Am 1. Mai 2026 fiel der Spotpreis an der Europäischen Strombörse über mehrere Stunden auf bis zu minus 499,99 Euro pro Megawattstunde. Wer in diesem Zeitraum den selbst erzeugten Strom aus Photovoltaikanlagen einspeiste, musste dafür bezahlen. Viele industrielle Energiesysteme sind nicht darauf ausgelegt, auf kurzfristige Marktschwankungen zu reagieren. Sie erzeugen und speisen ein, unabhängig davon, ob dies wirtschaftlich sinnvoll ist. An diesem Punkt setzt die KI-basierte Steuerungssoftware Greencore AI von Greenflash an. Die Software verknüpft PV-Anlagen, Batteriespeicher, Ladeinfrastruktur und Verbraucher eines Industriekunden zu einem integrierten Energiesystem, das auf Preis- und Lastsignale reagieren kann. Dazu nutzt es Spotmarktprognosen, Erzeugungs- und Lastvorhersagen sowie eine automatisierte Steuerung in Echtzeit. Am besagten 1. Mai hätte die Steuerung die Negativpreise frühzeitig erkannt, die PV-Leistung heruntergefahren, sodass nur noch der Eigenbedarf gedeckt wird, und vorhandene Speicher mit negativ bepreistem Netzstrom geladen – und somit signifikante Verluste verhindert. jb
Software
Bei Minuspreisen nicht ins Minus rutschen
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