Gebaeude Energie Berater Ausgabe: 02-2017

GWG Kassel Einrohrheizsysteme regeln

Auf Grundlage der gemessenen Temperaturdifferenzen regelt indiControl für jeden Teilheizkreis die Ventilstellung.

Auf Grundlage der gemessenen Temperaturdifferenzen regelt indiControl für jeden Teilheizkreis die Ventilstellung.

In etlichen Gebäuden sind noch Einrohrheizsysteme verbaut. Oft führt eine Heizleitung durch mehrere Wohnungen, die Heizkörper sind nacheinander daran aufgereiht. Die Vorlauftemperatur ist so eingestellt, dass auch der letzte Heizkörper noch genügend Wärme abgeben kann, die Räume am Anfang der Leitung sind damit in vielen Fällen überversorgt. Selbst bei geschlossenen Thermostatventilen gibt das System über die Heizungsleitung ungeregelt Wärme ab. Die Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Kassel, die selbst 2200 Wohnungen mit Einrohrheizsystemen im Bestand hat, entwickelte für die bedarfsgerechte Steuerung der Volumenströme indiControl. Das System, das von GWG Service vermarktet wird, setzt auf separat regelbare Teilheizkreise, die mit je zwei Temperaturfühlern und einem motorischen Ventil ausgestattet werden. Die Messdaten der Temperaturfühler werden konstant mit einem anlagenspezifischen Referenzwert (z. B. 8 K) abgeglichen. Ist die gemessene Temperaturdifferenz größer als der Referenzwert, gibt die zentrale Steuereinheit ein Signal zur Erhöhung des Volumenstroms an das Ventil weiter. Sinkt die Temperaturdifferenz, reduziert das Ventil den Volumenstrom um bis zu 80 %. Dadurch wird die ungewollte Überheizung deutlich reduziert. Zusätzlich zum verbesserten Raumklima konnte der Energieverbrauch in den Testobjekten der GWG Kassel um durchschnittlich 27 % gesenkt werden.

GWG Service, 34117 Kassel

Tel. (05 61) 70 00 18 88, www.indiControl.de

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