Dossier

Wärmebrücken

Wer sorgfältig mit Wärmebrücken umgeht, kann Bauschäden vermeiden. Auch bei der EnEV-Bewertung macht sich die Wärmebrücken-Optimierung durch bessere Energiekennwerte bezahlt. Gründe genug, sich mit dem Thema genau zu beschäftigen.

GEB 06-2017

Gib der Wärmebrücke einen Korb!

Thermische Trennung von Stahlanschlüssen Wohl keine gängige Konstruktion erlaubt filigranere Profilstärken als die Stahlbauweise. Der Preis der statischen Leistungsfähigkeit von Stahl ist jedoch dessen hohe Wärmeleitfähigkeit, die insbesondere bei Anschlüssen an gedämmte Gebäudehüllen schadensträchtige Wärmebrücken mit sich bringt. Die RWTH Aachen hat im Rahmen eines Forschungsprojektes unterschiedliche Lösungen zur thermischen Trennung numerisch und experimentell analysiert und verglichen. Nadine Böttrich

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1 Beispielhafte temperaturbewertete Wärmebrücke aus einem Wärmebrückenkatalog

GEB 03-2017

Kein Fall für alle Fälle

Fallunterscheidungen für die Berechnung des längenbezogenen Wärmedurchgangskoeffizienten Für die energetische Bewertung von Wärmebrücken ist auch der längenbezogene Wärmedurchgangskoeffizient zu berücksichtigen. Bei dessen Berechnung spielen die Randbedingungen an den jeweiligen Oberflächen eine bedeutende Rolle. Insbesondere für die weitere Verwendung des -Wertes im Zusammenhang mit einem Gleichwertigkeitsnachweis nach DIN 4108 Beiblatt 2 oder bei der unmittelbaren Berechnung des Transmissionswärmeverlustes ist zu berücksichtigen, ob es sich bereits um eine temperaturbewertete Größe handelt. Lutz Dorsch

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GEB 01-2016

So funktionieren die neuen Verfahren

Wärmebrückenbewertung im Rahmen der KfW-Effizienzhausberechnung Wer Wärmebrücken berücksichtigen will, kann gemäß EnEV aus drei Verfahren wählen. In der Regel lässt sich dabei der Wärmebrückenzuschlag umso geringer halten, je genauer gerechnet wird. Doch dieser Vorteil bedeutet oftmals einen großen Zeitaufwand für den Energieberater. Deshalb hat die KfW die Bandbreite um zwei weitere, vereinfachte Verfahren ergänzt, die für KfW Effizienzhäuser eingesetzt werden können. Hier lesen Sie, wie diese funktionieren und wofür sie angewendet werden können. Petra Bühner, Rainer Feldmann

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GEB 10-2015

Effizient überbrückt

Glasfaserbewehrung für kerngedämmte Betonwände  Ihre speziellen Eigenschaften machen glasfaserverstärkte Kunststoffe aus verschiedenen Gründen für das Bauwesen interessant. Bei dem Ersatzbau einer Alpenhütte an der Zugspitze ersetzt der Werkstoff herkömmliche Edelstahl-Gitterträger in kerngedämmten Beton-Elementwänden und minimiert somit den Wärmebrückeneffekt der Bewehrung. Der badische Hersteller Schöck Bauteile hat sich auf die Anwendung dieses Faserverbundwerkstoffes spezialisiert. Klaus Siegele

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GEB 10-2015

Im grünen Bereich

Wärmebrückenfreiheit einer Passivhausschule in Holzbauweise  Nach der Insolvenz eines Fachplaners musste die zertifizierte Wärmebrückenfreiheit eines Holzbausystems nachgewiesen werden, mit dem eine Schule in Halle errichtet worden war. Die Berechnung erfolgte im Rahmen einer Masterarbeit und zeigt, dass der Aufwand für einen detaillierten Wärmebrückennachweis je nach Baukörperform und Baukonstruktion sehr aufwendig sein kann. Das Ergebnis wiederum bestätigt, dass sich der rechnerische Aufwand gegenüber der Annahme pauschaler Wärmebrückenzuschläge durchaus lohnt. Uwe Gebhardt, Katharina Gebhardt

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GEB 10-2015

KfW-Wärmebrückenbewertung

Vereinfachtes Verfahren für Effizienzhäuser Viele KfW-Anträge zur Bewilligung von Fördergeldern für KfW-Effizienzhäuser sind fehlerhaft, weil insbesondere der Wärmebrückennachweis nach den Bilanzierungsvorschriften der EnEV nicht korrekt durchgeführt wurde. Die Bankengruppe hat nun ein vereinfachtes Verfahren für Sanierung und Neubau entwickelt, das zudem den Bearbeitungszeitraum deutlich reduziert. Klaus Siegele

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GEB 03-2015

Getrennte Wege und Stege

Wärmebrücken an Bauanschlüssen Erhöhte Energieverluste, reduzierter Wohnkomfort, im schlimmsten Fall auch Tauwasserausfall und Schimmelpilzbildung – sind mögliche Folgen, die eine Missachtung oder fehlerhafte Einschätzung von Wärmebrücken mit sich bringen können. Sowohl im Neubau als auch in der Sanierung müssen Planer daher geometrische und konstruktive Wärmebrücken erkennen, möglichst genau berechnen und durch eine entsprechende Detailplanung praxisgerecht minimieren. Patricia Sulzbach

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GEB 10-2014

Verborgene Schätze hinterm Komma

Alternative Randbedingungen für detaillierte Wärmebrückenberechnungen Bei der Berechnung des Transmissionswärmeverlustes können für die ungestörten Flächen der Gebäudehülle und für Wärmebrücken unterschiedliche Rechenansätze gewählt werden. Unabhängig davon, ob man mit europäischen oder nationalen Rechenrandbedingungen arbeitet, sollten die Rechenansätze eindeutig und in sich konsistent sein. Im Einklang mit einem optimierten Wärmebrückenkonzept können daraus dann sehr niedrige Wärmebrückenzuschläge resultieren, wie das in diesem Beitrag ausgeführte Rechenbeispiel eines monolithischen Ziegelgebäudes zeigt . Wiebke Grethe, Stefan Horschler

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Marktübersicht: Wärmebrücken-Software im Vergleich GEB 06-2014

Schwachstellen analysieren

Wärmebrücken wirken sich nachteilig auf den Energieverbrauch, die Wohnhygiene und die Behaglichkeit aus. Sie verursachen nicht nur Wärmeverluste, sie können auch zu Feuchteschäden führen. Für die Untersuchung dieser Schwachstellen an der Gebäudehülle bietet der Markt verschiedene Programme. Der tabellarische Vergleich zeigt, wo die Unterschiede liegen und worauf es bei der Auswahl ankommt.

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1 Woher kommt der -Wert im Beiblatt 2 zur DIN 4108 am Beispiel des Normdetails Nr. 83, das einen Ortgang bei zweischaligem Mauerwerk zeigt? Die Berechnung erfolgte gemäß den Normrandbedingungen mit Therm 5.2 und PSI 8.0.xls.

Kreativer Umgang mit Wärmebrücken-Nachweisen GEB 06-2014

Schlauer rechnen spart Kosten

Die KfW-Förderung für Effizienzhäuser ist bei der Bestandssanierung besonders attraktiv. Allerdings führt der hohe Wärmebrückenzuschlag (ohne besonderen Nachweis ΔUWB= 0,10 bis 0,15 W/m²K) häufig dazu, dass bei der Dämmung der Gebäudehülle nachgelegt werden muss, um die Kriterien für die Fördergelder einzuhalten. Dies ist in der Regel mit einem erheblichen (bau)technischen Aufwand verbunden. Bei gut geplanten Details lässt sich dieser Zuschlag in Kombination mit einer Wärmebrückenberechnung deutlich reduzieren. Dieser Fachbeitrag soll aufzeigen, wie man hierbei innovativ und kreativ vorgehen kann.

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Vorgefertigtes Attika-Dämmelement für Flachdachränder GEB 10-2013

Casus knacksus simplex


Steht eine Flachdachsanierung an, sorgen die betonierten Aufkantungen an den Dachrändern regelmäßig für Stirnrunzeln bei der Detailplanung. Kamen zur Vermeidung von Wärmebrücken an diesem heiklen Punkt bislang nur handgemachte Lösungen infrage, um den Übergang von Flachdach- zur Fassadendämmung konstruktiv wie auch optisch in den Griff zu bekommen, ermöglicht das Purenit Attikaelement nun eine vorgefertigte Variante, die auch bauphysikalisch überzeugende Anschlussdetails ermöglicht.

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Wärmebrücken – Störfaktor in der Dämmhaut (Teil 2) GEB 02-2012

Kurzschluss im Wärmestrom


Die Energiekrise förderte das Thema Wärmebrücken wieder zu Tage. Neben der Forschung an prinzipiellen Lösungen und ersten Produktanalysen wurden im Zusammenhang mit dem Niedrigenergiehaus praxistaugliche Informations- und Weiterbildungselemente entwickelt. Das Bundesbauministerium setzte jedoch ab 1998/2002 auf Normung und Ordnungsrecht. Die Folge war Rechtsunsicherheit für Planer und Bauhandwerk. Denn der Staat brachte bis heute die Informationsgrundlagen für die Einhaltung der EnEV und der mit ihr verbundenen Normung nur unzureichend bei.

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Wärmebrücken – Störfaktor in der Dämmhaut (Teil 1) GEB 01-2012

Löcher im Pelz


Zum Problem wurden Wärmebrücken in der Baugeschichte erst mit dem Massivbau. Besonders die Beton-mischbauweise war und ist davon betroffen. Derlei Störstellen im Wärmeschutz erhöhen im Winter den Wärmeverlust, führen zu abgesenkten Temperaturen an den Innenoberflächen und bergen so die Gefahr von Feuchte- und Schimmelschäden. Auch die sommerliche Aufheizung von Gebäuden wird durch Wärmebrücken verstärkt. Doch erst seit 2003 berücksichtigt die DIN 4108-2 Wärmebrücken umfassend. Der historische Rückblick auf die Auseinandersetzung mit den Wärmebrücken erfolgt in zwei Teilen.

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Innendämmung bei Gründerzeithäusern (Teil 2) GEB 01-2012

Wärmebrücken vermeiden


Das Aachener Institut für Bauschadensforschung (AIBau) hat in einer Forschungsarbeit untersucht, ob die energetische Modernisierung von Gründerzeithäusern nach den Anforderungen der EnEV 2009 mit einer Innendämmung schadenfrei möglich ist. Silke Sous, die an der Studie mitgearbeitet hat, fasst hier die Ergebnisse zusammen. In diesem zweiten abschließenden Teil wird erläutert, welchen Detailpunkten bei einer Innendämmung besondere Beachtung zu schenken ist und wie diese schadenfrei lösbar sind.

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Simulationen in der Bauphysik GEB 09-2011

Für jeden Fall das Richtige


Steigende Anforderungen an den energetischen Standard eines Gebäudes haben thermische Simulationsprogramme zum alltäglichen Handwerkszeug werden lassen. Nun werden zunehmend Forderungen nach der zusätzlichen feuchtetechnischen Bewertung von Gebäuden laut. Welchen Mehrgewinn hat die Planung durch den Einsatz hygrothermischer-, anstelle von rein thermischen Simulationsprogrammen? Zur Klärung dieser Fragenstellung und für einen ersten Einblick in die Vielfalt der Planungs- und Simulationssoftware soll der folgende Artikel einen Betrag leisten.

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Bewertung von Wärmebrücken nach EnEV 2009 GEB 09-2009

Einfacher, aber nicht besser


In der neuen EnEV 2009 wird die Bewertung der Gleichwertigkeit von Wärmebrücken nach DIN 4108 Beiblatt 2 neu geregelt. Diese soll vor allem zu einer Arbeitserleichterung bei der Beurteilung von Wärmebrücken führen, birgt aber die Gefahr, Wärmebrücken falsch zu beurteilen. Hier werden Beispiele aufgezeigt.

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Innendämmung von Altbauten (Teil 3) GEB 09-2008

Nur die Praxis zählt


Dieser dritte und letzte Teil zum Thema Innendämmung von Altbauten beschäftigt sich mit den Ausführungsproblemen in der Baupraxis. Es geht darum, wie Details zu lösen und welche Probleme dabei zu bewältigen sind. Mit entscheidend ist hierbei auch die Wärmebrückenproblematik. Nicht minder wichtig ist es, dass die in der Außenwandkonstruktion enthaltene und durch Schlagregen eindringende Feuchte auch wieder austrocknen kann. Ein Beispiel aus der Praxis zeigt, wie der Schuss nach hinten losgehen kann, wenn man sich nicht eindringlich mit allen bauphysikalischen und bautechnischen Aspekten einer Innendämmung auseinandersetzt.

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Wärmebrückenzuschlag nach EnEV GEB 01-2008

Der Teufel steckt im Detail


Seit dem Inkrafttreten der Energieeinsparverordnung (EnEV) im Jahr 2002 müssen bei der Berechnung der Transmissionswärmeverluste auch jene Wärmeverluste berücksichtigt werden, die aufgrund von ­Wärmebrücken entstehen. Um diese Werte zu ermitteln, kann man entweder auf die pauschalen Ab­minderungsfaktoren der EnEV zurückgreifen, die in der Regel eher auf der sicheren Seite liegen, oder eine genaue Berechnung der Wärmebrücken durchführen. Bei einem Vergleich der beiden Verfahren können die Ergebnisse höchst unterschiedlich ausfallen – je nach Art des Gebäudes können sich die Transmissionswärmeverluste um bis zu 20 Prozent unterscheiden. Besonders bei hoch wärme­gedämmten Passivhäusern sowie bei KfW-40 oder KfW-60 Häusern kann sich eine solche Differenz ­erheblich auf die notwendige Wärmedämmung und die zu installierende Anlagentechnik auswirken.

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Innendämmung im Gebäudebestand GEB 07-2007

Profis gefragt

Wer innen dämmt, muss genau hinschauen, um Bauschäden vorzubeugen und eine möglichst hohe Energieeinsparung zu erzielen. Auf die Feuchtesituation, die Wärmebrücken und die Luftdichtheit sollte dabei besonders geachtet werden. Welche Anhaltswerte sich in der Praxis bewährt haben, lesen Sie hier.

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