Ende 2025 haben bereits 29 Prozent der Bevölkerung beziehungsweise 24,2 Millionen Menschen in Deutschland in Gemeinden mit fertiggestelltem Wärmeplan gelebt. Das geht aus einer Analyse des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) hervor.
Im Ländervergleich liegt Baden-Württemberg bei der kommunalen Wärmeplanung vorn : Dort leben 64 Prozent der Bevölkerung in Kommunen mit fertigem Wärmeplan, gefolgt von Schleswig-Holstein (51 Prozent) und Bayern (34 Prozent).
Bis Ende Dezember 2025 hatten 1.359 Gemeinden (rund 13 Prozent) ihre Wärmeplanung fertiggestellt, Ende Mai 2025 waren es noch 488. Weitere 5.157 Kommunen (rund 48 Prozent) hatten Ende Dezember 2025 mit der Erstellung begonnen.
Gemeinden arbeiten zusammen
Viele davon sind in interkommunaler Zusammenarbeit (sogenannte Konvois und Gemeindeverbände) entstanden und beinhalten daher die Wärmeplanung für mehrere Gemeinden – ein Modell, das vor allem viele kleinere Kommunen nutzen. Nach Einschätzung des BBSR dürften unter Berücksichtigung der Anzahl an Wärmeplanungen in interkommunaler Zusammenarbeit bis Mitte 2028 nach Ablauf der gesetzlichen Fristen bundesweit mindestens 3.000 Wärmepläne vorliegen.
„Bis Mitte 2026 könnte bei anhaltendem Tempo der kommunalen Wärmeplanung die Hälfte der Bevölkerung in einer Gemeinde mit fertigem Wärmeplan leben“, sagte BBSR-Expertin Andrea Arnold-Drmic. Entscheidend sei nun, dass die Pläne vor Ort als realistische Grundlage für die nächsten Schritte der Wärmewende genutzt werden könnten. Quelle: BBSR / ms