GEB Newsletter: 26-2007 | 29.11.2007

GEBÄUDEHÜLLE

Dächer als Photokatalysator

Das Problem der Luftverschmutzung in Ballungszentren zählt europaweit zu den meistdiskutierten Themen. Die Belastung der Luft durch Stickoxide (NOx), Benzole und Aldehyde nimmt stetig zu. In Duisburg wurde jetzt der „erste industriell gefertigte, umweltaktive Dachstein der Welt“ vorgestellt. Drei Mehrfamilienhäuser wurden mit den neuen ClimaLife-Dachsteinen von Nelskamp eingedeckt. Ihre Oberfläche ist mit Mikrobeton verarbeitet, der ein Titandioxid enthält. Dieses spaltet mit Hilfe von Tageslicht z.B. gesundheitsschädliche Stickoxide auf und wandelt sie in ungefährliche Substanzen um. Den Rest erledigt der Regen und spült alles ab. Nach Auskunft der Herstellers ein Dach-Leben lang.

Die Wirksamkeit der Photokatalyse zur Schadstoffreduzierung in der Luft wird bereits seit den 90er Jahren erfolgreich in Japan angewandt. Im Rahmen eines von der EU geförderten Projektes wurde das auch messtechnisch nachgewiesen: Bei maximaler Sonneneinstrahlung ließ sich im Messaufbau eine NOx-Reduzierung in wenigen Stunden bis zu 90% erzielen, bei schlechtem Wetter immer noch bis 70%. Denn der Prozess wird durch die UV-Strahlen des Sonnenlichts ausgelöst. Nach Auskunft des Herstellers entsteht als Reaktionsprodukt in kleinen Mengen wasserlösliches Nitrat. Dieses werde vom Regen abgespült und stehe dann im natürlichen Stoffkreislauf Pflanzen als Nährstoff zur Verfügung. GLR

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