GEB Newsletter: 17-2009 | 10.08.2009

FÖRDERUNG

IWO: Runde 2 der Aktion Energie-Gewinner

Um die energetischen Potenziale moderner Ölheiztechnik im Gebäudebestand zu demonstrieren, fördert das Institut für wirtschaftliche Oelheizung (IWO) in der Aktion „Energie-Gewinner“ ausgewählte Modernisierungsobjekte mit einem Sanierungszuschuss. Jetzt wurde die 2. Runde des Modernisierungswettbewerbs gestartet. Ob eine Heizungssanierung, die Einbindung erneuerbarer Energien wie Solarthermie und Holzkaminofen oder eine komplette energetische Haussanierung, teilnehmen können unterschiedliche Projekte. Wichtigste Voraussetzungen für den IWO-Zuschuss: Mit der Sanierung muss der Primärenergiebedarf um mindestens ein Drittel reduziert werden. Die Energieeinsparung muss mit einem bedarfsbasierten Energieausweis nachgewiesen werden. Und: das Gebäude muss nach der Sanierung überwiegend ölbeheizt sein.

25 Ct/kWh eingesparte Primärenergie
Anders als bei den meisten öffentlichen Förderprogrammen, ist bei der Aktion Energie-Gewinner nicht die Technologie oder der Investitionsaufwand maßgeblich für die Höhe der Fördersumme, sondern allein der Umfang der Energieeinsparung. „Unser Ziel ist es, kosteneffiziente Sanierungen besonders zu fördern“, begründet IWO-Geschäftsführer Prof. Christian Küchen. Pro jährlich eingesparter kWh Primärenergie werden einmalig 25 Ct an die Energie-Gewinner ausgezahlt. Die Fördersumme ist auf maximal 50 % der Investitionskosten begrenzt. Auf dieser Basis kommen bei der Aktion stattliche Fördersummen zusammen. Werden beispielsweise durch den Austausch einer veralteten Heizung gegen ein Öl-Brennwertgerät mit Solarthermie 16.000 kWh Primärenergie eingespart, liegt der IWO-Zuschuss bei 4000 Euro – bei Gesamtinvestitionskosten von etwa 15.000 bis 18.000 Euro.

Teilnehmendes Gebäude der Aktion Energie-Gewinner.
Teilnehmendes Gebäude der Aktion Energie-Gewinner.
Aktion läuft bis Dezember 2011
IWO ruft die Marktpartner von Handwerk, Handel und Energieberatung auf, Modernisierungsinteressenten in ihrem Kundenkreis auf die Aktion Energie-Gewinner aufmerksam zu machen. Hausbesitzer, die planen, ihr Gebäude energetisch zu modernisieren, können sich ab sofort als Energie-Gewinner bewerben. Bis Dezember 2011 wählt eine IWO-Fachjury jedes Quartal bundesweit eine begrenzte Anzahl vorbildlicher Modernisierungsobjekte aus. Bewerbungsunterlagen, Beispielberechnungen und weitere Infos: www.oelheizung.info/energiegewinner. 2008 wurden insgesamt 14 Hausbesitzer, die Heiztechnik und Gebäudehülle energetisch auf Vordermann bringen, als Energie-Gewinner ausgewählt. Die modernisierten Gebäude zeigen, dass der nach Energieeinsparverordnung (EnEV) zulässige Primärenergiebedarf (Neubau) mit effizienter Öl-Brennwert­technik deutlich unterschritten werden kann.

„Förderpolitik“
Mit der Fokussierung auf die Primärenergieeinsparung als zentrales Förderkriterium will IWO die Forderung der Mineralölwirtschaft nach einer einheitlichen Bezugsgröße in staatlichen Förderprogrammen, Gesetzesvorhaben und Verordnungen zur Energieeinsparung und Emissionsreduzierung in Gebäuden Nachdruck verleihen. Küchen: „Die Zielgröße ‚Reduzierung des Primärenergiebedarfs’ integriert sämtliche Ziele der energie- und klimapolitischen Vorgaben: Reduzierung der CO2-Emissionen, Verringerung des Energiebedarfs und die Ausweitung des Anteils erneuerbarer Energieträger.“ Zugleich gewährleiste sie eine technologieoffene, effiziente Förderung. Derzeit wird überwiegend der Einsatz bestimmter Technologien gefördert, was auch von der im BDH organisierten Heizungsindustrie regelmäßig kritisiert wird. GLR

Uns interessiert Ihre Meinung: redaktion.geb-letter@geb-info.de
  • zurück
  • Druckansicht
  • Versenden

Weitere Artikel zum Thema

Frage des Monats

Haben Sie in diesem Jahr mehr Nachfragen zur Erstellung von Energieausweisen bekommen als in den Vorjahren?

Abstimmen
Wissenscheck

Testen Sie Ihr Wissen und lernen Sie dazu! Jeden Monat stellen wir Ihnen vier Fragen aus dem GEB-Umfeld und erläutern die richtige Antwort.

GEB-Newsletter

Ja, ich möchte den GEB-Newsletter kostenlos abonnieren: