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Energie-Kommune des Jahres 2025: Greifswald gewinnt mit Solarthermie

Im Juni 2025 hatte die Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) die Stadt Greifswald für ihr vorbildliches Handeln bezüglich Energiewende und Klimaschutz als Energie-Kommune des Monats ausgezeichnet. Das Engagement hat sich gelohnt. Nun ist die Hansestadt zur Energie-Kommune des Jahres 2025 gewählt worden. „Greifswald treibt die Wärmewende mit beeindruckender Konsequenz voran und zeigt mit intelligenter Sektorenkopplung und überzeugenden Mobilitätskonzepten, welche positiven Wirkungen die Energiewende vor Ort entfalten kann“, sagt AEE-Geschäftsführer Robert Brandt. Von Dezember bis Januar konnten alle Bürger:innen, ganz gleich aus welcher Kommune, für eine der zwölf ausgezeichneten Städte, Gemeinden und Landkreise abstimmen. Das Finale entschied Greifswald mit 42,3 Prozent der Stimmen für sich, gefolgt von der Gemeinde Schwalmtal (35,8 Prozent) und dem Landkreis Regensburg (21,9 Prozent).

Mit der Sonne heizen

Mehr als 40 Millionen Euro investiert die Stadt in den Aufbau einer nachhaltigen Wärmeversorgung. Dazu gehören eine der größten Solarthermieanlagen Deutschlands, die bereits seit 2022 umweltfreundliche Wärme erzeugt. Zum innovativen Kraftwärmekopplungssystem (iKWK) gehört zudem ein Elektroheizkessel zur Umwandlung von perspektivisch regenerativen Überschussstrom in Wärme sowie ein Blockheizkraftwerk zum Erhalt der KWK-Leistung. Zusätzlich gibt es am Standort einen Druckwärmespeicher sowie einen etwa 5.500 Kubikmeter großen Wärmespeicher. Er kann im Sommer bis zu 30 Stunden Wärme für Greifswald zur Verfügung stellen – wodurch die KWK-Anlagen strompreisgeführt betrieben werden können. 2024 wurden außerdem zwei Gasturbinen durch ein effizienteres Blockheizkraftwerk ersetzt, das mit einer Großwärmepumpe kombiniert wird. Auf diese Weise können die Stadtwerke von Ostern bis Oktober klimaneutrale Wärme bereitstellen. Zusammen mit einem weiteren Biomethan-Blockheizkraftwerk beträgt der Anteil der erneuerbaren Fernwärmeerzeugung mittlerweile bis zu 20 Prozent. Quelle: AEE / jb

Leen Sie das komplette Wärmewende-Porträt von Greifswald.

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