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Agrob Buchtal

 Keramische Landmarke

Der Wohnkomplex Ilot Queyries in Bordeaux vom niederländische Architekturbüro MVRDV ist in vielerlei Hinsicht außergewöhnlich - die prägnante keramische Außenhaut aber ganz besonders. Die Bauskulptur liegt östlich des Flusses Garonne, direkt gegenüber von Saint-André, einer der größten Kathedralen Frankreichs, die als städtebaulicher Hochpunkt das historische Zentrum von Bordeaux markiert. Mit dem Neubau wollten die Architekten das moderne Leben der prosperierenden Stadt widerspiegeln und machten den neuen Wohnhof, der eine parkähnliche Grünfläche einfasst, zum visuellen Orientierungspunkt im Quartier. Wie selbstverständlich schließt die Zukunft der Stadt auf diese Weise an die Historie an: Eine zeitgenössische Interpretation der Bautraditionen von Bordeaux. Dabei hat – wer an Keramikfassaden denkt – vermutlich fast jedermann zuerst kleine Häuser aus südlichen Ländern im Kopf. Die Dimensionen hier sind gänzlich andere und doch erweist sich das Material in vielerlei Hinsicht als richtige Wahl für Ilot Queyries. Der imposante Neubau sticht nicht nur mit seinen Höhen, Tiefen und Schrägen ins Auge. Auch die strahlend helle, dreidimensionale Gebäudehülle zieht schon von Weitem die Blicke auf sich. Unterschiedlich profilierte Fliesen des Systems KeraTwin von Agrob Buchtal machen das möglich. Sie fangen das Licht gekonnt ein und geben der Architektur mit Sonnenreflexen und Schattenspiel eine lebendige, skulpturale Anmutung, die sie zu einer keramischen Landmarke macht. Selbstbewusst greifen die gefliesten Fassadenflächen auch auf die Dächer über. Sie setzen sich mit scharfen, präzisen Kanten vom roten Putz des Innenhofes ab, der sich in Einschnitten, Durchblicken und Durchgängen hier und da kontrastreich seinen Weg nach außen bahnt. Für MVRDV ist das Projekt eine Art Labor der modernen Stadt, die Intimität mit Dichte, Ökologie, Licht und Komfort vereint. 200 m Gebäudelänge, 10 000 m² verbaute Keramikfassaden, die ihre Höhen bis auf neun Geschosse variieren und dabei eine dynamische Neigung von 14 bis 45 Grad einnehmen – ein Blick auf diese Eckdaten macht deutlich: Ohne die Unterstützung einer projektspezifischen und richtungsweisenden Oberflächengestaltung kann diese gleichermaßen unkonventionelle wie identitätsstiftende Architektur nur schwer gelingen. Nach den Vorgaben der Architekten gestalteten und produzierten Spezialisten von Agrob Buchtal eigens für Ilot Queyries Keramikelemente mit drei unterschiedlichen Profilen auf Basis des Fassadensystems KeraTwin. Das Ergebnis macht deutlich: Die wahre gestalterische Virtuosität von Keramik als Fassadenmaterial zeigt sich in der Kombination aus Farbe und dreidimensionaler Textur. Als Spielgefährtin des Lichts bringt sie eine fast unbegrenzte Zahl an Schattierungen in die monochrome Farbgebung. Abgesehen von kontextuellen und gestalterischen Erwägungen geht die helle Außenfarbe auch auf Umweltbelange zurück, um dem Gebäude eine hohe Albedo (Rückstrahlungsvermögen) zu verleihen, die dazu beiträgt, den städtischen Wärme-Insel-Effekt zu vermeiden. Und ohne Frage liegt einer der wichtigsten Parameter für nachhaltigen Städtebau auch in möglichst langen Gebäudelebenszyklen. Keramikfassaden von Agrob Buchtal sind dank Hytect-Technologie selbstreinigend. Somit erstrahlt Ilot Queyries auch dann noch in ästhetischem Glanz, wenn ein neuer Zeitgeist die futuristische Architektur überholt und man von ihr als historischer Bauskulptur im Quartier spricht. Oder anders ausgedrückt: Patina war gestern. Aber adelt eine solche denn nicht erst historisch wertvolle Baukultur? Die antibakteriell wirkenden Hytect-Fliesen kümmert’s nicht: Sie trotzen jeglicher Witterung, zeigen Moosen und Flechten die kalte Schulter und bauen zudem Schadstoffe wie Stickoxide ab, was der Luftqualität zugutekommt. Nicht einmal Frankreichs größte gotische Kathedrale, die Notre Dame d’Amiens mit ihrem 42,30 m hohen Mittelschiff, kann da noch mithalten … si

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