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GKD 

Dynamischer Vorhang

Zugegeben, Bangkok liegt nicht gerade um die Ecke, aber haben uns Geschichten aus dem fernen Orient nicht schon als Kinder fasziniert? Bei manchen Erwachsenen ist das heute noch so, und so ließ sich das französische Architekturbüro RDAI nicht lange bitten, den zweigeschossigen Hermés-Flagship-Store am Haupt-
eingang der Mall zum ICONSIAM – eben in Bangkok – markant zu gestalten. In Anbetracht der Gesamtkosten von sage und schreibe 1,65 Milliarden US-Dollar für das stadtbildprägende Luxusprojekt am Ufer des Chao Phraya war in dem Fall Klotzen statt Kleckern angesagt: Sein unverwechselbares Gesicht verdankt der multifunktionale Komplex einem 300 m langen und bis zu 24 m hohen Schaufenster aus großformatigen, zweifach geneigten Glasfinnen und -scheiben, hinter dem eine Mega-Mall auf 525 000 m² Verkaufsfläche ein schier grenzenloses und – es kitzelt mich zu schreiben – sinnfreies Shoppingerlebnis ermöglicht. Die Idee von RDAI, diese besondere Fassade mit einem im gleichen Winkel geneigten, bronzefarben lackierten Metallgewebe vom Typ Sambesi der GKD – Gebr. Kufferath AG im Innenbereich des Hermés-Stores noch zu toppen, folgt den architektonischen Leitmotiven von Transparenz und Opazität, die RDAI Architekten weltweit bei der Gestaltung aller Hermès-Stores zugrunde legen. Die frei hängende Innenfassade aus Metallgewebe sollte nicht nur die beiden Store-Ebenen optisch miteinander verbinden, sondern auch wie ein Vorhang der dynamischen Linienführung der Fassade folgen. Insgesamt 56 Paneele – jeweils 7 m lang und zwischen 1,2 und 2,5 m breit – wurden oben rechtwinkelig und unten individuell auf Maß schräg zugeschnitten und über Flachprofile befestigt. Die materialtypische Transparenz des Gewebes erlaubt so den freien Ausblick auf den Fluss und verleiht dem Store eine luftige Atmosphäre. si

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