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KI-gestützte Plattform optimiert Energieverbrauch in Wohnquartieren

Die Integration erneuerbarer Energien in die Wohnungswirtschaft erfordert zunehmend intelligente Systeme, um technische Anlagen effizient zu steuern und wirtschaftlich zu betreiben. Der Anbieter für KI-gestützte Heizungsoptimierung Green Fusion präsentierte in Berlin eine neue Plattform zur Sektorenkopplung, die Photovoltaik, Wärmepumpen, Speicher und Netz dynamisch und herstellerübergreifend miteinander vernetzt.

Intelligente Vernetzung schaffen statt „Chaos im Keller“

Die neue Plattform integriert verschiedene Systeme und steuert deren Zusammenspiel zentral. Die künstliche Intelligenz analysiert Wetterdaten, Speicherkapazitäten und Nutzerverhalten und passt die Steuerung alle fünf Sekunden an. Ziel ist, den Eigenverbrauch von selbst erzeugtem Solarstrom zu erhöhen und den kostenintensiven Netzbezug zu minimieren.

Praxisbeispiel: So klappt es bei dem Quartier Duisburg-Ungelsheim

Die Rheinwohnungsbau GmbH stellte auf der Premierenveranstaltung Zahlen aus einem Duisburger Quartier vor. In der sanierten Siedlung aus den 1950er-Jahren wurden 55 Wärmepumpen und Photovoltaikanlagen installiert. Benjamin Gaidel ist Handlungsbevollmächtigter der Rheinwohnungsbau und erläuterte: „Sobald die Anlagen liefen, stellten wir fest, dass wir viel zu viel Strom ungenutzt ins Netz einspeisten.“ Durch gezielte Steuerung, etwa durch das Anheben der Speichertemperatur während der Hauptsonnenstunden, konnte die Plattform von Green Fusion die Wirtschaftlichkeit steigern. Gaidel konkretisierte: „Allein durch diese eine Maßnahme können wir im Quartier mit 55 Wärmepumpen jährlich 20.674 Euro der Stromkosten einsparen. Das entspricht knapp 20 Prozent.“

KI-gestützte Steuerung funktioniert in Echtzeit

Chris Menzel veranschaulichte den Steuerungsprozess am Beispiel eines sonnigen Mittags: Die Photovoltaikanlage erreicht ihre Spitzenleistung, die KI lenkt den Energiefluss gezielt in die internen Speicher. Der Batteriespeicher, der morgens gezielt freigehalten wurde, nimmt überschüssigen Solarstrom auf und verhindert eine Drosselung der PV-Anlage bei Leistungsspitzen. Parallel wird die Wärmepumpe in den Boost-Modus versetzt und erwärmt den 1.000-Liter-Pufferspeicher um rund 20 Grad Celsius über den aktuellen Heizbedarf hinaus. So wird das Gebäude selbst zum Energiespeicher für günstigen, grünen Strom. Quelle: Green Fusion / ar