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Klimaschutzpaket / KfW Förderung

Weiß jemand (evtl. die GEB Redaktion?) wann die neuen Zuschüsse der KfW aufgrund des Klimaschutzpaketes eingeführt werden? Immerhin werden ja alle KfW Zuschüsse um 10% erhöht. Daher warten ja alle Kunden mit den Sanierungen ab zur Zeit.... Sanierungsstau !!!!!

 

Auszug aus dem Papier: Eckpunkte für das Klimaschutzprogramm 2030

i. Steuerliche Förderung energetischer Sanierungsmaßnahmen ( 6)Zentrale Maßnahme ist die Einführung einer attraktiven, einfachen undtechnologieoffenen steuerlichen Förderung energetischerGebäudesanierungsmaßnahmen. Die steuerliche Förderung selbstgenutztenEigentums soll ab 2020 in Ergänzung zur existierenden Förderkulisse als weitereSäule der Förderung  eingeführt werden.  Durch einen Abzug von der Steuerschuldwird gewährleistet, dass Gebäudebesitzer aller Einkommensklassen gleichermaßenvon der Maßnahme profitieren.Gefördert werden alternativ zur Inanspruchnahme sonstiger Förderprogramme auchEinzelmaßnahmen, die auch von der KfW als förderwürdig eingestuft sind. Hierzuzählen Einzelmaßnahmen wie insb. der Heizungstausch, aber auch der Einbau neuerFenster oder die Dämmung von Dächern und Außenwänden.  Wer z. B. alte Fenster durch moderne Wärmeschutzfenster ersetzt, kann seineSteuerschuld – verteilt über 3 Jahre – um 20% der Kosten mindern.Wer weiterhin die bisherige Förderung nutzen möchte (С02-Gebäudesanierungsprogramm, Marktanreizprogramm - neu BEG), bekommt dortzukünftig ebenfalls eine um 10% erhöhte Förderung für Einzelmaßnahmen.

 

ii. Bundesförderung für effiziente Gebäude ( 7)Mit der neu konzipierten Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) werden diebestehenden investiven Förderprogramme im Gebäudebereich zu einem einzigen,umfassenden und modernisierten Förderangebot gebündelt und inhaltlich optimiert.Damit werden die Adressatenfreundlichkeit und Attraktivität der Förderung deutlichgesteigert, diese noch stärker auf ambitioniertere Maßnahmen gelenkt und dieAntragsverfahren deutlich vereinfacht. Es wird nur noch ein Antrag fürEffizienzmaßnahmen und Erneuerbare Energien genügen. Die Mittelausstattung desProgramms wird erhöht. Für umfassende Sanierungen werden die bisherigenFördersätze für das Erreichen der unterschiedlichen Effizienzhausstufen im BereichWohngebäude um 10%-Punkte erhöht. Die Gebäudeeffizienstrategie derBundesregierung wird bei der nächsten Überarbeitung noch konsequenter auf dasZiel der CO2-Reduktion (klimaneutraler Gebäudebestand im Jahr 2050) ausgerichtet.  Im Rahmen der KfW-Förderung werden wir dafür sorgen, dass die Investitionenweiterer Adressaten durch Zuschüsse gefördert werden können (z. B. steuerbefreiteWohnungsgenossenschaften; Wohnungsunternehmen mit hohen Verlustvorträgen;Personen ohne oder mit nur geringer veranlagter Steuerschuld wie z. B. Rentner;Vermieter; Eigentümer eigenbetrieblich genutzter Gebäude).

 

Datum: 10.10.2019 10:39:04

Re: Klimaschutzpaket / KfW Förderung

Ich habe die Auskunft bekommen, dass zwar schon seit einiger Zeit an der BEG gearbeitet wird, das Ganze ist aber eine recht komplexe Geschichte, da ja auch Zuständigkeit usw. geändert werden müssen und die "alte" Förderwelt in eine neue überführt werden muss. Momentan geht man vom Jahreswechsel 2020/2021 als Startzeitpunkt aus.

Insofern teile ich Ihre Bedenken absolut: Sanierungsstau, Attentismus, Verwirrung, all das wird uns im nächsten Jahr wohl begegnen...

Datum: 11.10.2019 08:13:41

Re: Klimaschutzpaket / KfW Förderung

Frau Großmann,

1000 Dank für diese Information. Mir persönlich hilft diese Info enorm.

Und natürlich: Was für ein Förderchaos.... selbst wir Energieberater blicken oft nicht mehr durch, wie soll das der Endkunde dann bloß verstehen......

Datum: 11.10.2019 12:10:38

Re: Klimaschutzpaket / KfW Förderung

auch mich haben einige Kunden schon auf die mögliche 10%'ige höhere Förderung angesprochen. Wenn ich denen nun sage, "das wird erst Ende 2020 erhöht" und dann erhöht die KfW (evtl. auch erstmal ohne das BEG) doch schon im Januar die Fördersätze um 10%.. dann ist das schon mehr als ärgerlich.

 

Datum: 14.10.2019 10:17:52

Re: Klimaschutzpaket / KfW Förderung

Im letzten Newsletter von enbausa.de wird in der Meldung "Förderprogramme werden neu gestaltet" mitgeteilt, dass es laut Bundeswirtschaftsministerium schon diesen Monat einen Lösungsvorschlag zur neuen Förderlandschaft geben soll.

Datum: 15.10.2019 14:18:21

Re: Klimaschutzpaket / KfW Förderung

"Durch einen Abzug von der Steuerschuld wird gewährleistet, dass Gebäudebesitzer aller Einkommensklassen gleichermaßen von der Maßnahme profitieren"
Ich finde den Ansatz der steuerlichen Förderung nicht richtig. Der bisherige -maximal demokratische- Ansatz, das Gebäude zu fördern egal ob und wie hoch der Eigentümer Steuerzahler ist, trifft doch das Ziel der energetischen Gebäudemodernisierung viel besser, logischer und direkter. Warum eine zweite Förderstruktur parallel eingeführt werden muß erschließt sich mir nicht, denn im Grunde soll über beide Strukturen die gleiche Menge Geld für das gleiche Ergebnis bezuschußt werden. Dass darüber hinaus die steuerliche Förderung ohne den beim KfW Förderprogramm vorgeschriebenen Energieberater durchgeführt werden soll halte ich ebenfalls für einen großen Fehler. Sicherlich, der Energieberater und seine Kosten stellen eine Hürde da, die der Endkunde gerne weg haben möchte, und die Politik ist bemüht Hürden abzubauen. Aber dass ein guter (!!) Energieberater auch für ein gutes Ergebnis sorgt und die so wichtige Gesamteffizienz und das bauphysikalische Gleichgewicht im Auge behält scheint im Moment im zuständigen Ministerium nicht so wichtig genommen zu werden. In der Vergangenheit wurde ja ebenfalls z.B. die Hürde eines physikalisch richtigen "hydraulischen Abgleichs" nach Verfahren B (das zwar in keiner Norm so heißt aber das klassische Verfahren einer normativen Heizungsauslegung ist) immer weiter zurückgedrängt und durch das extrem ungenaue physikalisch wiedersprüchliche Vefahren A ersetzt, obwohl Verfahren A ja Ende 2016 abgeschafft werden sollte. Mit dieser geringeren Hürde hydraulischer Abgleich nach Verfahren A anstatt B ist der geförderte Austausch des Wärmeerzeugers bestimmt beim Endkunden beliebter geworden, aber die Effizienz auch >10% geringer. Daher halte ich eine höhere finazielle Förderung, die keine ambitionierte Forderung an eine hohe Effizienz der geförderten Maßnahme verlangt, für eine schlechte Idee. Wie man diese beiden Forderungen gut miteiander verkoppelt zeigt z.B. das KfW Heizungspaket: 5% Bonusförderung gegenüber dem Standardbaustein Austausch des Wärmeerzeugers gegen einen mit Brennwerttechnik, falls eine Heizungsoptimierung nach Verfahren B durchgeführt wird. Nach meiner Idee sollte das Heizungspaket sogar mit 10% Bonus gefördert werden. Oder als vergleichbares Beispiel: Fassadendämmung und Fenstertausch mit Wärmebrückenoptimierung (z.B. vorziehen der Fenster an und in die Dämmebene) 10% Effizienzbonus obendrauf. Denn eine effiziente Maßnahme spart Energie ein mit einem möglichst geringen Rohstoffeinsatz.
Datum: 15.10.2019 09:29:56

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