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GEB Podcast: Gebäudeautomation – der smarte Schlüssel zur Energiewende 

Gebäudeautomation ist ein wichtiger Hebel für die Energiewende. Durch die automatische Steuerung und Überwachung von Funktionen wie etwa Heizung, Lüftung und Klimatechnik lassen sich Gebäuden energieeffizient betreiben. Für Folge 47 des Podcasts Gebäudewende hat sich GEB-Redakteur Markus Strehlitz auf den Messen Light & Building und SHK+E über die aktuellen Trends bei dem Thema informiert. Dazu hat er mit Expertinnen und Experten von Anbietern wie etwa Siemens und Schneider Electric sowie dem Branchenverband BTGA gesprochen .

Dabei hat er zunächst festgestellt: Wichtiges Element einer intelligenten Gebäudesteuerung ist das Energiemanagement. Auf Basis vieler verschiedener Informationen wie Temperatur, Nutzungsverhalten, Strompreise und Wetterdaten erhält der Nutzer einen Überblick über seine Energieverbräuche und erfährt, wie sich diese optimieren lassen. Einsparungen von rund 20 Prozent sind so möglich.

Dank Künstlicher Intelligenz lassen sich die Daten noch besser nutzen. KI ist daher das Trendthema in der Gebäudeautomation. Sie ermöglicht es, viele Informationen aus verschiedenen Gewerken zu analysieren, Muster zu erkennen und prädiktive Entscheidungen zu treffen. Gebäude können dadurch stärker autonom agieren, etwa indem sie Raumtemperaturen oder Lüftung vorausschauend anpassen. Auch die Bedienung wird einfacher: Sprachsteuerung und intuitive Interfaces sollen die Nutzung ähnlich komfortabel machen wie bei bekannten KI-Anwendungen.

Kompakte Technik und offene Schnittstellen

Ein weiterer wichtiger Trend in der Gebäudeautomation ist die stärkere Fokussierung auf Bestandsgebäude. Aufgrund des hohen Sanierungsbedarfs und einer schwächeren Neubautätigkeit rückt die Nachrüstung bestehender Gebäude in den Mittelpunkt. Dabei ergeben sich besondere Herausforderungen: begrenzter Platz, bestehende Verkabelung und heterogene Altsysteme. Lösungen setzen daher auf kompakte Geräte, Funktechnologien wie Lorawan sowie offene Kommunikationsprotokolle, um vorhandene Infrastruktur weiter zu nutzen und unterschiedliche Systeme zu integrieren. Auch Komponentenhersteller reagieren darauf mit platzsparenden und flexiblen Produkten.

Wer in die Gebäudeautomation starten oder diese ausbauen will, dem steht mit dem Smart Readiness Indicator (SRI) ein hilfreiches Instrument zur Verfügung. Mit diesem lässt sich der digitale Reifegrad eines Gebäudes messen. Der Nutzer erhält also eine Antwort auf die Frage, wie intelligenzfähig das Gesamtsystem ist. Der SRI könnte künftig eine wichtigere Rolle in der Regulierung und Bewertung von Gebäuden spielen. ms

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