Wie viel Wahrheit steckt im Mehrkostenmythos des nachhaltigen Bauens? Dies war die Überschrift einer Podiumsdiskussion auf dem virtuellen Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (DGNB). Über das Thema sprach Kommunikationsleiter Felix Jansen mit den Präsidiumsmitgliedern Nicole Wallner, Jens Böhnlein und Thomas Kraubitz.
Gleich zu Beginn zeigte sich, dass das Thema auch eine Sache der Perspektive ist. Jens Böhnlein, der beim Medizintechnikunternehmen Siemens Healthineers für das globale Real Estate Portfolio zuständig ist, sieht die Frage, ob nachhaltiges Bauen tatsächlich teurer ist, als typisch deutsche Diskussion. Das liegt seiner Meinung nach zum einen daran, dass in anderen Ländern der Klimawandel ein viel größeres Thema sei, weil etwa der Meeresspiegel steige. In das gleiche Horn stößt Thomas Kraubitz, Miteigentümer der Ingenieurbüros Buro Happold: „Die Klimafolgeschäden sind in Deutschland noch nicht so stark zu spüren.“ Die Botschaft dahinter lautet: Wem einem das Wasser quasi bis zum Hals steht, dem ist klar, dass nachhaltiges Bauen eine Notwendigkeit ist. Die Frage, ob sich die Investition lohnt, stellt sich gar nicht.
Zum anderen schaut man hierzulande laut Böhnlein viel zu wenig auf das, was schon möglich ist. Stattdessen vergrabe man sich in Diskussionen, die sich dagegen richten, etwas Neues zu machen. Lieber bleibe man in Deutschland bei den Dingen, die sich schon lange bewährt haben. Und dies, obwohl die Folgen des Klimawandels auch in Deutschland zunehmend stärker zu bemerken seien.
„Man begegnet in Deutschland schon sehr häufig den typischen Bedenkenträgern“, sagt Nicole Wallner, die im Immobilien- und Bauunternehmen Ten Brinke die Nachhaltigkeits ...
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Mehrkostenmythos beim nachhaltigen Bauen hinterfragt
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