GEB Newsletter: 06-2008 | 08.04.2008

LESERBRIEFE

„Energieberater sollten sich freuen“

Fachverband warnt vor DBU-Energie-Check titelte ein Bericht im letzten GEB-Letter. Obwohl die Aktion Haus sanieren - profitieren qualifizierten Energieberatern nicht Konkurrenz machen, sondern potenzielle Kunden für die energetische Modernisierung mit vorheriger „echter“ Energieberatung aktivieren will, polarisiert sie unsere Leser. Insbesondere Energieberater mit „Erstkontakt“ zu der Energie-Check-Aktion reagierten gereizt bis allergisch: „Ich bin fassungslos!“ „Jetzt können wir endgültig einpacken.“ „Die Handwerker legen den Aufwand auf einen ganz anderen Umsatz um, als es freie Energieberater tun können.“ „Die Hürden für die Qualifikation der Berater dürfen nicht runter, sie müssen rauf!“ „Solche Aktionen beschädigen den Ruf der Energieberatung noch weiter. Schluss damit.“ „Wenn Handwerker beraten, ist das Ergebnis doch schon irgendwie klar, beim Fensterbauer sind die Fenster das größte Energieleck, beim Heizungsbauer muss der Kessel ausgetauscht werden und der Dachdecker hat auch seinen Favoriten.“ „Wenn uns wirklich an einer nachhaltigen Energiewirtschaft und damit auch an Energieeinsparung und Effizienzsteigerung etwas liegt, dann muss es uns auch wert sein, hierfür im Vorfeld einige hundert oder auch mal tausend Euro auszugeben, um zu ermitteln, was denn wirklich den Interessen des Hauseigentümers am nächsten kommt. Der Handwerker und Installateur ist dann das Ende der Kette, nicht der Anfang, und das sollte bitte auch so bleiben.“

Beratung, sich eines qualifizierten Beraters zu bedienen
Wer sich allerdings mit den bisher eher regional ausgeprägten Aktionen wie „Haus sanieren - profitieren“ auseinandersetzt, kann auch zu einer gänzlich anderen Bewertung kommen. „Zudem sollte man berücksichtigen, dass oft Kollegen mit gleicher Qualifikation hinter den Konzepten stecken, aber das Handeln dem Warten auf Aufträge vorziehen“, schrieb uns ein Kollege, der sich in die Aktion mit eingebracht hat. Ein anderer Energieberater, der an der „Schulung“ in einer Pilotregion beteiligt war, schrieb: „Alle qualifizierten Energieberater sollten sich freuen, wenn vom Energie-Check häufig Gebrauch gemacht wird. Denn das Ergebnis ist immer (!), dass eine qualifizierte Energieberatung sinnvoll und richtig ist, um das meistens vorhandene Einsparpotenzial auszuschöpfen. Schon aufgrund der zeitlichen Ansätze für einen Check - der mehr einer Befragung gleichkommt - und die für den Check vorgesehene Personengruppe zeigen, dass eine Energieberatung gar nicht Ziel der Initiative ist. Sie ist mehr die Beratung, sich eines qualifizierten Beraters zu bedienen.“ GLR


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