GEB Newsletter: 15-2009 | 30.06.2009

ENERGIEBERATUNG

Beratung zum Energiesparen erfolgreich

Die Beratung zum Energie- und Wassersparen lohnt sich für einkommensschwache private Haushalte und kommt auch den Kommunen zugute. Das ist das Ergebnis der Überprüfung eines Caritas-Projektes in Frankfurt a.M., die das Bundesumweltministerium in Auftrag gegeben hat. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel: „Die Beratung der Caritas verknüpft arbeitsmarkt-, sozial- und klimapolitische Ziele miteinander. Pro Beratung wird die Umwelt um mehr als zwei Tonnen CO2 entlastet. Da die Stadt Frankfurt mit diesem Projekt ihre Kosten für Transferleistungen senken kann, empfiehlt sich das Projekt auch zum Nachahmen in anderen Kommunen.“

Mit dem Cariteam-Energiesparservice schult der Caritasverband in Frankfurt Langzeitarbeitslose zu „Serviceberatern für Energie- und Wasserspartechnik“. Diese beraten Haushalte mit sehr niedrigen Einkommen über sparsamen Energie- und Wasserverbrauch und installieren kostenlos Energiesparlampen, schaltbare Steckdosenleisten und andere Spargeräte. Das BMU hatte das Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg (IFEU) und das Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE) mit der Überprüfung des Frankfurter Projektes beauftragt.

Die jetzt vorliegenden Ergebnisse (PDF der Studie , 3,6 MB) zeigen, dass sich die Energiesparberatung sowohl für die beratenen Haushalte als auch für die Stadt lohnt. Im Durchschnitt können die Energie- und Wasserkosten pro Beratung um rund 174 Euro im Jahr gesenkt werden. Die eingesparten Kosten beim Strom von durchschnittlich 90 Euro jährlich kommen den einzelnen Haushalten direkt zu Gute. Von den Einsparungen bei den Heiz- und Wasserkosten profitiert die Stadt Frankfurt, die diese Kosten der Transferleistungsempfänger trägt.

Insgesamt wurden in dem Frankfurter Projekt im Untersuchungszeitraum 400 Haushalte beraten. Die langfristig prognostizierten Einsparungen von Energie- und Wasserkosten in diesen 400 Haushalten betragen rund 526.000 Euro, mehr als 1300 Euro je Haushalt. Dabei sind zukünftige Energiepreissteigerungen noch nicht eingerechnet, so dass sogar deutlich höhere Kosteneinsparungen zu erwarten sind. GLR

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