Auf dem Modell-Campus Ringberlin startet ein zukunftsweisendes Projekt des Energiedienstleisters Gasag Solution Plus: In Kooperation mit der Firma Data2heat wird Ringberlin zu einem der ersten gewerblichen Quartiere in Berlin, das Abwärme eines direkt benachbarten Rechenzentrums zur Wärmeversorgung nutzt. Im ersten Schritt soll der entstehende Makerspace versorgt werden. Die denkmalgeschützte Halle wird derzeit modernisiert und erweitert.
Auf rund 17.000 Quadratmetern entsteht dort der größte Makerspace Europas – ein Ort für Entwicklung, Handwerk und Kreativwirtschaft. Perspektivisch ist die Versorgung des gesamten Quartiers geplant. „Die Nutzung von Abwärme aus Rechenzentren ist gerade in Berlin ein entscheidender Baustein für eine klimaneutrale Wärmeversorgung“, sagt Gasag-Vorstand Georg Friedrichs. Das Investitionsvolumen für Ringberlin beträgt mehr als 60 Millionen Euro. Davon übernimmt das Land Berlin 36 Millionen Euro.
Wie sich Abwärme aus Rechenzentren nutzen lässt
Datacenter kühlen ihre Server kontinuierlich auf zirka 20 Grad Celsius. Die Abwärme wird über Tauscher aus den Kühlprozessen ausgekoppelt und auf ein neues Trägermedium, in der Regel Wasser, übertragen. Das erwärmte Wasser erreicht ein Temperaturniveau von aktuell rund 28 Grad und wird anschließend meist über ein Niedertemperaturnetz zu den Gebäuden und Quartieren transportiert, die mit Wärme versorgt werden sollen. Dort heben Wärmepumpen die Temperatur auf das erforderliche Niveau. Aufgrund des vergleichsweise hohen Temperaturniveaus der Datacenter-Abwärme arbeiten die Wärmepumpen besonders effizient. Quelle: Gasag/jb
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