Dossier

Fassadendämmung/Außendämmung

Das Dämmen von Fassaden ist Baualltag, und dennoch müssen vor jeder Montage einer Außendämmung Einzelheiten neu durchdacht werden. Manche Details sind eng zwischen Energieberater, Planer oder Verarbeiter und Systemanbieter abzustimmen. Wichtig ist aber vor allem die Kontrolle der Ausführung.

1 Die Gebäudedämmung ist unzweifelhaft eine wichtige Säule für das Erreichen der Klimaschutzziele und das Umsetzen der Energiewende – der VDPM vertritt die Interessen der Branche und informiert Bauherren, Planer und Ausführende.

GEB 01-2018

Mit einer Stimme

Der VDPM positioniert sich in der Verbändelandschaft Aus zwei mach eins – nachdem im vergangenen Jahr der Industrieverband WerkMörtel (IWM) und der Fachverband Wärmedämm-Verbundsysteme (FV WDVS) in dem Verband für Dämmsysteme, Putz und Mörtel (VDPM) aufgegangen sind, hat sich dieser inzwischen personell wie inhaltlich strukturiert und seine Ziele abgesteckt. Vor dem Hintergrund der medialen Kritik gegenüber Dämmstoffen an Gebäuden ist die Fusion zu begrüßen, um das Fachwissen für sachlich fundierte Informationen und Diskussionen auf eine breite Basis zu stellen. Ralf Pasker

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GEB 01-2018

Alles geregelt

Entsorgung von EPS- und XPS-Dämmstoffen Nachdem im vergangenen Jahr kurzzeitig Dämmstoffe aus EPS und XPS aufgrund des beigemischten HBCD-Anteils die Klassifizierung zum Sondermüll drohte, hat sich die Aufregung inzwischen beruhigt. Seit 1. August 2017 sind diese zwar nicht mehr als gefährlich eingestuft, müssen aber fachgerecht entsorgt werden. Mit dem Creasolv®-Verfahren lassen sich künftig Fremdstoffe abtrennen und die rückgebauten Dämmplatten stofflich recyceln, anstatt sie in Müllheizkraftwerken zu verbrennen. Bettina Hahn

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GEB 01-2018

Was darf die Zukunft kosten?

Energieeffiziente Bauweisen sind wirtschaftlich Immer wieder ist zu hören, die erhöhten Anforderungen an den Wärmeschutz und die verbesserte Energieeffizienz unserer Gebäude würden die Kosten für Neubau und Sanierung nach oben treiben. Bei genauer Analyse und korrekter Berechnungsmethode zeigt sich jedoch, dass dieser Vorwurf nicht haltbar ist. Betracht man die Jahres- oder Monatskosten, liegen die Belastungen für Passivhäuser und Energie-Plus-Standards nicht höher als beim gesetzlich geforderten Niveau. Und ganz nebenbei erhöht sich der Komfort. Werner Eicke-Hennig

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GEB 01-2018

„Schuldig“ im Unsinn der Anklage

Vorbehalte gegenüber der Gebäudedämmung Unermüdlich wettern die Medien gegen die Gebäudedämmung und nehmen dabei insbesondere das Polystyrol als Bestandteil des Wärmedämm-Verbundsystems ins Visier. Brandkatastrophen und das Jammern über gestiegene Baukosten durch hohe energetische Anforderungen verstellen den Blick auf die Vorteile und Sinnfälligkeit gedämmter Gebäude für das Klima und den Komfort. Claudia Siegele

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GEB 02-2017

17 und 4

Umbau und Modernisierung eines 50er-Jahre-Wohnhauses Wo vormals zwei ältere Damen auf zwei Etagen jeweils 140 m2 bewohnten und das Erdgeschoss einen leer stehenden Getränke-Abholmarkt beherbergte, sorgen heute vier Familien mit ihren neun Kindern für ein lebhaftes Miteinander. Als GbR kauften die Familien das dreigeschossige Gebäude aus den 1950er-Jahren und bauten es gemeinschaftlich zu einem KfW-55-Effizienzhaus um. Die komplexe Planungs- und Bauphase erforderte einen intensiven Kommunikationsprozess zwischen den Beteiligten, der die Nachbarschaftsgemeinschaft zusammenschweißte und am Ende nahezu ein Nullenergiehaus hervorbrachte. Claudia Siegele

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GEB 01-2017

Mach’s doppelt – mach’s effizient!

Alte Wärmedämmverbundsysteme aufdoppeln Viele alte Wärmedämmverbundsysteme (WDVS) genügen den Anforderungen an den Klimaschutz inzwischen nicht mehr. Um ein Gebäude energetisch fit für die Zukunft zu machen, sollte bei einem älteren WDVS nicht nur der Putz neu angestrichen werden. Oftmals ist es sinnvoll, die meist weniger als 10 cm dicke Dämmschicht aufzudoppeln. In Vor-Ort-Beratungen und in Sanierungsfahrplänen sollte diese Überlegung ein Fixpunkt werden. Klaus-Dieter Clausnitzer

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GEB 01-2017

Passt der Abfallschlüssel?

Entsorgung und Recycling von EPS- und XPS-Dämmstoffen Nachdem die Europäische Kommission zum 1. Oktober 2016 Polystyroldämmstoffe mit dem Flammschutzmittel HBCD als „gefährlichen Abfall“ deklariert hat, sind die Entsorgungskosten erheblich angestiegen. Übergangsweise haben nun die Länder spezielle Regelungen erlassen, um die Dämmstoffe weiterhin in normalen Müllheizkraftwerken verbrennen zu können. Für eine dauerhafte Lösung der Dämmstoffentsorgung bietet sich das CreaSolv-Verfahren an, für das in den Niederlanden derzeit eine Pilotanlage entsteht, die Mitte 2018 betriebsbereit sein soll. Bettina Hahn

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GEB 01-2017

Bild Dir Deine Meinung

Dämmstoffe erregen mal wieder die Gemüter  Wie sorglos war doch die Zeit für die Dämmstoffbranche, als nicht HBCD sondern BSE die Medien zu wahnsinnig aufregenden Meldungen inspirierte und die unmittelbar Betroffenen verwirrte Rindviecher waren. Seit einigen Jahren schon stehen nun Dämmstoffe und das Dämmen generell im Fokus der Kritiker. Nach Dämmwahn, Brandbeschleuniger und alpinen Abfallbergen heizt nun die Entsorgungsproblematik von Styroporplatten wegen des Flammschutzmittels HBCD das Dämmstoffbashing an. Was ist dran an den neuen Vorwürfen? Claudia Siegele

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1 Wanddämmung und Fensteranschluss gehen bei dem neuen Bausystem ineinander über. Eine Gipsfaserplatte deckt den Spalt zwischen der alten, inneren Putzkante und dem neuen Blendrahmen ab. Es muss also auf der Innenseite der Leibung weder Putz abgeschlagen noch die innere Putzkante erneuert werden. Die Bewohner bleiben von Lärm und Schmutz bei der sehr schnellen Montage weitgehend verschont.

GEB 10-2016

Drei auf einen Streich

Gewerkeübergreifendes Sanierungssystem  Für das Erreichen der Klimaschutzziele spielt die energetische Sanierung des Gebäudebestandes eine Schlüsselrolle. Allerdings sind die Hürden bei Altbauten für eine umfassende und bauphysikalisch einwandfreie Modernisierung ungleich höher und weitaus komplexer als bei einem Neubau. Im Rahmen des Zertifizierungsprozesses eines EnerPHit-Wand- und -Bausystems ist es in Zusammenarbeit mit Handwerksbetrieben gelungen, eine gewerkeübergreifende und montageoptimierte Lösung zu entwickeln, die Wand- und Dachdämmung, Fenstertausch und Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung umfasst. Franz Freundorfer, Benjamin Krick

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1 Das kernsanierte Mehrfamilien-Endhaus in Friedrichshafen am Bodensee wurde um ein attraktives Penthouse erweitert und verbraucht nicht zuletzt dank einer sehr gut gedämmten Hülle mit Polyurethan-Dämmstoffen deutlich weniger Energie: Der Primärenergiebedarf sank von 400 auf 12 kWh/(m2a).

GEB 07-2016

Revitalisierte 68er-Generation

Sanierung mit PU-Dämmsystem Nach der Sanierung und dem Umbau eines Mehrfamilienhauses aus dem Jahr 1968 in ein Studentenwohnheim konnte der Primärenergiebedarf um 97 % gesenkt werden. Eine gut gedämmte Gebäudehülle aus Polyurethan und die Beheizung über die Abwärme eines Rechenzentrums sind die maßgeblichen Bausteine des energetischen Konzeptes. Gerd Halama

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GEB 05-2016

Müllberg – wo bist Du?

Recycling von Dämmstoffen Mit dem patentierten CreaSolv-Recyclingprozess haben Forscher ein Verfahren entwickelt, den Dämmstoff EPS aus dem WDVS-Verbund zu lösen und das flüssige Recyclat erneut dem Produktionsprozess zuzuführen. Eine erste Pilotanlage scheitert derzeit noch an den zu geringen Rückläufen ausgedienter Styroporplatten, weshalb sie weiterhin in Müllkraftwerken thermisch verwertet werden. Aber auch Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen landen in den riesigen Öfen, weil sie aufgrund der Zusatzstoffe nur bedingt kompostierbar sind. Klaus Siegele

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GEB 01-2016

Hinter Putz und Riegel

Erhöhte Brandschutzanforderungen für WDVS Seit dem 1. Januar 2016 gelten neue Vorgaben in den allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassungen von Wärmedämm-Verbundsystemen mit EPS-Dämmstoffen. Zusätzliche Brandriegel im Sockelbereich und an der Fassade sollen das Risiko von Fassadenbränden minimieren. Den Änderungen vonseiten des Deutschen Instituts für Bautechnik waren zum Teil kontrovers geführte Diskussionen in Medien, Fachbranche und Politik um die Brandgefahr von EPS-Dämmstoffen vorausgegangen. Klaus Siegele

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1 Das neue Postquartier in Ravensburg ist als Passivhaus zertifiziert und von der DGNB mit dem Vorzertifikat in Silber ausgezeichnet.

GEB 07-2015

Dieser Sonnenschutz hat was auf dem Kasten!

Jalousiekasten von Joma Lückenlose Wärmedämmung reduziert Wärmebrücken bei einem viergeschossigen Büro- und Gewerbebau in Ravensburg

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1 In diesem Frankfurter Studentenheim wurde es hinter den nackten Stahlbetonwänden ungemütlich kalt, nachdem die nur 3 cm dünne Wärmedämmung im Zuge der energetischen Fassadensanierung über den Winter kurzzeitig abgenommen worden war.

GEB 01-2015

Scheinheilige These

Heizt die Sonne unsere Wände im Winter? Fortschritt beim Bauen brauchte in der Menschheitsgeschichte immer seine Zeit. Das war schon bei Automobil, Eisenbahn und Schornstein so, die Jahrzehnte der Gegenwehr erlebten. Scheinargumente waren gegen das Neue stets zur Hand. Gegen die Wärmedämmung wird heute die These benutzt, die solare Aufheizung der Massivwände im Winter sei wichtiger als die Dämmung und würde durch diese behindert. Wir schauen genauer hin. Werner Eicke-Hennig

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1 Algen und Pilze bevorzugen ein feuchtes Milieu – an dieser Fassade ist dies gut ablesbar: Schon der schmale Überstand der Fensterbänke hält den Putz trocken und Mikroorganismen fern.

GEB 01-2015

Was trocken bleibt, bleibt algenfrei

Algen und Pilze an Fassaden Immer wieder kommt es vor, dass Fassaden innerhalb weniger Jahre von Algen und Pilzen überzogen werden. Was sind die Ursachen für den unschönen Bewuchs und was lässt sich dagegen tun? Neben dem Wandaufbau, den konstruktiven Details und witterungsbedingten Zusammenhängen spielen das Material und die Gestaltung der Oberflächen eine entscheidende Rolle. Die meisten Hersteller von Farben und Putzen versuchen den organischen Befall mit Chemikalien zu unterbinden. Doch es gibt auch bauphysikalische Lösungen, mit denen sich Fassaden effektiv schützen lassen. Georg Kolbe

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GEB 01-2015

Ideen machen Fassaden

Gestaltung von Wärmedämmverbundfassaden Eines der vielen Vorurteile, die den Wärmedämm-Verbundsystemen anhaften, ist deren eintöniges und aalglattes Aussehen. Unsere Städte und Gebäude würden durch das Anbringen der Dämmplatten unwiederbringlich verschandelt, so ist allerorten zu hören und zu lesen. Negative Beispiele, die solche Vorwürfe und Ängste belegen, gibt es leider zuhauf. Daran ist aber nicht die Dämmung schuld, sondern mangelnde Kreativität und vergessene Handwerkskunst. Mit jedem Dämmsystem lassen sich anspruchsvolle Fassadenlösungen realisieren, wie dieser Beitrag zeigt. Klaus Siegele

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GEB 01-2015

Gebäudedämmung – Quo vadis?

Branchenumfrage zur Entwicklung der Gebäudedämmung Die gesamte Republik bewegt seit geraumer Zeit die Frage, wie sinnvoll es ist, unsere Gebäude mit Dämmstoffen einzupacken. Im Sog der immer heftigeren Kritik an Wärmedämm-Verbundsystemen möchten Bauherren und Planer wissen, wie es generell um die Zukunft der Gebäudedämmung steht. Stellt man die Entwicklungen der letzten 40 Jahre den künftigen Herausforderungen gegenüber, darf man gespannt sein, wie die Dämmstoffhersteller und deren Verbände die Lage einschätzen. Wir haben die Branchenakteure um Antworten gebeten und sie nach ihren Visionen gefragt. Klaus Siegele

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Frage des Monats

Die KfW hat im April die Konditionen der KfW-Programme Energieeffizient Sanieren (151/152) und Energieeffizient Bauen (153) geändert. Sind diese Programme für Ihre Kunden noch attraktiv?

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Wissenscheck

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