflügel und -sprossen übernommen, sondern auch Gesimsbänder und Stuckprofile unter den Fenstern mit einem mineralischen Dämmstoff nachgebildet.  Klaus Siegele

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GEB 05-2015

Das Neue im Alten

Historischer Vierseithof wird zum Sonnenhaus 50+ Der alte Bauernhof in einem kleinen Dorf unweit von Aachen lag schon viele Jahre im Dornröschenschlaf, bevor ein neuer Eigentümer auf den Plan trat und das vom Zerfall bedrohte Gebäudeensemble einer neuen Nutzung zuführte. Behutsam saniert, stets mit großem Respekt vor dem jahrhundertealten Gemäuer, wurde die historisch gewachsene Struktur des Vierseithofes wiederbelebt und eine CO2-freie, absolut regenerative Altbau-Solarisierung umgesetzt, die den Gesamtenergiebedarf des gesamten Komplexes auf 60 kWh/(m2a) reduziert.  Klaus Siegele

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Klimaschutz-Modellprojekt: Rathaus wird zum Passivhaus GEB 03-2013

Kommunaler Musterknabe


Das mehrgeschossige Rathaus der Stadt Löhne ist ein typischer Verwaltungsbau der 1970er-Jahre – ein nüchternes und verzweigtes Bürohaus, wie es in vielen deutschen Städten anzutreffen ist. Einst ausstaffiert mit einer Gebäudehülle und inzwischen längst veralteter Technik, die weder optisch, funktional noch energetisch in die heutige Zeit passen. Die hohen Instandhaltungs- und Betriebskosten nahm der Löhner Stadtrat zum Anlass, die eigene Arbeitsstätte durch eine umfassende Sanierung auf Passivhausniveau anzuheben. Die Heizkosten sind nun um den Faktor 10 gesunken.

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