Prinzipiell können sich an allen möglichen Gebäudefassaden Algen und Pilze ansiedeln, die nach einer gewissen Zeit punktuell oder flächig als grau-grünlicher bis schwarzer Bewuchs zutage treten. Kaum ein Fassadenmaterial ist dagegen gefeit – egal, ob Glas, Holz, Klinker, Kunststoff, Metall, Sichtbeton oder Stein. Auffallend häufig sind jedoch die Putzoberflächen von Wärmedämm-Verbundsystemen (WDVS) betroffen – insbesondere solche mit sehr dünnen Kunststoffputzen.
Zwar beeinträchtigen diese „lebenden“ Verschmutzungen keineswegs die bauphysikalische Funktionalität der Außenwand beziehungsweise des Dämmsystems, jedoch beeinträchtigen die Flecken und Schlieren erheblich die Fassadenoptik. Ob und wann sich ein solcher Algenbefall einstellt, hängt zuvorderst von der Konstruktion einer Fassade und den standortbedingten Faktoren ab – aber auch von der System- beziehungsweise Materialwahl, wie das folgende Schadensbeispiel zeigt.
Gründe für Algenwachstum sind vielfältig
Bereits nach zwei Jahren kam es bei dem neu gebauten Mehrfamilienwohnhaus an der WDV-Fassade zu grünen und braunen Verfärbungen, stellenweise unterbrochen von hellen, kreisrunden Flecken. Diese stellten sich rasch als ein Algen- und Flechtenbewuchs heraus, der sich besonders deutlich an folgenden Bereichen zeigte:
am Sockel oberhalb der Plattenbeläge von Balkon und Dachterrasse,
in Fensterlaibungen oberhalb der Fensterbänke,
auf der nach Nordwesten orientierten Gebäuderückseite.
Streit entstand nun darüber, wer diese optische Beeinträchtigung an der Außenwand aus 24 Zentimeter dickem Kalksandsteinmauerwerk mit 18 Zentimeter Polystyrol-WDVS sowie einem organischen, dünnen Putz zu verantworten hätte.
Dass es sich bei den ...
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Algen auf WDVS-Fassaden
Es grünt so grün ...
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