Gebaeude Energie Berater Ausgabe: 11-2015

Knauf Kratzputz auf WDVS

1 Mit viel Liebe zum Detail wurde dieses Mehrfamilienhaus in einem Stadtteil von Solingen energetisch saniert – auf die Dämmplatten der Knauf-Warm-Wand-Basis wurde ein dickschichtiger Putz aufgetragen – ein Hingucker ist das farbenfrohe Sgraffito an der Giebelwand mit Spatz-Motiv.
2 Vorgefertigte Leibungsprofile aus EPS betonen die Fensterumrandung. Die Leibungen sind gedämmt und somit wärmebrückenfrei an die neuen Kunststofffenster angeschlossen.
3 An den Gebäudeecken kleben dünne Sandstein-Design-Wandplatten und imitieren die Ornamentik des Heimatschutzstils, dem die Architektursprache des 1930 gebauten Mehrfamilienhauses zuzurechnen ist. Mies van der Rohe hätte dazu gemeint: Less is more!

1  Mit viel Liebe zum Detail wurde dieses Mehrfamilienhaus in einem Stadtteil von Solingen energetisch saniert – auf die Dämmplatten der Knauf-Warm-Wand-Basis wurde ein dickschichtiger Putz aufgetragen – ein Hingucker ist das farbenfrohe Sgraffito an der Giebelwand mit Spatz-Motiv.

2  Vorgefertigte Leibungsprofile aus EPS betonen die Fensterumrandung. Die Leibungen sind gedämmt und somit wärmebrückenfrei an die neuen Kunststofffenster angeschlossen.

3  An den Gebäudeecken kleben dünne Sandstein-Design-Wandplatten und imitieren die Ornamentik des Heimatschutzstils, dem die Architektursprache des 1930 gebauten Mehrfamilienhauses zuzurechnen ist. Mies van der Rohe hätte dazu gemeint: Less is more!

Bereits 2005 hatte eine private Immobiliengesellschaft damit begonnen, ein Mehrfamilienhaus in einem Stadtteil von Solingen mit insgesamt sieben Wohneinheiten energetisch zu sanieren und es optisch passend zu dem Stil, in dem es 1930 gebaut wurde, aufzuwerten. Die ersten Bauarbeiten umfassten das Dach, danach sollte die Fassade aus Ziegelmauerwerk und abgeriebenem Zementputz gedämmt werden. Allerdings gingen einige Jahre ins Land, bis im Januar 2014 endlich der Austausch der alten und einfach verglasten Holzfenster durch neue, mehrfach verglaste Kunststofffenster erfolgte. Sodann stand die Montage des Wärmedämm-Verbundsystems an, wobei es für die Gestaltung der Fensterbank-Einfassungen und Leibungen klare Vorstellungen gab. Zu den wesentlichen Vorarbeiten an der Fassade gehörte das Beschneiden der Leibungen um 40 mm, wodurch genug Platz geschaffen wurde, um mit der Leibungsdämmung einen wärmebrückenfreien Anschluss an die Fensterrahmen zu ermöglichen. Danach begann auf insgesamt rund 460 m² Wandfläche die Montage des Wärmedämm-Verbundsystems Knauf Warm Wand Basis mit 140 mm dicken EPS-Dämmplatten (WLG 032), das mit wärmebrückenfreien Schlagdübeln (SZ 8 Plus, 210 mm) fixiert und anschließend mit dem dickschichtigen Putzauftrag Knauf Mak 3 versehen wurde. Den Sockel dämmen 80 mm dicke EPS-Platten (WLG 035), armiert mit Knauf SM700 Pro. Mit demselben wurde die Oberfläche abgefilzt und danach mit der Fassadenfarbe Knauf Autol gestrichen. Gegen Feuchtigkeitseinflüsse von außen schützt die mineralische und elastische Dichtungsmasse Knauf Sockel-Dicht. Das Aufbringen eines Kratzputzes ist für jeden Stuckateur eine anspruchsvolle Herausforderung, zumal der Immobiliengesellschaft die optische Aufwertung wichtig war. Diesem Wunsch versuchte man durch verschiedene Detaillösungen und Schmuckelemente zu entsprechen. Zum „Meisterstück“ geriet dabei das farbenprächtige Sgraffito mit dem Spatz-Motiv auf dem zur Straßenseite reichenden Giebel. Markant sind aber auch die Fensterumrandungen aus vorgefertigten Fassadenprofilen. Auch für die Fensterbänke wurden spezielle, dem Gefälle angepasste Profile aus übereinander geklebten EPS-Platten gefertigt, verdübelt, verputzt, abgedichtet und schlussendlich gestrichen. Eine etwas bemühte Hommage an den Heimatschutzstil mit seinen sparsamen Ornamenten sind die aufgeklebten Knauf Sandstein-Design Wandplatten im Format 300 x 600 mm an den Gebäudeecken – wem’s gefällt …

Knauf Gips KG, 97346 IphofenTel. (0 90 01) 31 20 00, www.knauf.de

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