Gebaeude Energie Berater Ausgabe: 03-2018

Hasit Aerogel-Dämmputz rettet Jugendstil-Ensemble


Spätestens 2019 soll die Sanierung des Ausstellungsgebäudes mit dem angegliederten Hochzeitsturm abgeschlossen sein – der Aerogel-Dämmputz von Hasit trägt maßgeblich dazu bei, die Charakteristik des Jugendstilensembles zu bewahren und trotzdem deutliche energetische Verbesserungen zu erreichen.

Spätestens 2019 soll die Sanierung des Ausstellungsgebäudes mit dem angegliederten Hochzeitsturm abgeschlossen sein – der Aerogel-Dämmputz von Hasit trägt maßgeblich dazu bei, die Charakteristik des Jugendstilensembles zu bewahren und trotzdem deutliche energetische Verbesserungen zu erreichen.

Die Mathildenhöhe in Darmstadt gehört zu den bedeutendsten Jugendstil-Ensembles weltweit. Teil des baukulturell bemerkenswerten Baukomplexes ist ein Ausstellungsgebäude aus dem Jahre 1908 von Architekt Joseph Maria Olbrich. Die denkmalgeschützte Landmarke wird bis 2019 umfassend saniert, um den konservatorischen Anforderungen, etwa im Hinblick auf das Innenraumklima, weiterhin gerecht zu werden. Die Sanierung soll zudem die Bewerbung als Unesco Welterbestätte unterstützen. Zentraler Bestandteil des Sanierungsprojektes ist ein energetisches Konzept, zu dem das 1994 stillgelegte Wasserreservoir unterhalb des Ausstellungsgebäudes gehört. Es wird teilweise wieder gefüllt und dient als Primärseite für mehrere Wärmepumpen. In den Sommermonaten wird die Wärme in den Ausstellungsräumen dem Speicher zugeführt und im Winter zum Heizen genutzt. Dies erfordert neben einer effizienten Gebäudetechnik vor allem eine optimierte Gebäudehülle. Der hohe denkmalpflegerische Anspruch schließt Wärmedämmplatten an der Fassade und auch eine Innendämmung aus. Um die Transmissionsverluste der Außenwände dennoch möglichst gering zu halten, fiel die Wahl auf einen Aerogel-Dämmputz der Firma Hasit. Die Aerogele im Putz verringern die Wärmeleitfähigkeit gegenüber herkömmlichen Dämmputzen um nahezu das Dreifache. Durch die dünne Auftragsschicht bleiben Originalbauteile wie Gesimse und Zierkränze sowie die ursprüngliche Fassadengliederung erhalten und die Charakteristik des Gebäudes bewahrt, ohne energetisch schmerzliche Kompromisse eingehen zu müssen. Das Sanierungskonzept wurde interdisziplinär unter Führung des Fraunhofer Institut für Bauphysik entwickelt. Ziel war eine Musterlösung für die energetische Sanierung von Museumsgebäuden. Bei der Umsetzung sollen zudem modellhafte Lösungen sowie innovative Komponenten für die besonderen Herausforderungen des Denkmalschutzes getestet und aufgezeigt werden. Begleitet wird das Projekt vom Landesamt für Denkmalpflege Hessen sowie – aufgrund der Bewerbung als Unesco Welterbestätte – von einem internationalen Beratungsgremium.

Hasit, 85356 Freising, Tel. (0 81 61) 60 20, www.hasit.de

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