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Klima-Zwischenverhandlungen starten in Bonn

18.06.2019 - Seit der erfolgreichen Klima-Konferenz in Polen im letzten Jahr steht der überwiegende Teil der Detailregeln für die Umsetzung der Pflichten aus dem Paris Abkommen bereits fest. Die Länder konnten sich in Polen jedoch nicht auf Regeln für den internationalen Handel mit Emissions-Rechten einigen. Dieses Thema wird daher ein Schwerpunkt bei den heute beginnenden zweiwöchigen Verhandlungen in Bonn sein. Bei der nächsten Welt-Klimakonferenz im Dezember in Chile soll dann festgelegt werden, nach welchen Regeln Staaten und private Akteure international mit Emissions-Zertifikaten handeln dürfen.

Um die Klimakonferenzen am Ende des Jahres vorzubereiten, finden jährlich im Sommer Zwischen-Verhandlungen in Bonn, dem Sitz des Klimasekretariats der Vereinten Nationen, statt. Neben den detaillierten Verhandlungen werden sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch zum „Climate Action Summit“ austauschen, zu dem VN-Generalsekretär Guterres Staats- und Regierungschefs am 23. September nach New York eingeladen hat. Ziel des Climate Action Summits ist es, weltweit stärkere Maßnahmen gegen den Klimaschutz anzustoßen. Denn bisher reichen die 2015 vorgelegten Klimaschutzziele der Länder unter dem Pariser Abkommen noch nicht aus, um die Erderwärmung unter 2° C und möglichst unter 1,5° C zu halten. Im Jahr 2020 sollen daher die von den Staaten vorgelegten Ziele überprüft und möglichst angehoben werden. Außerdem geht es darum, Langfrist-Strategien der Staaten für den Klimaschutz vorzulegen.

Weitere Punkte auf der formellen Verhandlungs-Agenda thematisieren z.B. die internationale Kooperation, um auf Klimawandel-Schäden in Entwicklungsländern zu reagieren und diese möglichst zu minimieren. Außerdem erarbeiten die Regierungsvertreter auf der Grundlage der Entscheidungen der letzten Klimakonferenz in Polen nun einheitliche Tabellen und Berichtsformate für die Berichterstattung der Länder. Auch das Budget des Klimasekretariats für den Zeitraum 2020-2021 wird verhandelt. Deutschland setzt sich als Sitzstaat des Klimasekretariats für ein effizientes und schlagkräftiges Sekretariat ein.

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