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EEG-Studie zeigt: Neue Anlagen verursachen geringere Kosten

Neue Wind- und Solaranlagen brauchen weniger Förderung. Die Kurzstudie „Förderkosten neue EE-Anlagen“ zeigt deutlich niedrigere Förderkosten als im älteren Anlagenbestand.

Arif - stock.adobe.com

Neue Wind- und Solaranlagen brauchen weniger Förderung. Die Kurzstudie „Förderkosten neue EE-Anlagen“ zeigt deutlich niedrigere Förderkosten als im älteren Anlagenbestand.

„Wer über die Kosten der Energiewende spricht, muss zwischen früheren Vergütungsniveaus und dem heutigen Förderrahmen unterscheiden. Die Zahlen zeigen: Neue Erneuerbaren-Anlagen benötigen pro erzeugter Kilowattstunde deutlich weniger finanzielle Unterstützung als das bestehende Anlagenportfolio.“ betont Ursula Heinen-Esser, Präsidentin des Bundesverbands Erneuerbare Energie (BEE).

Und die Zahlen der Kurzstudie „Förderkosten neue EE-Anlagen“ der enervis energy advisors GmbH belegen deutlich niedrigere spezifische Förderkosten neuer Anlagen im Vergleich zu vielen älteren Beständen. Die im Auftrag des Landesverbands Erneuerbare Energien (LEE) NRW durchgeführte Studie untersuchte Windenergieanlagen an Land sowie Photovoltaikanlagen auf Freiflächen und Dächern und basiert auf dem Marktwertniveau von 2025.

Studie beziffert den Förderbedarf

Für die untersuchten Neuanlagen beziffert die Studie die erwarteten jährlichen Kosten im Rahmen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) auf rund 400 Millionen Euro. Betrachtet wurden Windenergieanlagen, die seit Anfang 2025 einen Zuschlag erhalten haben und zum 18. August 2026 noch nicht in Betrieb waren.

Für das untersuchte Bestandsportfolio weist die Studie dagegen Kosten von rund 14,8 Milliarden Euro jährlich aus. Die Unterschiede erklären sich wesentlich durch frühere Vergütungsniveaus.

Ausschreibungen senken die spezifischen Kosten

Gesunkene Zuschlagswerte in den Ausschreibungen und Erlöse am Strommarkt verringern den zusätzlichen Finanzierungsbedarf neuer Anlagen. Besonders niedrig fällt er bei der Freiflächen-Photovoltaik aus. Hier liegen die spezifischen Kosten bei 0,43 Cent pro Kilowattstunde. Bei Windenergie an Land sind es 0,61 Cent. Bei Photovoltaik-Aufdachanlagen sind es 2,24 Cent pro Kilowattstunde.

Die Studie trennt damit den aktuellen Zubau von den Zahlungsverpflichtungen des Bestands. Für neue Anlagen rücken damit die aktuellen Marktbedingungen in den Vordergrund.

EEG neu eingeordnet

BEE-Präsidentin Heinen-Esser resümiert: „Das EEG hat sich vom Förderregime längst in ein Instrument zur Absicherung von Investitionen gewandelt. Entscheidend für die weitere Planung der Energiewende muss sein, welcher zusätzliche Finanzierungsbedarf für den weiteren Ausbau tatsächlich entsteht. Wer die gesamten EEG-Zahlungen pauschal zum Maßstab macht, blendet aus, wie stark sich die wirtschaftlichen Bedingungen für neue Anlagen verändert haben.“

Sie fordert: „Wir brauchen eine differenzierte Kostenbewertung, die bestehende Verpflichtungen, aktuelle Marktwerte und die tatsächlichen Kosten des Zubaus klar getrennt voneinander betrachtet“.

Quelle: ar / BEE