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Frage zu Bilanzierungsangaben Bafa BEG EM im Rahmen tpn

Hallo zusammen,

 

habe gerade erst gesehen, dass bei der Erstellung ders tpn neu Bilanzierungsfragen zu beantworten sind z.B. zu Transmissionswärmeverlust, CO2-Emmission, Endenergieverbrauch etc vorher-nachher-Vergleich bezogen auf die eingereichte und geförderte MAßnahme. Das Bafa schreibt die Angaben können aus dem Sanierungsfahrplan abgelesen werden und wenn die Maßnahme so expliziet nicht enthalten ist müsse dies rechnerisch angepasst werden.

Bei meinem aktuellem Fall sollte in dem Sanierungsschritt nach isfp das Dach und die Kellerdecke saniert werden. Tatsächlich wurde jedoch nur das Dach umgestzt. Jetzt musste ich in die Berechnungen hinein und das entsprechend anpassen. In dem Faxll kein Problem (bis auf Zeitaufwand), da der isfp von uns erstellt wurde. Was aber ist, wenn die Berechnungen nicht aus dem eigenen Haus stammen?

Wir geht ihr damit um?

11 Antworten

Hallo Stephanie, 

es sollen nur die konkreten BAFA-geförderten Maßnahmen bilanziert werden. Wenn alles gemäß ISFP umgesetzt wurde, kann man die Werte aus dem ISFP nehmen. Wenn nicht, hat man ein Problem und muss bilanzieren. Da viele Kunden Ihren ISFP irgendwo im Netz kaufen, muss manchmal dann sogar komplett neu gerechnet werden. Ich selbst rechne auch keine ISFP, das mache ich in Kooperation mit einem Kollegen, so dass ich da auch immer nachfragen müsste, und der rechnet das dann ja auch nicht umsonst. Ich weiß auch nicht, wie das BAFA sich das vorstellt. Das sind ja auch dann schnell mal 4 - 5 Stunden Aufwand. Wer soll das bezahlen? Und das rückwirkend für alle Anträge, die man jemals mit ISFP gestellt hat? Wäre gut gewesen, wenn man das früher gewusst hätte. Dann rechnet sich der Sanierungsfahrplan ja für kleinere Maßnahmen nicht mehr...

Viele Grüße

Andrea

Wenn nicht, hat man ein Problem und muss bilanzieren.

Nein. Man kann die Werte aus dem ISFP nehmen, aber man muss nicht.
Für die Berechnung der Einsparung durch einen verbesserten U-Wert gibt es einfachere Berechnungsverfahren. Die berechneten Werte sind nicht förderrelevant. Sie dienen nur der Statistik. Da sollte man den Aufwand in Grenzen halten. Und viel Aufwand macht die Werte nicht unbedingt genauer.

Antwort auf von andrea_kiewitt…

Wurde eigentlich irgendwann irgendwo erklärt, warum und wie man das ausfüllen soll?

Bitte beschwert euch bei euren Berufsverbänden. Das ist eine überbordende Bürokratie, die weder einen konkreten Nutzen hat, noch für den Kunden (oder sonst wen) einen Mehrwert hat, sondern nur den Aufwand für uns Energieberater und damit die Kosten erhöht. Es wäre für die BAFA eine Leichtes, aus den umgesetzten Maßnahmen durch die meistens beteiligten Institute wie Ifeu oder Fraunhofer (oder sonst jemanden) eine mittlere Einsparung von Energie und Emission zu berechnen. Die Verumständlichung von Förderanträgen bremst die Energiewende massiv aus und führt zu immer weniger Akzetanz bei den Bürgern. 

Das DEN hat hierzu eine Aussage des BMWE geteilt, worin geschrieben steht, dass diese Anforderungen auf europäische Vorgaben zurück gehen, die eine bessere Datengrundlage zu Effizienzsteigerungen und zu Fördereffizienzen erforderlich machen (Art. 17 EU-Gebäudeeffizienzrichtlinie)."

An sich kein Problem, wenn ein iSFP in genau der vorgeschlagenen Maßnahmenreihenfolge umgesetzt wird. Problematisch, und damit aufwendiger wird es, wenn nur ein Teil von z. B. der Maßnahme 4 (hier nur die Giebelwand) umgesetzt wird. Dann muss die Berechnung angepasst werden, um alle Angaben wie Qp, Ht, Co2 Reduzierung, etc. vornehmen zu können. Eine einfache Erfassung, wie RobA0001 schrieb, sehe ich eher nicht.

Interessant wird es, dass es nicht nur für Neuanträge gilt, sondern auch für Vorgänge, die schon laufen. Hier muss man seinem Kunden nun klar machen, dass das Honorar ansteigen wird, da diese zusätzliche Berechnung geführt werden muss. 

Letztlich muss dann abgewogen werden, Mehrkosten durch die angepasste Berechnung vs. 5 % iSFP Bonus. Denn ohne Angabe eines iSFP, ist keine Ermittlung der Daten notwendig.

Aber neben den Nachteilen, sehe ich auch Vorteile. Denn nun rutscht die Beratung in den Vordergrund, die bessere Abstimmung geplanter Maßnahmen, damit der iSFP besser angepasst werden kann und später weniger Probleme oder Mehrkosten entstehen.

Ich habe auch das Problem, dass ich viele Einzelmaßnahmen begleite und der iSFP wurde nicht immer durch mich erstellt. Mit selbst erstelltem iSFP ist das kein großes Problem, da kann ich schnell mal eine neue Variante rechnen, wenn die Sanierungsmaßnahme anders aussieht, als im iSFP geplant, wird das allerdings ein Problem werden...

Wer übernimmt die zusätzlichen Kosten? Wie geht Ihr zukünftig an Eure Kunden, wenn selbst für Projekte aus der Vergangenheit immer wieder mit solchen Problemen zu rechnen ist? Soll ich ihnen erklären, dass ich leider keinen Preis für meine Leistung anbieten kann, dieser wird sich aber zu Schluss schon irgendwie ergeben... :-)

Meine Kunden werden es mir Danken, wenn ich Ihnen den zusätzlichen Aufwand in Rechnung stellen werde...

Habe jetzt auch einen Fall und gebe das Problem an die Kunden zurück, die sollen sich mit dem Ersteller des ISFP in Verbindung setzen und entweder die das rechnen lassen oder die gesamten Gebäudedaten einholen (An, QE, QP, HT und CO2) und eine Liste der Gebäudeteile mit den U-Werten (für das HT). Dann muss man das irgendwie hinrechnen, wie genau, weiß ich auch noch nicht, aber dann eher grob pauschal. Das müsste doch ausreichend sein, oder? 

Kennt nicht einer einen vom BAFA, der hier mal was dazu sagen kann?

Antwort auf von info@zarnack.de

Werden die Informationen nur bei einer Förderung mit iSFP abgefragt oder bei den anderen ohne iSFP-Bonus auch?

Bei allen TPN mit ISFP-Bonus, auch bei denen, die man vor zwei Jahren beantragt hat...

Antwort auf von info@landgraf-…

Hi, 

habe soeben einen TPN erstellt, hier kam man jetzt auch weiter, ohne die Angaben zu machen. 

Laut Newsletter vom DEN waren diese Angaben bis April seitens des BAFA erst nur auf freiwilliger Basis geplant und ab April dann verpflichtend, das hat das BAFA nun anscheinend auch bei dem TPN so umgesetzt. 

Nichtsdestotrotz wartet da wohl ab dann noch etwas Arbeit auf uns...

Letztendlich stellt sich die Frage, ob eine solch umfangreiche und aufwändige Datenermittlung einfach außerhalb einer Förderrichtlinie gefordert werden kann. Es können nämlich hierbei nicht unerhebliche Kosten entstehen, die plötzlich und unerwartet anfallen.

um zu antworten.