Auf dem Herbstforum Altbau im November vergangenen Jahres in Stuttgart konnte der Kommunikationswissenschaftler und Psychologe Christian Stöcker das Auditorium mit lauter guten Nachrichten zur Energiewende aufmuntern. Global würden die Erneuerbaren exponentiell wachsen, Deutschland sei zwar gerade etwas langsamer unterwegs, aber auch bei uns gehe es voran.
Dennoch, so Stöcker, drängen diese Botschaften nicht durch: ein Ergebnis gezielter Desinformation. Mehr noch: In Deutschland erzähle man sich gegenseitig, keiner wolle etwas fürs Klima tun. Das stimme nicht, im Gegenteil: Laut ZDF-Politbarometer vom November seien 46 Prozent der Befragten der Meinung, es werde zu wenig für den Klimaschutz getan, nur 28 Prozent meinten, es passiere gerade genug [1].
Lösungswege für die soziale Wärmewende
Doch diese Zustimmung zum Projekt Klimaschutz und damit zur Energie-, zur Wärme- und letztlich zur Gebäudewende muss als gefährdet gelten. Die Gefahr droht durch eine soziale Schieflage, durch die sich verschärfende Wohnungskrise und eine um sich greifende Energiearmut. Laut der Studie „Soziale Wärmewende“ des Thinktanks Agora Energiewende haben 2024 sechs Prozent der Haushalte ihre Wohnungen nicht angemessen heizen können, zwölf Prozent haben über 40 Prozent ihres Einkommens für Wohnen ausgeben müssen [2].
Vorgestellt wurde die Publikation, an der das Fraunhofer-Institut für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik (Fraunhofer IEE) und das Beratungsunternehmen Prognos mitgearbeitet haben, im Oktober 2025 auf dem Bafa-Energietag in Frankfurt. Agora-Programmleiterin Uta Weiß hob einleitend die erweiterte Perspektive der Untersuchung hervor: Die Energiewende finde nicht im luftleeren Raum statt, die Mensc ...
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