Gebaeude Energie Berater Ausgabe: 10-2019

Software Berechnung von Solar-Kombianlagen nach neuer DIN V 18599

Die Berechnung von Solar-Kombianlagen für die Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung wird mit den neuen, in den Teilen 5 und 8 der DIN V 18599:2018 beschriebenen Verfahren wesentlich sicherer. Ausgehend von der lokalen Solarstrahlung auf eine horizontale Fläche lässt sich mit Umrechnungsfaktoren auf das Strahlungsangebot für die projektierte Solaranlage beliebiger Neigung und Orientierung schließen. Mit dem Kollektorwirkungsgrad kann daraus ein Solarertrag je Quadratmeter Kollektorfläche berechnet werden. Die Kollektorgröße wird bedarfsgerecht so gewählt, dass der maximale tägliche Solarertrag den Wärmebedarf für Warmwasser deckt (Kombianlagen mit doppeltem Warmwasserwärmebedarf). Die nötige Größe des Solar- und Bereitschaftsspeichers kann ebenso einfach mit dem Wärmebedarf und der Temperaturdifferenz zur Umgebungsluft bestimmt werden. Bei frei gewählten Kollektor- oder Speichergrößen, z. B. für Bestandsanlagen, lässt sich über eine Temperaturkorrektur der Solarertrag anpassen. Das neue Berechnungsverfahren für thermische Solaranlagen ist nicht die einzige Änderung in der DIN V 18599:2018, welche die Berechnungsgrundlage für das neue GEG sein wird. Weitere Neuerungen werden schrittweise in die Bauphysik- und EnEV-Software Dämmwerk übernommen. Das Jahres-Update 2020 bietet darüber hinaus folgende Upgrades: die Anbindung an E-CAD 3, eine Schnittstelle zum Ökobilanzierungstool eLCA, die Masea-Datenbank (Altbausanierung), Ergänzungen zum Schallschutz, Schalldämm-Maße für bauübliche Holzbaukonstruktionen (Informationsdienst Holz), Wärmebrückenkonstruktionen für den Gleichwertigkeitsnachweis nach DIN 4108 Bbl. 2 sowie die Umsetzung vieler Anwenderwünsche.

www.bauphysik-software.de

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