Mit einem beispielhaften Projekt zur Abwärmenutzung will Richter Aluminium bislang ungenutzte Energiepotenziale in der Aluminiumverarbeitung erschließen. Ziel ist es, die beim Pressprozess entstehende Abwärme zurückzugewinnen und zur Erwärmung der benachbarten Ausalterungsöfen einzusetzen. Damit will der Aluminiumverarbeiter seinen Erdgasverbrauch reduzieren und gleichzeitig die Wärmebelastung in der Produktionshalle senken. Der Badenova Innovationsfonds unterstützt das Projekt mit 150.000 Euro.
Abwärme für Alterungsöfen nutzen
Im Produktionsprozess der Aluminiumverarbeitung entsteht beim Abkühlen der Profile von 500 auf 250 Grad Celsius eine erhebliche Menge ungenutzter Abwärme mit einer Leistung von 380 Kilowatt beziehungsweise eine jährliche Wärmemenge von 2,2 Gigawattstunden an. Die geplante Maßnahme sieht vor, die heiße Abluft der Pressen mit Temperaturen über 300 Grad Celsius über eine neue Abluftführung direkt in die Alterungsöfen einzuspeisen.
Press- und Alterungsprozesse synchronisieren
Langfristig ist der Einsatz elektrischer Heizelemente vorgesehen, um den Prozess weiter zu dekarbonisieren. Für eine maximale Energieeffizienz soll der Prozessablauf so aufeinander abgestimmt werden, dass der Wärmebedarf der Alterungsöfen zeitgleich mit der anfallenden Abwärme der Pressen entsteht. Quelle: Badenova/jb
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