Im Moment ist ja die Förderung einer Sanierung der Gebäudehülle über §35c attraktiver, wenn man mal die Auszahlung über drei Jahre verteilt außer acht lässt. Der Hausbesitzer entscheidet nun, sich die Sanierung über EStG. fördern zu lassen und stellt deshalb keinen Förderantrag beim BAFA. Wenn dann aber vom Bundestag beschlossen, dass ab 01.01.2027 neue Bedingungen gelten und die Maßnahme erst 2027 fertig wird, welche Regelung gilt dann: die von 2026 oder von 2027? Spannend wird die Frage, wenn die Bedingungen im neuen Gesetz schlechter sind als beim BAFA.
4 Antworten
Danke für die Antwort. Das "derzeitige Recht" ist mir klar. Kann aber der Bundestag noch Änderungen beschließen? Das ist hier die Frage. Oder bleibt alles bis 31.12.2029?
So wie ich das Verstehe fasst der Regierungsentwurf für das ESTG 2027 den §35c nicht an. Um das zu Ändern müsste Irgend eine (Opositions-)Fraktion einen Änderungsantrag im Laufe des parlamentarischen Prozess stellen, und der müsste eine Mehrheit bekommen. Das ist unwahrscheinlich aber nicht unmöglich. Ich hab mir bei einem Projekt schon überlegt eine BEG_EM zu beantragen, und dann wenn das Estg 2027 veröffentlicht ist den Bafa Antrag zu stornieren.
Bei der §35c gibt es noch einen weiteren Hacken. Bei §35c ist jede weitere Förderung (Komunal, Land, region o.ö) förderschädlich. Bei BEG-EM ist eine zusätzliche z.B. Landesförderung möglich, solange die Gesamtförderung nicht 60% übersteigt.
Ich hab diese Frage an Grok gestellt weil es bei einem Projekt darum ging Jetzt BEG EM beantragen oder nächstes Jahr und 2 Folgende ESTG 35c. Hier die Antwort:
"Kurz: Für eine in 2027 abgeschlossene energetische Sanierung am selbstgenutzten Bestandsgebäude gilt nach derzeitigem Recht weiterhin die Förderung nach § 35c EStG mit 7 % + 7 % + 6 % (insgesamt 20 %, max. 40.000 € je Objekt).Was das Gesetz heute sagtNach § 52 Abs. 35a EStG gilt § 35c für Maßnahmen,
Ein Abschluss im Kalenderjahr 2027 liegt klar in diesem Zeitraum. Die drei Abzugsjahre wären dann 2027 / 2028 / 2029.Das geplante Einkommensteuerreformgesetz 2027 ändert nach dem Regierungsentwurf § 35a EStG (normale Handwerkerleistungen: 20 % → 15 %). § 35c ist dort nicht vorgesehen.