GEB Newsletter: 21-2007 | 07.09.2007

ANLAGENTECHNIK

Heizungspumpen bei Stiftung Warentest

Für Fachleute ist es zwar keine Neuigkeit, für Endverbraucher aber eine Aufforderung (endlich) zu handeln: Der Austausch von veralteten Heizungspumpen gehört zu den besonders wirtschaftlichen Energieeinsparmaßnahmen. So wundert auch das Fazit von Stiftung Warentest in dem aktuellen Testbericht von Heizungsumwälzpumpen (test, Ausgabe 9 September 2007) nicht: Der Austausch Alt gegen Neu rechnet sich immer.

Energieverbrauchssenkung um bis zu 90%
Insgesamt wurden neun Heizungspumpen unter typischen Einfamilienhausbedingungen (Massenstrom ca. 1500 kg/h, Förderhöhe ca. 150 mbar) getestet. Der Stromverbrauch für 6000 Betriebsstunden pro Jahr liegt laut test zwischen 63 und 309 kWh/a, ältere Pumpen im Bestand liegen in einem Bereich zwischen 500 und 800 kWh/a. Wie auch beim Verbrauch elektrischer Energie liegt der mittlere Einkaufspreis von 97 bis 450 Euro weit auseinander. Das ist auch nicht verwunderlich, wurden doch gleichzeitig ungeregelte und geregelte Standardpumpen sowie geregelte Hocheffizienzpumpen verglichen. Testsieger sind nach dem test-Qualitätsurteil drei geregelte Hocheffizienzpumpen.

Das vorzeitige Auswechseln lohnt sich
Ist aufgrund eines Pumpendefekts der Austausch der Heizungspumpe erforderlich und der Einbau einer geregelten Hocheffizienzpumpe möglich, sind sie auf lange Sicht die beste Wahl. Aber auch wenn die Alte noch läuft, das vorzeitige Auswechseln spart: Bei Stromkosten von rund 125 Euro/a für die Alte rechnen sich die getesteten Hocheffizienzpumpen schon nach 3,2 bis 4,3 Jahren. Der Lohn für den Einbau ist dabei nicht enthalten, denn beim zukünftigen Ersatzbedarf der Alten fällt er auch an. Die mit 97 Euro preisgünstigste Pumpe im Test kommt auf einen Stromverbrauch von 212 kWh/a und hat so ihre Anschaffungskosten durch die eingesparte elektrische Energie im Vergleich zur Alten schon nach 1,2 Jahren erwirtschaftet.

Die Qual der Wahl
Trotzdem ist die Qual der Wahl bei einem Defekt der Pumpe groß, denn in letzter Zeit wurde auch bei den Standardpumpen erfolgreich der Stromverbrauch reduziert. Im Gesamtkostenvergleich würde die preisgünstigste Pumpe im Test auf Basis der test-Randbedingungen von der sparsamsten Hocheffizienzpumpe (63 kWh/a) erst nach rund neun Jahren „eingeholt“, bei üblichen Energiepreissteigerungen ein bis zwei Jahre früher. Bei der teuersten Hocheffizienzpumpe ist sogar erheblich mehr als neun Jahre Durchhaltevermögen und Lebensdauer erforderlich. Auf Basis der CO2-Emissionsreduzierung haben die drei Hocheffizienzpumpen durch den deutlich verringerten Stromverbrauch die Nase aber klar vorn. GLR

Uns interessiert Ihre Meinung! 
 
  • zurück
  • Druckansicht
  • Versenden

Weitere Artikel zum Thema

Frage des Monats

Wie viel Prozent Ihrer Energieberatertätigkeit machen Einzelmaßnahmen aus?

Abstimmen
Wissenscheck

Testen Sie Ihr Wissen und lernen Sie dazu! Jeden Monat stellen wir Ihnen vier Fragen aus dem GEB-Umfeld und erläutern die richtige Antwort.

GEB-Newsletter

Ja, ich möchte den GEB-Newsletter kostenlos abonnieren: