Zirkuläres Bauen spart Ressourcen, reduziert den CO2-Verbrauch – und ist in der Baubranche längst angekommen. Was die tragenden Bauteilen angeht, ist das Potenzial allerdings bei Weitem noch nicht ausgeschöpft. Ihre Wiederverwendung ist in der Regel deutlich komplexer als bei nicht tragenden Elementen. Während sich eine Tür mit wenig Aufwand ausbauen lässt, muss eine Wand sorgfältig aus der Gesamtkonstruktion gelöst werden. Vorteile bieten Stahl- und Holzkonstruktionen, da ihre Bauteile – im Gegensatz zu Beton – häufig durch lösbare Schrauben oder Bolzen verbunden sind. Der Leitfaden Wiederverwendung tragender Bauteile des Ministeriums für Landesentwicklung und Wohnen Baden-Württemberg bietet Fachleuten eine fundierte Orientierungshilfe. Die 44-seitige Broschüre gibt Antworten auf technische Fragen und führt mit einem Fokus auf Stahl und Holz durch den gesamten Prozess von der Bestandsanalyse über den Rückbau, die Analyse der physikalischen und mechanischen Eigenschaften, die Aufbereitung bis zur Bemessung. Für alle Schritte stellt der Leitfaden umfassende, materialspezifische Hinweise für Holz- und Stahlbauteile bereit. jb
Leitfaden
Wie Bauteile weiter tragen
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