GEB Newsletter: 08-2006 | 20.04.2006

AKTUELLES

dena: Wirtschaftlichkeit von Modernisierungsmaßnahmen

Steigende Energiepreise machen die energetische Sanierung eines Gebäudes attraktiver. Doch ab wann rechnen sich Maßnahmen wie Dämmung, Heizungserneuerung oder Fensterwechsel?
Steigende Energiepreise erhöhen die Wirtschaftlichkeit von energetischen Modernisierungsmaßnahmen. Doch wann machen sich Sanierungsmaßnahmen bezahlt? Die Deutsche Energie-Agentur (dena) hat nachgerechnet.

Das dena-Berechnungsbeispiel gilt für ein älteres unsaniertes Einfamilienhaus mit einer Wohnfläche von 150 m² und einem Verbrauch von jährlich 4500 Liter Heizöl für die Raumheizung und Trinkwassererwärmung. Auf Basis eines Heizölpreises von 0,62 Euro/Liter fallen Energiekosten von ca. 2770 Euro an. In der Berechnung ist eine Energiepreissteigerung von 5% pro Jahr berücksichtigt.
  • Variante 1 - Teildämmung: Eine gute Dämmung der obersten Geschossdecke, der Kellerdecke und der Rohrleitungen spart bei Investitionskosten von etwa 7500 Euro ca. 20% des ursprünglichen Energieverbrauchs. Die Ersparnis liegt damit im ersten Jahr bei 550 Euro. Die Investition rechnet sich nach elf Jahren.
  • Variante 2 - Heizungserneuerung: Der Einbau einer neuen Heizungsanlage mit Brennwerttechnik und Solarwärmeanlage reduziert den Energieverbrauch um etwa 35%. Das entspricht im ersten Jahr einer Einsparung von 970 Euro. Die Investitionskosten von ca. 12.000 Euro amortisieren sich nach zehn Jahren.
  • Variante 3 - Komplett-Modernisierung: Eine umfassende Modernisierung des Gebäudes auf Neubau-Niveau beinhaltet die Dämmung der obersten Geschoss- und der Kellerdecke sowie der Rohrleitungen und der Außenwände, zusätzlich den Einbau von Wärmeschutzfenstern und einer neuen Heizungsanlage. Die Maßnahmen kosten insgesamt etwa 47.000 Euro und lösen Energiekosteneinsparungen von etwa 1.840 Euro im ersten Jahr aus. Die Investition macht sich nach etwa 16 Jahren bezahlt.
Quelle: Deutsche Energie-Agentur
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