Hallo zusammen, wie geht ihr bei einer Sanierung vor, wenn an einem Gebäude ein unbeheizter, durch Öffnungen im Giebel belüfteter Spitzboden vorliegt? Geplant ist eine Aufsparrendämmung und ein Wärmedämmverbundsystem. Dabei wird der Spitzboden mit gedämmt und ich würde die Lüftungsöffnungen am Giebel natürlich verschließen wollen, denn sonst wäre die Dachdämmung darüber ja wirkungslos. Allerdings habe ich Bedenken, dass bei einer mangelhaften Dampfbremse in der Decke unter dem Spitzboden Feuchteschäden auftreten können. Sind vielleicht Außenluftdurchlässe (ALDs) am Giebel sinnvoll?
Danke und Gruß Stefan
3 Antworten
Wenn im Dachbodenbereich alle Außenbauteile gut gedämmt sind besteht normalerweise keine Schimmelgefahr und es muss deshalb auch nicht gelüftet werden. Es muss jedoch beachtet werden, dass die Dämmung der obersten Geschossdecke nicht zu dick ist, da es sonst im Dachboden doch zu kalt werden und es zu einer Kondensation kommen kann.
Wichtig ist m. E. auch eine dichte Bodenluke, dass konvektiv keine Raumluft in den Spitzbodenbereich eindringen und ggf. kondensieren kann.
Ich empfehle den Bauherren, Temperatur und Luftfeuchte zunächst zu überwachen und bei kritischen Entwicklungen die o. g. feuchtegeregelte maschinelle Lüftung mit WRG einzubauen.
Das Thema war ja hier schon mehrfach da, bitte die Suche benutzen.
Ich würde die oberste Geschoßdecke, dick dämmen, und damit viele Geld gegenüber der Aufsparrendämmung sparen. Außerdem ist so ein belüftetes Holzdach enorm resistent gegen Undichtigkeiten aus Schäden. Im Grunde ist das die historisch bewährte Bauweise.
Wenns aber unbedingt die Aufsparrendämmung sein muß: Lüftungsöffnungen schließen und ersetzen durch feutegeregellte maschinelle Lüftung mit WRG.