GEB Newsletter: 19-2008 | 16.09.2008

ENERGIE

Modernisieren nur wenn es sich rechnet

Die Energiebilanz der eigenen vier Wände wird für Eigentümer, Bauherren und Käufer immer wichtiger. Wie aus einer Repräsentativ-Umfrage im Auftrag der Bausparkasse Schwäbisch Hall hervorgeht, stufte zum Zeitpunkt des Erwerbs nur jeder Dritte den Energieverbrauch der eignen Wohnimmobilie als „sehr wichtig“ oder „außerordentlich wichtig“ ein - heute sind bereits 87% dieser Meinung. Zwei Drittel der Eigenheimbesitzer halten Modernisierungsmaßnahmen, die den Energieverbrauch ihrer Immobilie senken für notwendig, rund ein Drittel sogar für außerordentlich bzw. sehr wichtig.

Wichtigstes Motiv beim Energiesparen ist Wirtschaftlichkeit
Dem stark gewachsenen Energiebewusstsein stehen aber konkrete Hemmschwellen gegenüber: Jeder Dritte Eigentümer und Erwerber schätzt den eigenen Informationsstand zum Thema Energieeinsparung als eher schlecht ein. Wichtigstes Motiv beim Energiesparen ist nach wie vor die Wirtschaftlichkeit: Fast 90% der Befragten wollen vor allem „Geld sparen“.

Staatliche Förderung ist großer Anreiz
Eine der größten Barrieren für energetische Baumaßnahmen sind zu hohe Kosten. Zwar sind 36% bereit, sich für Energiesparmaßnahmen zu verschulden, doch mit 35% etwa gleich stark ist die Gruppe derjenigen, die eine energetische Modernisierung ohne öffentliche Fördermittel generell ausschließen. Staatliche Zuschüsse für die energetische Sanierung sind beliebt: 73% der Befragten bewerten eine öffentliche Förderung als außerordentlich bzw. sehr wichtig.

Modernisierer rechnen mit Kosten von 38.500 Euro
Künftige Modernisierer ihres Eigenheims rechnen mit Gesamtkosten von durchschnittlich 38.500 Euro. Hausbesitzer, die in den vergangenen zwölf Monaten renovierten, haben rund 28.000 Euro ausgegeben. Bei der Finanzierung von energetischen Modernisierungsmaßnahmen spielen Kreditmittel ein große Rolle: 44% der befragten Eigentümer und Erwerber haben hierfür auf Sparguthaben oder andere Eigenkapitalquellen zurückgegriffen bzw. beabsichtigen dies. 38% nutzten ein Bausparguthaben, 37% das Bauspardarlehen.

Zukünftige Modernisierer setzen auf die Sonne
Zur Verbesserung der energetischen Qualität der eigenen vier Wände ergreifen Eigenheimbesitzer unterschiedliche Maßnahmen: Bei Eigenheimbesitzern, die ihre Modernisierungspläne bereits umgesetzt haben, genießt die Dämmung des Daches mit 66% oberste Priorität - gefolgt vom Einbau von neuen Fenstern (58%) sowie einer energiesparenden Heizungsregelung (55%). Hausbesitzer, die die Modernisierung noch vor sich haben, setzen auf Solarenergie: 41% planen die Installation einer thermischen Solaranlage zur Trinkwassererwärmung und Heizungsunterstützung. GLR

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