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Deneff warnt vor Abstrichen bei der Energieeffizienz im GEG

Die Deutsche Unternehmensinitiative Energieeffizienz (Deneff) übt in einer Stellungnahme scharfe Kritik an einigen der bekanntgewordenen Formulierungshilfen für die Verhandlungen zum Gebäudeenergiegesetz im Bundestag. Diese sähen vor, auch einige Anforderungen zu streichen, die für einen wirtschaftlichen Betrieb von Heizungsanlagen wichtig sind. Der Verband warnt vor erheblichem sozialem Sprengstoff in Form von bis zu 100 Milliarden Euro leicht vermeidbarer Heizkosten durch den ineffizienten Betrieb von Heizungsanlagen, sollten in den Verhandlungen kommende Woche neben den geplanten Streichungen weitere erwogen werden.

Menschen in unsanierten Gebäuden besonders hart getroffen 

Christian Noll, geschäftsführender Vorstand der Deneff, äußert Unverständnis: „Achtung Kostenfalle! Maßnahmen wie der Austausch alter Umwälzpumpen oder eine verbesserte Transparenz über die tatsächliche Effizienz von Heizungsanlagen werden vollkommen unbegründet gestrichen. Das sind einfachste und kostengünstige Mittel für die Entlastung des Klimas und der Geldbeutel von Bürgerinnen und Bürgern. Wir appellieren an die Mitglieder des Deutschen Bundestags, diese Streichvorschläge deutlich abzulehnen und weitere Einschnitte gar nicht erst zu erwägen, wenn ihnen der soziale Frieden lieb ist”, so Noll weiter. 

In den vergangen zehn Jahren seien durch den ineffizienten Betrieb bestehender Heizungsanlagen unnötige Energiekosten von über 50 Milliarden Euro entstanden – bei verdoppelten Energiepreisen ein Heizkostenhammer von 100 Milliarden Euro. Besonders besorgniserregend sei laut Deneff, dass diese Kosten Menschen, die in unsanierten Gebäuden leben, bis zu zehnmal härter träfen als jene, die in energieeffizienten Gebäuden wohnen. Die Ampelfraktionen dürften diese Menschen nicht vergessen.

Maßnahmen zur Heizungsoptimierung nicht auf größere Gebäude beschränken

Zudem verweist die Deneff darauf, dass bereits der Kabinettsentwurf zur Novelle des Gebäudeenergiegesetzes zu kurz gegriffen habe. Maßnahmen zur Heizungsoptimierung würden auf größere Gebäude beschränkt. Ein neues Gutachten der TU Dresden zeige: Allein der konsequente Austausch von Heizungspumpen könnte so viel Energie einsparen, wie zum Betrieb von etwa 1,4 Millionen Wärmepumpen benötigt werde. Zudem lasse die Novelle Maßnahmen an der Gebäudehülle völlig außen vor. Die Deneff rufe die Politik daher auf, sich klar für die Einführung ambitionierter Mindeststandards zur Modernisierung der energetisch schlechtesten Gebäude auszusprechen und diese schnell vorzubereiten. Quelle: Deneff/ab