Rupp Gebäudedruck GmbH
Rupp Gebäudedruck hat erstmals ein Modulhaus mit einem neuen mobilen 7-Achs-Drucksystem hergestellt. In Weißenhorn druckte das Unternehmen das Modell „Pluto“.
Ein Zuhause aus dem 3D-Drucker? Erstmals hat die Rupp Gebäudedruck GmbH ein Modulhaus seiner Architekturserie „Ready4Space“ mit einem neuen mobilen 7-Achs-Drucksystem hergestellt. Gedruckt wurde das Modell „Pluto“: ein modernes Wohnmodul mit 23 Quadratmetern Wohnfläche, Satteldach und charakteristischer 3D-gedruckter Fassadenstruktur. Das Gebäude soll künftig Teil eines Modulhaus-Parks in der Region Weißenhorn werden.
Rupp Gebäudedruck GmbH
„Gebäudedruck aus der Nische bringen“
Michael Oßwald, Geschäftsführer der Rupp Gebäudedruck, erklärt: „Unser Ziel ist es, den Gebäudedruck aus der Nische in die breite Anwendung zu bringen. Dafür brauchen wir Lösungen, die wirtschaftlich, flexibel und praxistauglich sind. Genau das zeigt dieses Projekt“. Oßwald ergänzt: „Mit dem neuen Drucksystem und einem normgerechten Beton schaffen wir die Voraussetzungen dafür, Modulhäuser künftig noch effizienter und skalierbarer zu produzieren.“
Rupp Gebäudedruck GmbH
Avenco lieferte ein mobiles 7-Achs-Drucksystem, das das Unternehmen in Partnerschaft mit Kuka entwickelt hat. M-tec Mathis Technik stellte die Misch- und Pumptechnik bereit. Einen 3D-Recycling-Druckbeton entwickelte und lieferte Quick-Mix, eine Marke von Sievert.
Normbeton ersetzt spezielle Rezepturen
Ein zentraler Punkt des Projekts ist die Verwendung eines 3D-Recycling-Druckbetons. Beim Gebäudedruck waren bislang häufig spezielle Rezepturen erforderlich. Das neue Verfahren setzt auf einen Normbeton von Quick-mix, der sich sicher, einfach und präzise verarbeiten lässt. Oßwald erläutert: „Der Einsatz von Normbeton eröffnet neue Möglichkeiten für den 3D-Gebäudedruck. Die Technologie wird dadurch wirtschaftlicher und leichter verfügbar. Das ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer breiteren Marktdurchdringung.“
Serie deckt mehrere Nutzungen ab
Rupp Gebäudedruck GmbH
Das gedruckte Modulhaus gehört zur Architekturserie „Ready4Space“. Rupp Gebäudedruck bietet damit flexibel nutzbare Modulgebäude an. Die Einheiten können als Gästehaus, Ferienhaus, Homeoffice, Wohnraumerweiterung oder für touristische Konzepte genutzt werden.
Das Modell „Pluto“ zählt zu den kompaktesten Varianten der Serie. Es zeigt, wie sich Architektur, industriell vorgefertigte Prozesse und digitale Fertigung verbinden lassen. Auch die Außenwände wurden vollständig im 3D-Druckverfahren hergestellt.
Projekt bündelt Planung und Ausbau
Das Projekt entstand in enger Zusammenarbeit mehrerer Spezialisten. Die Planung und Druckausführung lagen bei Rupp Gebäudedruck, welche nun den Ausbau des Moduls übernimmt. Oßwald betont: „Innovationen entstehen dort, wo unterschiedliche Kompetenzen zusammenkommen“. Oßwald ergänzt: „Dieses Projekt zeigt eindrucksvoll, welches Potenzial in starken Partnerschaften steckt. Gemeinsam entwickeln wir Technologien, die das Bauen schneller, flexibler und wirtschaftlicher machen können.“
Vorhaben soll als Referenz dienen
Mit dem 3D-Druck des ersten Moduls sehen die Projektpartner einen weiteren Schritt auf dem Weg zu einer industriell skalierbaren Fertigung von Wohn- und Modulgebäuden. Das Vorhaben in Weißenhorn soll als Referenzprojekt für künftige Anwendungen dienen und die Möglichkeiten moderner Drucktechnologien im Bauwesen sichtbar machen. Quelle: ar / Rupp Gebäudedruck GmbH