GEB Newsletter: 22-2006 | 25.10.2006

GEBÄUDEHÜLLE

Vakuum als Wärmedämmung

Vakuumisolierte Fenster haben einen deutlich geringeren Wärmedurchgang als herkömmliche Doppelverglasungen.
Auch gegenüber hochwertigen Fenstern kann durch vakuumisolierte Scheiben noch Energie gespart werden. Ein Prototyp, der von Forschern am Fraunhofer-Institut für Silicatforschung ISC in Würzburg in einem Konsortium von Forschungsinstituten und Industriepartnern entwickelt wurde, ist jetzt erstmalig auf der Glasstec 2006 (24. bis 26. Oktober, Düsseldorf) zu sehen. Nach Angaben von Bernhard Durschang, Gruppenleiter am ISC, erreicht das Fenster einen Spitzenwert von 0,5 W/(mK). Ein herkömmliches, doppelt verglastes Fenster liegt bei etwa 1 W/(mK).

Da sich Luft nicht ohne weiteres aus einem doppelt verglasten Fenster heraussaugen lässt, ohne dass sich die Scheiben aneinanderlegen, benutzen die Forscher Abstandshalter („Spacer“) die maximal 1 mm dick sind und in Abständen von 4 cm angebracht werden. Da transparente Abstandshalter im Gegenlicht Reflexionen hervorrufen können, werden sie – je nach Standort des Fensters – in unterschiedlichen Farben eingesetzt: Beim Dachfenster in helleren, im Bodenbereich in dunkleren.

Damit die Vakuumfenster auch langfristig stabil bleiben, verwenden die Ingenieure Sicherheitsglas. Solche Gläser werden bei der Herstellung auf etwa 650°C erhitzt und schnell wieder abgekühlt. Da dämmende Beschichtungen derart hohen Temperaturen nicht immer standhalten, müssen die Fertigungsbedingungen simuliert und optimiert werden. Mit einer neu entwickelten Simulationssoftware konnten bereits Glasbeschichtungen hergestellt werden, die auch Temperaturen von 650°C unbeschadet überstehen. GLR
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