Für die Heizkostenabrechnung 2025 müssen sich Verbraucherinnen und Verbraucher trotz sinkender Energiepreise auf höhere Kosten einstellen. Grund dafür sind die kälteren Außentemperaturen im vergangenen Jahr: Im Schnitt war es 2025 kälter als 2024, was zu einer Steigerung des Heizenergieverbrauchs führt. Laut einer Prognose des Energiedienstleisters Techem steigen die Gesamtkosten für Heizen im Mittel damit um 8,6 Prozent. Besonders betroffen sind demnach Haushalte mit Fernwärme (+13,2 %) und Gas (+9,7 %). Geht man von einem linearen Zusammenhang zwischen Temperatur und Heizenergieverbrauch aus, ergibt sich laut Techem ein Verbrauchsanstieg von rund 11,6 %.
Das Vergleichsportal Verivox vermeldet für das vergangene Jahr ebenfalls höhere Heizkosten. Verivox hat für Gaskunden sogar eine noch höhere Kostensteigerung errechnet als Techem. Eine Familie mit Gasheizung zahlt demnach durchschnittlich 2.202 Euro und damit 12,7 Prozent mehr (plus 247 Euro). Bei Ölheizungen fällt der Anstieg laut Verivox mit rund vier Prozent moderater aus, da gesunkene Heizölpreise den höheren Heizbedarf teilweise kompensierten.
Kostensteigerung in Baden-Württemberg am höchsten
Die Prognose von Techem zeigt deutliche regionale Unterschiede – aufgrund unterschiedlicher Witterungsbedingungen. Während Verbraucherinnen und Verbraucher in Baden-Württemberg mit einem Kostenanstieg von 14,2 Prozent, in Sachsen mit 13,3 Prozent und in Sachsen-Anhalt mit 12,2 Prozent rechnen müssen, fällt die Kostensteigerung in Schleswig-Holstein mit 2,8 Prozent am geringsten aus. Auch in Mecklenburg-Vorpommern (+5,8 Prozent) und Niedersachsen (+5,9 Prozent) sind vergleichsweise niedrigere Kostensteigerungen zu erwarten. Quelle: Techem, Verivox / ms